Beiträge von Melisende von Jerusalem

    Ja und nein - ich hab mir dazu ja schon öfter Gedanken machen müssen. :P


    Ich denke, wenn im Rollenspiel nun jemand einen Jiri (der ist berittener Waffenknecht) als Ritter anspricht, finde ich das zB falsch - denn der unterhält das Pferd nicht selbst, sondern nimmt ein Pferd seines Herrn.

    Und ja, mir ist schon klar, dass das Wort "Ritter" natürlich von "beritten" abzuleiten ist und man das damals wahrscheinlich wirklich noch als sehr gleich angesehen hat.


    Aber ich finde eben auch, dass wir ein mittelalterliches Rollenspiel haben und ein ganz elementarer Kern des Mittelalters ist dieses "Knappen-Ritter"-Ding - und dass mit dem Rittersein auch irgendwo ein Standesaufstieg einhergeht, Prestige - und man eben nicht einfach nur ein Mann mit Pferd ist.

    Ich schätze, wir sollten Ritter als adelig belassen, auch, weil wir das seit zehn Jahren so halten und ein Bruch mittendrin irgendwie unpassend kommt, selbst, wenn wir es nun "falsch" machen. Wir können ja zweierlei Ritter haben.


    Ritter 1: der klassische Ritter, der mit "Titel" (wenn auch keinem Tollen), mit einem Knappen und zwei Pferden. Der ist adelig - und den führen wir im zweiten Stand und als "Ritter" und "Adeliger" in der Signatur.


    Ritter 2: der berittene Bürgerliche, der sich eben doch was Tolles leisten kann. Wulfric würde zB als solcher gelten, denn der hat sogar mehr als nur ein Pferd. Ich würde sagen, diese Leute spricht man durchaus als "Ritter" an, aber die Signaturen geben eben doch das wieder, was sie im normalen Leben sind. Söldner. Handwerksmeister. Keine-Ahnung-was. Ich würde so weit gehen, dass ein Bürgerlicher, der wirklich berufsmäßig auf einem Pferd kämpft, von mir aus auch "Bürgerlicher" als Stand haben kann, aber eben die Signatur "Ritter". Solche Fälle haben wir aber nicht und wenn, sind sie halt selten.

    Also - ich würde es nicht ganz so arg zusammennehmen, wie es historisch richtig wäre, aber auch nicht mehr so ganz streng trennen, wie wir es bisher getan haben. Ich hoffe, es ist verständlich wie ich es meine. :)

    Nein, da war leider immer noch keine Registrierung. Aber ich war jetzt mal so frei und frech und habe dich über die Administrationsoberfläche registriert. :)


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    Stimmt gar nicht, wie haben sowohl Balduine als auch Baudouins :D


    Würde das einfach locker laufen lassen, jeder kann's machen wie er möchte. Theoretisch halte ich die französische Variante für "richtiger", aber warum sollte man alles so pingelig genau festlegen? Dann müsse man theoretisch alle Namen irgendwie gleichschalten.


    Ich denke auch nicht, dass ich dann für Melisende die richtige Schreibweise hätte. Da fehlen noch ein paar gefühlte hundert Akzente. ^^

    Also ehrlich gesagt sehe ich keinen Sinn darin, ein Pferd für jemanden, der möglicherweise 30 Minuten da ist, in die Stallungen reinzuführen, abzuzäumen, abzusatteln, zu putzen, teuer zu verpflegen und erneut aufzuzäumen, aufzusatteln und wieder aus dem Stall rauszuführen. Der Palast ist ja nun keine Pferde-Wellness-Oase für die Pferde fremder Ritter.
    Und so definiere ich "Besucher" und nicht "Gast". ;) Knappen sind dazu da, die Pferde ihrer Herren zu versorgen, nicht die Stallknechte der Königin.


    Ein Ritterbruder wird im Übrigen nur Ritterbruder, wenn er den Stand vorher schon innehatte und seinen Besitz mit in den Orden einbringt (und ein Ritter hat grundsätzlich drei Pferde zu besitzen, sonst kann er sich seinen Stand auf längere Sicht abschminken). Klar, wenn ein Pferd verendet, kriegt er vom Orden ein neues, aber "einfach so" in den Orden gehen und sagen "Hey ich bin jetzt Ritter, gib mir drei Pferde" ist ja nun auch nicht.


    Wie viele Pferde meine ID hat, werde ich mir also noch in Ruhe überlegen. :)

    Jetzt könnte man noch für die königlichen Pferde einen kleinen, schicken Anbau haben und schon passen alle Palatini- und Gefolge-Pferde in die normalen königlichen Stallungen, die dort hineinpassen müssen. Ich denke mal an der Außenwand der Stallungen wird man sicher auch noch Ringe für Besucherpferde haben, die nicht erst noch großartig versorgt werden, gell? :)

    Die Palatini
    ~In fide firmitas!~
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    Einleitung
    Die Palatini wurden von Königin Melisende im November 1132 'erschaffen', nachdem ihr Mann Fulko von Jerusalem in der Grabeskirche durch einen Assassinen ermordet wurde. Ihre Aufgabe - ihre einzige Aufgabe - ist der Schutz der Königin, sowie ihrer Familie.
    Es handelt sich um eine elitäre Einheit die niemals mehr als zwölf Mitglieder, niemals weniger als zwölf Mitglieder zählen soll. Die Königin selbst sucht sich die Palatini aus, sich initiativ darum zu bewerben macht in aller Regel keinen Sinn. Wer aus eigenem Interesse heraus ein Mitglied dieser Einheit werden möchte, dem ist anzuraten, sich mit einem der Günstlinge von Königin Melisende gut zu stellen, denn dieser hätte möglicherweise die Gelegenheit, ihr ein neues Mitglied anzuempfehlen.
    Wer ein Palatinus ist, genießt viele Rechte und Privilegien, muss hierfür allerdings auch einige Einschränkungen in seinem Leben in Kauf nehmen.


    Voraussetzungen für die Aufnahme

    • Ein Palatinus muss unverheiratet sein.
    • Ein Palatinus muss als sehr guter Schwertkämpfer und loyaler Mensch gelten. Vor der Aufnahme wird er durch einen von Melisendes Gefolgsmännern sowohl im Kampf als auch im Gespräch erprobt - erst hiernach entscheidet die Königin endgültig über die Aufnahme.
    • Ein Palatinus muss in jeder Hinsicht gesund sein und einen guten Leumund haben.
    • Ein Palatinus muss jedweden Besitz vor der Aufnahme entweder an die Königin abgeben, oder aber an einen Verwandten 'vererben' (Ausnahme stellen natürlich Rüstung, Waffen, Schmuck, Pferde, etc. dar, die ja zum Bestreiten eines normalen Lebens gehören.).
    • Die meisten Palatini sind nicht jünger als zwanzig Jahre und nicht älter als fünfunddreißig. Eine feste Dienstzeit ist nicht vorgeschrieben, hierüber entscheidet alleinig die Königin.
    • Ein Palatinus muss seinen Eid an der Königin auf Gott schwören und dies in Anwesenheit mehrer Geistlicher und aller anderen Palatini tun.


    Gebote & Pflichten

    • Ein Palatinus darf während seines Dienstes niemals heiraten. Eine zölibatäre Lebensweise ist nicht vorgeschrieben, sollte sich aber aufgrund des unverheirateten Status als selbstverständlich verstehen. Das Kind eines Palatinus wird nicht akzeptiert und muss, so dieser Fall eintritt, in ein entferntes Kloster gegeben werden. Seine Pflichten verlangen völlige Aufgabe jeder familiären Lebensweisen und völlige Hingabe an seinen Aufgaben.
    • Ein Palatinus muss immer für die Königin greifbar sein und darf Jerusalem nicht ohne die Erlaubnis oder Anweisung der Königin verlassen.
    • Ein Palatinus darf keine Verbindlichkeiten haben, außer bei der Königin. Er darf keine Eide schwören, keine Schulden annehmen und keine Lehen besitzen, egal welcher Art. Er darf nur einen Pagen oder Knappen, aber keinerlei Bedienstete unterhalten und darf dementsprechend auf das Dienstpersonal der königlichen Pfalz zurückgreifen.
    • Ein Palatinus muss unbestechlich sein. Er darf keine Geschenke und keine Löhne von anderen Leuten als der Königin selbst entgegennehmen und ist dazu verpflichtet, solche abzulehnen. Auch darf er anderen keine 'Gefälligkeiten' erweisen.
    • Ein Palatinus darf niemals in der Öffentlichkeit Partei für oder gegen ein Mitglied der Gesellschaft ergreifen, auch nicht in Streitigkeiten und ist dazu verpflichtet, Neutralität in allen Konflikten zu wahren, solange die Königin selbst keine Partei ergreift. Alles, was ein Palatinus tut, tut er stellvertretend für die Königin.
    • Ein Palatinus ist dazu angehalten, einen royalblauen Mantel mit einem goldenen Kreuz als Fibel zu tragen - das Kreuz stellt das Wappen des Hauses dar. Außerdem muss ihr Waffenrock in blauer Farbe gefärbt sein. Die Kleidung darf keine heraldischen Zeichen zeigen.


    Der Alltag eines Palatinus

    • Es sind immer sechs Palatini zeitgleich im Dienst - immer von Mittag bis Mitternacht, während die anderen Freizeit haben. Zwei von den diensthabenden Palatini schützen in diesem Zeitraum die Königin, zwei den Prinzen Balduin und zwei den Prinzen Amaury. Sie nehmen an allen Aktivitäten teil und weichen nicht von der Seite der Monarchen.
    • Reist die Königin, sind grundsätzlich sechs Palatini an ihrer Seite, während sechs bei ihren Söhnen verbleiben.
    • Ein Palatinus lebt im Palast in unmittelbarer Nähe zur Königin. Er erhält dort das beste Essen und sitzt, so es keine hochrangigen Gäste gibt, mit der Königin an der Tafel, sofern diese nicht für sich zu speisen wünscht.
    • Alle Palatini sind gleich. Es spielt keine Rolle, welches Alter und welche Herkunft ein Palatinus hat, es gibt keinen ernannten Anführer mit Ausnahme der Königin höchstselbst. Ein Palatinus braucht und darf von keinem anderen als der Königin Befehle entgegen nehmen.
    • Palatini sind dazu angehalten, viel an ihren Waffenfertigkeiten zu feilen und sollten dies täglich mindestens für zwei Stunden tun.


    Privilegien

    • Ein Palatinus ist immer ein Ritter. Hatte er zuvor einen niedrigeren Stand, so erhält er durch die Königin den Ritterschlag und die finanziellen Mittel für den ritterlichen Stand.
    • Ein Palatinus erhält sämtlichen Lohn ausschließlich von der Königin und wird sehr gut von ihr unterhalten. Er erhält ausgezeichnete Ausrüstung.
    • Ein Palatinus genießt ein extrem hohes Ansehen und den vollumfänglichen, persönlichen Schutz der Königin sowie eine große Nähe zu ihr.
    • Ein Palatinus besitzt königliche Autorität, was bedeutet, dass er Anweisungen der Königin im gesamten Hoheitsgebiet durchsetzen kann und jeder ihm Gehorsam schuldig ist - von unfreiem Bauern bis zum Fürsten.
    • Palatini bewachen die Königin auch während einer Tagung der Haute Cour, wo sie zwar weder stimm- noch sprechberechtigt sind, aber viele Entscheidungen mitverfolgen können. Meistens sind die zwei von ihnen anwesend, welche gerade Dienst haben.
    • Ein Palatinus, der von der Königin freigegeben wird, wird in aller Regel anschließend mit einem großzügigen Lehen oder Amt ausgestattet. Wer Palatinus war, hat gute Aussichten für die Zukunft, da Melisende Treue stets reich belohnt und ohnehin lieber ihre treuesten Gefolgsleute in hohen Ämtern sitzen sieht. Wer ihr lange Jahre treu war, wird ihr Land auch nach ihren Vorstellungen verwalten.
    • Ein Palatinus darf weiterhin sein eigenes Wappen führen, erhält aber das Kreuz von Jerusalem hinein.


    Die Palatini

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    • Jobst von Hewen (NSC)
    • Guillaume de Toron (NSC)
    • Jean de Thorotte (NSC)
    • Raymond de Rouergue (NSC)
    • Wilhelm von Steinau (NSC)
    • John de Braose (NSC)


    Nähere Beschreibungen
    Jobst von Hewen: blond, Deutscher, recht jung
    Jean de Thorotte: brünett, jung

    Die frühe GEZ :D Gebühr pro Herdstelle. (happiness4)
    Die Diskussion scheint so alt wie die Menschheit. ^^


    Aber ist es bei uns auch so, dass Melisende nicht selbst die Gebühren erheben kann? :P
    Ich weiß nicht mehr wie genau wir uns drauf geeinigt haben, die Haute Cour etwas zu entmächtigen. Na, notfalls ziehe ich das einfach noch im Nachhinein durch. 8-)

    Die königliche Familie


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    Hic regit, ille tuetur
    dieses regiert, jenes schützt


    Einleitung
    Das regierende Königshaus von Jerusalem fand seinen Stammvater in dem ehemaligen Kreuzritter Balduin II., der mit seinem geliebten Weib, der armenischen Prinzessin Morphia von Melitene, die Thronfolgerin und Königin Melisende von Jerusalem zeugte. Ursprünglich nannte sich diese Linie "von Rethel" und mancher Bittsteller spricht die Familie Balduins noch immer unter diesem Namen an - was keineswegs falsch wäre. Königin Melisende heiratete Fulko von Anjou und verlor ihn nach kurzer Zeit wieder, um nun allein im Namen ihres Sohnes über das Königreich zu herrschen. Sie ist bei ihren Vasallen recht beliebt, hat es als Frau aber dennoch nicht immer leicht, sich zu behaupten.
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    Geschichte
    Die Geschichte des Hauses Rethel und Anjou, des regierenden Herrschergeschlechts, beginnt im Jahre 1099 - zum Zeitpunkt der Eroberung der Stadt Jerusalems, dem Zeitpunkt des Beginns der glorreichen Herrschaft durch die Christenheit. Zu jener Zeit war Balduin zwar nicht der König des Königreichs, doch war er an der Eroberung desselben beteiligt gewesen und erhielt von Balduin von Boulogne 1101 die Grafschaft Edessa zugesprochen, als deren Graf er noch im selben Jahre Morphia von Melitene ehelichte, die Tochter des armenischen Fürsten. Diese schenkte ihm insgesamt vier Kinder: Melisende (1105) Alice (1109), Hodierna (1110) und Yvette (1120).
    Da unter ihnen kein Sohn und somit kein legitimer Erbe war, wurde im späteren Verlauf ihres Lebens Melisende dazu auserkoren, ihrem Vater auf den Thron zu folgen. Die Notwendigkeit eines Erben für den Thron zeichnete sich allerdings erst im Jahre 1118 ab, als Balduin von Bourq, der Graf von Edessa, zum König auserkoren wurde. Dieser ließ sich gemeinsam mit seiner Frau krönen und herrschte fortan als ein vorbildlicher König, der selbst von seinen Feinden gehörigen Respekt entgegengebracht bekam.
    Er schlug Schlachten, gewann und verlor, während er zunehmend schmerzlicher die Erkenntnis erlangte, dass Morphia ihm nach Yvette wohl keine weiteren Kinder mehr schenken würde. So erwählte er seine älteste Tochter Melisende im Jahre 1128 zur Thronfolgerin, ließ diese vor der Haute Cour bestätigen und schickte eine Gesandtschaft nach Europa, um der Kronprinzessin einen passenden Gemahl zu finden. Diesen fanden Guillaume de Bures und Hugues de Payens letztlich in Fulko von Anjou, einem erfahrenen Herrscher und Grafen, der seinerseits schon einige Erfolge vorweisen konnte - und einige Männer im Gefolge hatte, die im Heiligen Land für Volk und König kämpfen konnten.
    Im Jahre 1129 wurden Melisende von Jerusalem und Fulko von Anjou vermählt und ziemlich bald darauf kündigte sich erster Nachwuchs an. Währenddessen zeichneten sich bereits leichte Unstimmigkeiten zwischen Gemahl und Gemahlin ab, denn offenbar hatte der Graf kaum mit einer dermaßen regierungsfreudigen und wehrhaften Prinzessin gerechnet, die keineswegs willens war, als Schemen hinter ihrem Gemahl zu verschwinden. Melisende erachtete die Krone, die ihr Vater ihr eines Tages vererben würde, als die eigene und zeigte dies frühzeitig.
    Im Jahre 1130, zur Geburt des Kronprinzen Balduin III., zeichnete sich deutlich ab, dass auch der König die Ansprüche seiner Tochter gegenüber deren Gemahl zu unterstützen gedachte und ernannte sie - und nur sie - zur Regentin an seiner Seite, sowie zur alleinigen Entscheidungsbefugten was das Wohl und die Entwicklung des Sohnes von ihr und ihrem Gemahl anging. Dies tat er völlig öffentlich auf einem Fest vor aller Leute Aug' und Ohr', was wohl letztlich zum endgültigen Bruch des Ehepaares führte, welches sich fortan nichts mehr schenkte.
    Im Jahre 1132, genauer gesagt am 25. März dieses Jahres, wurden Melisende und Fulko zu Königin und König gekrönt, nachdem Balduin abdankte und in das Kloster Anathoth ging. Die Demütigungen Fulkos fanden zur Krönung seinen Höhepunkt, als dieser weder Schwert noch Szepter des scheidenden Königs nahm, sondern mit beidem die Prinzregentin und werdende Königin versehen wurde. Fulko selbst erhielt lediglich Repliken, was nun nach und nach, Schlag für Schlag, Konsequenzen zeigen würde. Der Streit zwischen dem Paar eskaliert im Sommer, was darin ausufert, dass ein Scherge König Fulkos den Bruder Melisendes zur Geisel nimmt und Königin Melisende im Gegenzug ihren eigenen Mann einsperrt. In einer blutigen Schlacht eroberte sich die Königin Tyrus von einem Vasallen zurück. Anschließend kehrte, wenigstens für einige Monate, Frieden ein. Bis dann, im Oktober 1132, König Fulko von einem Assassinen ermordet wird. Das ganze Machtgefüge gerät ins Wanken.


    Aktuelle Mitglieder


    Melisende von Jerusalem, geb. 1105, Königin von Jerusalem
    Melisende ist die Königin von Jerusalem und versucht mit großem Ehrgeiz in die Fußstapfen ihres Vaters zu treten. Gemeinsam mit ihm fand sie das Motto für das Königshaus zum Zeitpunkt von dessen Krönung. Sie verband einst ein sehr enges Band und er war es, der sie zu jener Frau machte, die sie heute ist. Melisende gibt viel auf familiäre Einheit und schützt ihre Schwestern und ihren Sohn mit allen erdenklichen Mitteln. Sie gilt im allgemeinen als gerechte Herrscherin, hat aber durchaus auch ihre Lieblinge unter ihren Vasallen.


    Balduin von Jerusalem, geb. 1130, Kronprinz von Jerusalem
    Balduin III. ist der Sohn Melisendes und Fulkos und damit der legitime Thronfolger seiner Eltern. Königin Melisende ist vernarrt in ihren kleinen Sohn und hegt ihn wie ein rohes Ei. Um ihren verstorbenen Mann zu ehren, versprach sie dem Ritter Guérin de Craon, eines Tages die Ausbildung des künftigen Königs übernehmen zu dürfen, was ihr nicht immer besonders gut schmeckt.


    Amalrich von Jerusalem, geb. 1132, Kronprinz von Jerusalem
    Amalrich ist der zweite Sohn der Königin; allerdings ist nicht der König sein Vater. Er entstand aus der Affäre von Königin Melisende mit dem Fürsten Guillaume de Bures. Doch dieses Geheimnis hütet die Königin mit größter Sorgfalt. Auch Amalrich erfährt ihre tiefe Zuneigung, wenn er eben auch nicht der Erstgeborene war und insgesamt von etwas weniger großer Bedeutung ist.


    Amaury de Sebastia, geb. 1102, Baron von Sébaste
    Armaury ist der eher kriegerische Bastardsohn des einstigen Königs von Jerusalem. Dieser diente als Knappe seines eigenen Vaters und wuchs somit immer in dessen Nähe, sowie der Nähe seiner ältesten Tochter Melisende auf. Beide verband stets eine gewisse Nähe zueinander, was nicht zuletzt auch der Tatsache geschuldet war, dass sie ihre Ideale teilten. Er ist ein äußerst treuer Berater und Gefolgsmann der Königin, der Baron von einer nicht kleinen Herrschaft und mit Meraude de Milly verheiratet. Diese schenkte ihm bereits eine Tochter und einen Sohn.


    Alice von Jerusalem, geb. 1109, Prinzessin von Jerusalem
    Alice ist die zweitälteste Tochter Balduins II. und war mit Fürst Bohemund von Antiochia verheiratet, nach dessen Tod es sie allerdings aufgrund ungünstiger politischer Entwicklungen zurück nach Jerusalem trieb. Ihre gemeinsame Tochter, Konstanze, nahm sie mit sich. Alice ist eine selbstbewusste und stolze Frau mit großen Ambitionen, aufgrund derer eine ihrer ersten Handlungen darin bestand, sich die Hand des Grafen von Jaffa zu sichern, kaum dass sie zurück war. Familäre Bande vergisst sie allerdings nie.


    Hodierna von Jerusalem, geb. 1110, Prinzessin von Jerusalem (Kann als ID übernommen werden! -> Bitte melden Sie sich an, um diesen Link zu sehen.)
    Hodierna ist eine standesbewusste Frau, die den Luxus ihrer hohen Geburt durch und durch zu schätzen weiß. Wie alle anderen der Schwestern auch legt sie viel Wert auf die familiären Bande zwischen ihnen. Sie entwickelte Gefühle für den Sohn des Fürstin von Tiberias, Godefroy de Bures und konnte ihre Schwester Melisende davon überzeugen, einer Ehe mit diesem zuzustimmen. Melisende erhofft sich hierdurch vor allem die Loyalität der Familie Bures. Hodierna hat ein liebevolles und zurückhaltendes Wesen und besitzt außerdem eine Vorliebe für gute Speisen.


    Yvette von Jerusalem, geb. 1120, Prinzessin von Jerusalem
    Yvette ist die jüngste der vier Schwestern und damit noch das Nesthäkchen. In Kindheitstagen sah sie ihrer ältesten Schwester Melisende zum Verwechseln ähnlich, was sich auch in zunehmendem Alter nur langsam ändert. Yvette beschäftigt sich zu gerne mit ihren Blumen und dem einzig wahren Glauben an Gott, Dinge, welche von ihrer ältesten Schwester Melisende mit Wohlwollen zur Kenntnis genommen werden. Zuweilen neigt sie auch zu einer liebenswerten Naivität, doch Melisende sieht darin eher die reine Unschuld eines Kindes.


    Manassès de Hierges, geb. 1102, Ritter
    Manassès ist ein Mann mit großen Ambitionen und geringen Skrupeln, seinen Lebensweg zu gehen. Der einzige Mensch, der sein Herz zu erweichen versteht, ist sein kleiner Bruder Théodore. Diesen akzeptierte er als seinen einzigen Knappen und widmet ihm viel Zeit und Aufmerksamkeit. Er rechnet sich selbst ins Lager seiner Cousine, Königin Melisende, während er seine Entscheidungen allerdings vor allem in seinem eigenen Interesse fällt und dabei nicht selten über Leichen geht. Überdies hinaus ist er ein Mann, der ausgezeichnet bei den Frauen ankommt und dies auch weiß und hemmungslos vor Frauen jedweder Schicht nutzt.


    Sibylle von Anjou, geb. 1112, Adlige
    Sibylle ist die Tochter des Fulko von Anjou und kam noch auf die Welt, lange bevor sich die Entwicklungen überhaupt abzeichneten, dass ihr Vater einmal die Krone Jerusalems auf seinem Haupt tragen würde. Sie ist eine junge Frau, die durchaus gewisse Ambitionen hegt und folgte ihrem Vater selbstredend ins Heilige Land. Ihre eigenen Pläne derweil sind unbekannt, muss sie sich nun jedoch ihrer Stiefmutter unterordnen, seit ihr Vater ermordet wurde.


    Théodore de Hierges, geb. 1112, Palatinus
    Théodore ist ein gutherziger Mann und war der Knappe seines eigenen großen Bruders, bis er selbst zum Palatinus ernannt wurde. Er schaut frohen Mutes in die Welt und träumt davon, sich einen Ruf zu erarbeiten, der jenem eines Helden gleichkommt. Er ist der Cousin der Königin und steht dieser mit Bewunderung gegenüber, was zu seinem großen Glück nicht mit den Interessen seines Bruders kollidiert, dem er sich ebenso sehr verpflichtet fühlt.


    Theodora von Kilikien, geb. 1113, Prinzessin von Kilikien
    [i]Theodora ist eine entfernte Cousine mütterlicherseits der vier Töchter Balduins. Sie ist von makelloser Schönheit und von hoher Intelligenz. Ihre Auffassungsgabe und ihr Sinn für die richtigen Beobachtungen machen sie zu einer gewieften Gesellschafterin. Allerdings ist sie im ihren Innersten nicht ganz so rein, wie sie es nach außen hin zu präsentieren weiß.


    Balduin II., geb. 1077, Mönch, ehemaliger König von Jerusalem
    Balduin war der König und stolzer Vater von vier Töchtern und einem Bastard, welchen er, pflichtbewusst, wie er war, als Baron von Sebasté einsetzte. Er hatte stets versucht, eine ausgeglichene Politik zu pflegen und diesen Wunsch auch seiner Tochter Melisende verinnerlicht, die mit der Erfüllung desselben häufig mit ihrem Gemahl Fulko kollidierte. Zum Ende seiner Regentschaft hin entschied sich Balduin zugunsten der jüngeren Generation abzudanken und seinen Lebensabend gottgefällig in einem Kloster zu verleben.


    [align=center]Ehemalige Mitglieder


    Fulko von Anjou, geb. 1092, König von Jerusalem
    Fulko war der König von Jerusalem und ehemaliger Graf von Anjou. Er ließ seine Grafschaft zugunsten der Krone Jerusalems zurück, musste aber schon relativ bald nach seiner Ankunft im Heiligen Land feststellen, dass man ihm hier keinen sonderlich herzlichen Empfang bereitete. Von Anfang an hatte er sowohl bei seiner Frau, als auch ihrem Vater und den Baronen des Reiches einen sehr schweren Stand, den er zum Ende hin endlich verbessern konnte, ehe er durch einen Assassinen ermordet wurde.


    [expander]Sim-Off Anmerkung: In die königliche Familie lassen wir selbstverständlich nicht jeden. Grundsätzlich ist jeder dazu angehalten, sich zu bewerben, der ein Interesse daran hat, doch aufgrund der Verantwortung, die mit diesen ID's einhergeht, haben wir ein umfassendes Prüfungsverfahren "eingeführt". Wir wollen hiermit einfach vermeiden, dass es an Wissen fehlt, an Erfahrung im Rollenspiel oder auch an Zeit, der ID richtiges Leben einzuhauchen. :)[/expander]