Das Volk


"Sei dir gewiss, dass stets ein Augenpaar auf dir ruht, gleich welche Wege du auch beschreitest. Niemand ist frei von jeder Aufmerksamkeit, da müsste es schon mit dem Teufel zugehen..."

Es gibt in der Stadt Jerusalem eine große Menge an Einwohnern. Solltest du jemals bestimmtes Wissen oder gewisse Dienste benötigen, so wirst du sicherlich für dich herausfinden können, an wen du dich dafür wenden kannst. Ein jeder von ihnen wird dir sicherlich Gehör schenken! Wenn du den Wunsch verspürst, einem von ihnen zu begegnen, sende der Spielleitung eine Nachricht und sie eröffnet ein Thema!


Emeric der Angeviner, ein Wächter

Häufig anzutreffen: Jaffa-Tor
Beschreibung:
Emeric ist ein Angeviner mittleren Alters, welcher als Waffenknecht in der Jerusalemer Garnison dient und erstaunlich oft am Jaffa-Tor seine Tage fristet. Er ist nicht sonderlich groß gewachsen, dafür aber breitschultrig und wirkt meist sehr wortkarg. Das dunkelblonde Haar steckt halblang unter einer nur mäßig sauberen Bundhaube. Einst kam er mit Fulko ins Heilige Land, doch die Dinge haben sich (nicht unbedingt zum besseren) gedreht... Trotzdem gibt er jedem Neuankömmling bereitwillig Auskunft und verrichtet seinen Dienst aufmerksam und loyal.
Einsätze:
Istifan ibn Nimatallah, der Weise

Häufig anzutreffen: Wohnhaus im syrischen Viertel
Beschreibung: Istifan ist eindeutig in die Jahre gekommen und syrischer Christ. Man erzählt sich, dass er bereits alt war, als Jerusalem von den Kreuzfahrern erobert wurde; schon damals habe er im selben, kleinen Häuschen nahe der Stadtmauer im syrischen Viertel gelebt. Wovon der alte Mann lebt, das weiß niemand so genau; Verwandtschaft scheint er keine mehr zu haben. Dennoch kümmern sich einige, hilfsbereite Nachbarn um Istifan, die er im Austausch für ihre Freundlichkeit gern an seiner Weisheit teilhaben lässt. Diese ist tatsächlich groß. Im Laufe seines langen Lebens mochten seine alten Augen vieles erblickt haben, das die Menschen längst nicht mehr wissen. Seine Augen mögen zwar stumpf und nahezu vollkommen erblindet sein, doch sein Gedächtnis ist weiterhin scharf wie eine frisch geschliffene Klinge; oder? Oft sitzt er auf seinem Schemel vor seinem kleinen Haus und scheint mit seinen Gedanken woanders zu sein, doch er beobachtet mit den Sinnen, die ihm noch verblieben sind. Dabei lutscht er gern und ausdauernd an seinen geliebten Datteln herum.
Einsätze:
Mardiros Baghdasarian, der Bader

Häufig anzutreffen: Im Hamam
Beschreibung: Mardiros ist für sein noch recht junges Alter von etwa fünfundzwanzig Jahren erstaunlich steif und unflexibel. Humorlos begegnet er all jenen Scherzkeksen, welche versuchen, ihn mit einem fröhlichen Lachen um den Finger zu wickeln. Wie er sich in seinem Privatleben gebärdet, weiß wohl niemand seiner Kunden. Allerdings ist er allgemein sehr zurückhaltend und zuvorkommend und dementsprechend vielleicht als langweilige Trantüte verrufen, aber auch als Bader geschätzt. Er versteht einiges von seinem Fach und achtet stets auf größtmögliche Sauberkeit. Sein Haar ist schwarz und akurat geschnitten. Ohne viel zu reden erfüllt er die Wünsche seiner Gäste und sorgt recht engstirnig für Ordnung, wenn diese einmal zu verfallen droht.
Einsätze:
Eric, der Henker

Häufig anzutreffen: Davidsturm
Beschreibung: Fraglos erwartet man wohl gerade bei einem Scharfrichter keinen sonderlich großen Feinsinn. Denkt man über diesen nach, so kommt man auf kurz oder lang immer zu dem Schluss, dass es sich um einen ziemlich abgebrühten und grausamen Menschen handeln muss, der ohne Reue Haupt um Haupt fordert. Sicherlich mag Eric hierbei seine eigenen Vorstellungen von Moral haben, doch er ist nicht derjenige, der die Urteile fällt. Er vollstreckt sie lediglich und er vertraut darauf, dass seine Herren die richtigen Entscheidungen fällen. Er ist in der Lage zu lesen und beschäftigt sich gerne mit Literatur; allerdings hat er einen sehr begrenzten Zugang zu solcher. Seine häufig sehr einsamen Tage verbringt er, der er einem ehrlosen Beruf nachgeht, meistens an einem Tisch für sich. Kaum einer möchte gern etwas mit ihm zu tun haben und wenn er sich zu unerwünscht fühlt, dann bleibt er der dem steinernen Farn auch über längere Zeit fern. Er ist bereits Anfang der Vierziger und hat daheim eine recht junge Frau und zwei Söhne, die er aus der Öffentlichkeit stark heraushält. Sein braunes Haar ist zum Teil schon ergraut und seine Gesichtszüge wirken ruhig, ein wenig müde und bei näherem Betrachten erstaunlich sanft. Er stammt aus der Normandie.
Einsätze:
Aimée, die Heimatlose

Häufig anzutreffen: Waisenhaus St. Maria der Barmherzigkeit
Beschreibung: Aimée ist ein hübsches junges Ding mit gebräunter Haut und eher hellbraunen Haaren, womit sie ein recht auffälliges Äußeres besitzt. Ihre Augen wirken warm und noch immer offen und freundlich. Allgemein genießt die Zehnjährige recht viel Anerkennung unter ihresgleichen. Sie gilt als gerecht und äußerst pfiffig und genau das weiß sie auch gut für sich zu nutzen. Sie hat recht klare Vorstellungen von Recht und Unrecht; und von Tauschgeschäften, die ihr etwas bringen - oder auch nicht. Sie stromert gern durch die Straßen und obwohl sie es nicht dringend nötig hat, stiehlt sie dann und wann Dinge von den Leuten, die, ihrem Empfinden nach, ohnehin genug davon haben. Sie kann ausgezeichnet klettern und weiß wie sie in den Straßen der Stadt verschwindet. Viele Menschen mögen das aufgeweckte Mädchen, gerade in den ärmeren Gegenden. Beim Abtauchen wird ihr gern geholfen. Sie gegen ihren Willen zu kriegen ist schier unmöglich. Im Waisenhaus geht man indes nicht davon aus, dass sie noch immer auf Abwegen ist...
Einsätze:
Gabrielle, die Frau des Obsthändlers

Häufig anzutreffen: Syrischer Markt
Beschreibung: Gabrielle ist die Gemahlin des besten Obsthändlers der Stadt; tatsächlich ist er stets darum bemüht, möglichst wenig faule Früchte an den Mann zu bringen, während die faulste Frucht bei ihm im Bett verweilt. Gabrielle hat nicht grundlos einen sehr unfriedlichen Ruf. Kaum jemand kann sich vorstellen, woher sie die Zeit und Energie nimmt, um regelmäßig ihre Nase in die Angelegenheiten anderer zu stecken. Sie hat wirklich zu allem eine Meinung und kann über beinahe jede Begebenheit etwas berichten. Es scheint manchmal so, als könne sie ihre Ohren an allen Orten der Stadt aufhängen, um Informationen zu sammeln. Leider neigt sie zuweilen auch dazu, die Wahrheit etwas auszuschmücken oder zu biegen. Sie kann weder hochnäsige, noch schmutzige Frauen leiden; einheimische Menschen sind hier grundsätzlich nicht geheuer. Hinter jeder Ecke erwartet sie ein mögliches Verbrechen und hat damit tatsächlich schon so manchen Kriminellen ungeahnt in die Flucht geschlagen. Bei ihr sind häufig ihr zwölfjähriger Sohn und ihre neunjährige Tochter. Obwohl weder dünne, noch dicke Menschen ihren Ansprüchen genügen, ist sie selbst recht wohlgenährt. Aber, um es in ihren Worten zu sagen, auf die richtige Art! Ihr Haar trägt sie akkurat frisiert und unter einem Schleier verborgen; sie bietet kaum Angriffsfläche für Tratsch!
Einsätze:
Eberhard von Corvey, der Hüne

Häufig anzutreffen: Davidsturm, auf den Straßen
Beschreibung: Eberhard trägt hellblondes Haar auf dem Kopf und ist dazu noch ziemlich groß gebaut. Er besitzt ein freundliches Gemüt, das ihm an der Nasenspitze anzusehen ist. Generell kämpft er tatsächlich nicht gern, obschon er so wirkt, als könne er einen Eber im Lauf packen und ihm das Genick umdrehen. Er dient dem Vizegrafen und gehört mit Anfang zwanzig zu den jüngeren Waffenknechten im Davidsturm. Kampferfahrung hat er wenig, doch wird dies durch seine Statur wettgemacht. Mit ihm legt sich keiner freiwillig an. Er unterhält sich gern mit den Leuten, die er sieht und erzählt dabei auch mal einen Haufen Unsinn. Dabei ist er gar nicht so unintelligent, wie er durch seine Behäbigkeit manchmal erscheinen mag. Er hat ein erstaunliches Gedächtnis und erinnert sich an die kleinsten, aufgeschnappten Gegebenheiten. Leider ist er auch nicht sonderlich diskret oder schweigsam...
Einsätze:
Arrio de Roa, höfischer Weinlieferant

Häufig anzutreffen: Sein Geschäft im armenischen Viertel
Beschreibung: Arrio ist mit Ende vierzig ein erfahrener und im Übrigen sehr erfolgreicher Mann. Er kam vor einigen Jahren nach Jerusalem und konnte hier problemlos Fuß fassen. Sein Standbein ist der Weinhandel. Obgleich in Palästina ebenfalls Weinbau betrieben wird, beharrt Arrio darauf, dass der Wein aus seiner Heimat in Kastilien der beste sei. Er setzte sich mit der Qualität seines Weines so durch, dass er in der königlichen Pfalz ein- und ausgehen darf. Er ist ein stolzer Mann mit aufrechter Haltung und einem kleinen Wohlstandsbauch. Erst in späten Jahren fällt ihm auf, dass ihm zur Vollendung seines Glückes mehr als nur kurzweilige Affären fehlten und er ehelichte eine recht junge, fränkische Frau, die in seinem Schatten recht klein wirkt. Keine sonderlich liebevolle, durchaus aber von gegenseitigem Respekt geprägte Ehe hält die beiden zusammen und auch zwei kleine Jungen tollen bereits durch das gemeinsame, recht prunkvolle Heim. Eine ältere Tochter hat er durch eine frühe erste Ehe bei sich; er zog sie allein groß. Er besitzt großen Einfluss in Jerusalem und ist auch im Schöffengericht ein angesehenes Mitglied, dessen Wort einiges zählt. Er ist stolz auf die Leistung seines Lebens und verneigt sich vor den Wenigsten.
Einsätze:
Fulbert, der Wundarzt

Häufig anzutreffen: Sein Haus im syrischen Viertel
Beschreibung: Fulbert stammt aus Mont-Dore. Er ist ein Mann in der Mitte der Dreißiger und sehr um das Wohlwollen seiner Kundschaft bemüht. Um seine Körperpflege bemüht er sich hierbei weniger, aber das ist eine künstlerische Freiheit, die er sich lässt. Das braune Haar hängt ihm in fettigen Fransen über die Ohren und auch auf der Nase trägt er eine recht überdimensionierte Warze. Er ist überzeugt von seinem Können! Von der morgenländischen Heilkunde hält er wenig, obschon er den Erfolg der Methoden nicht immer leugnen kann. Was er nicht sieht, das ist nicht wahr - ganz nach diesem Schema geht der Wundarzt vor. Er ist recht schnell mit seinem Messer an irgendwelchen Wunden und Abszessen und bedient sich altmodischer Heilpraktiken. Allgemein ist er ein sehr abergläubiger Mensch, der nichtsdestotrotz nichts Böses im Sinn hat. Ihm ist tatsächlich am körperlichen und seelischen Heil seiner Patienten gelegen.
Einsätze:
Alix Menuisier, die Hebamme

Häufig anzutreffen: Wohnhaus im armenischen Viertel
Beschreibung: Alix ist Anfang zwanzig und keinesfalls lange in ihrem Gewerbe; dennoch aber erfahren. Schon ihre Mutter war Hebamme und sie hat sich das Handwerk von ihr abgeschaut und es sehr erfolgreich an ihrer Seite ausgeübt, bis jene dem schweren Fieber im Jahr 1133 erlag. Unverheiratet lebt sie noch immer mit ihrem Vater zusammen, der viel Geduld für ihre Passion aufbringt und sich ziemlich in das Schicksal an der Seite seiner starken Frauen fügte. Er selbst ist ein mäßig erfolgreicher Schreiner und lehrt dieses Handwerk seinen jüngeren Sohn, sodass die Familie im Allgemeinen gut über die Runden kommt und einen guten Ruf genießt. Alix übt ihren Beruf mit großem Mut aus und schreckt auch vor schwierigen Entscheidungen nicht zurück, wissend, wie gefährlich eine Geburt sein kann. Ihr Alter lässt manche erfahrenere Matrone allerdings an ihren Fähigkeiten zweifeln.
Einsätze:
Francesco, der Olivenöl-Spezialist

Häufig anzutreffen: Handelshaus im syrischen Viertel
Beschreibung: Francesco ist ein Mann Ende zwanzig, der die Menschen mit einem treuen Blick und einem gewinnenden Lächeln recht unproblematisch auf seine Seite zu ziehen weiß. Er redet mit einer unschlagbar guten Laune und schafft es, selbst die Männer von sich zu überzeugen und ihr Misstrauen im Zaum zu halten. Er ist ein durch und durch attraktiver und charmanter Mensch! Nur, dass niemand von seinem ausgesprochen großen Keller ahnt, in dem er allerhand Diebesgut umschlägt. Seine Adresse kennen viele Kriminelle, doch seine Verstecke sind sein gut gehütetes Geheimnis! Im Übrigen hat auch sein Olivenöl eine recht annehmbare Qualität, wenn man bedenkt, dass nicht einmal die Hälfte seiner Anpreisungen der Wahrheit entsprechen.
Einsätze:
Godefroy von Siloah, der Bauer

Häufig anzutreffen: Hof bei Siloah
Beschreibung: Das Land in seinem Besitz ist recht weitläufig und wird vorrangig für den Anbau von Getreide genutzt und besitzt darüber hinaus einige, kleinere Obsthaine. Godefroys Hof liegt an den Südhängen des Ölbergs nahe des Dorfes Siloah. Die Pacht für den großen Hof entrichtet er direkt an die Krone. Sein Vater Maurice kam einst im Gefolge des Gottfried von Bouillon ins Heilige Land und half bei dessen Eroberung. Seither ist das Familienleben eine richtige Erfolgsgeschichte. Maurice ehelichte eine Armenierin und zeugte mit ihr einige Kinder, die inzwischen in der Lage sind, bei dem Bestellen der Felder zu helfen. Das Älteste von ihnen ist Godefroy, ein ehrgeiziger und emsiger Mann, der nicht vorhat, im Schatten seines Vaters zu verblassen. Godefroy ist mittlerweile beinahe dreißig Jahre alt und hat die meisten Arbeiten und die Verantwortung längst von seinem Vater übernommen.
Einsätze:
Djalaluddin ibn Mudhjahid, der beste Koch des Orients

Häufig anzutreffen: Garküche am Malquisinat
Beschreibung: Djalal, wie seine Freunde ihn nennen dürfen - und im Grunde ist die ganze Stadt sein Freund - ist ein freundlicher und recht kräftiger Geselle, der sich mit dem Vertrieb seines eigenen Essens in einer Garküche selbstständig gemacht hat. An einer Ecke zur Straße des Heiligen Stephans liegt seine kleine Garküche, in welcher er orientalische Spezialitäten nach jahrhundertealten Rezepten seiner Vorfahren verkauft; wie jedenfalls er behauptet. Manches Essen wird dem Malquisinat durchaus gerecht und hat mit seiner Eigenwilligkeit schon bei manchem Verzehrer Bauchschmerzen verursacht. Einiges schmeckt allerdings tatsächlich hervorragend und so wird Djalal, der im Übrigen mit seinem natürlichen Charme und seiner Überzeugung ein echtes Verkaufstalent ist, dennoch immer wieder empfohlen. Er ist Mitte Zwanzig und wird doch ab und zu mit dem Finger in den zu verkaufenden Speisen erwischt, aber wen stört das schon? Sein genussvoller Blick entschädigt für alles!
Einsätze:
Bruder Momig, der gärtnernde Mönch

Häufig anzutreffen: Armenische Gärten
Beschreibung: Bruder Momig ist ein stiller und in sich gekehrter Mönch des armenischen Klosters, der gerne und viel Zeit damit verbringt, seine Umgebung zu beobachten und mit großer Hingabe für die Pflanzen der armenischen Gärten zu sorgen. Er wird von Menschen, die ihn nicht kennen, als etwas wunderlich angesehen, aber das ist er keineswegs. Er hat sich die Frömmigkeit zur Philosophie gemacht und hilft den Menschen, wenn er ihnen helfen kann. Er schätzt das Leben und den Frieden über alle Maßen. Hierbei ist er mit seinen knappen dreißig Jahren keinesfalls ein alter Mann, wenngleich seine langsamen Bewegungen gerne an einen solchen erinnern. Er lebt entschleunigt und entspannt.
Einsätze:
Scharbil ibn Papnoute, der Krämer

Häufig anzutreffen: Straße des Heiligen Stephan
Beschreibung: Scharbil läuft den ganzen Tag mit seinem Bauchladen durch die Straßen und verkauft allerlei merkwürdigen Tand. Der größte Teil seiner Ware ist wertloser Plunder, aber manchmal verirren sich auch wirkliche, kleine Schätze unter die Stücke. Während er allerdings umherläuft sieht und hört er außerdem viel. Allerdings ist es nicht leicht, brauchbare Informationen aus ihm heraus zu bekommen, denn zuweilen wirkt Scharbil ein wenig verrückt. Dem Syrer fehlen ein Auge und einige Zähne, seine Nase wirkt als wäre sie mehrfach gebrochen worden. Insgesamt schien sein Kopf, nun, häufiger recht rohen Gewalten ausgesetzt gewesen zu sein. Er spricht schlecht verständlich - aber wer sich Mühe gibt, der kann gewiss interessante Dinge hören! Scharbil ist bereits um die fünfzig Jahre alt und bei all seinem exzentrischen Verhaltens gar nicht unintelligent!
Einsätze:
Pater Raffaele, der Fromme

Häufig anzutreffen: Kirche (folgt)
Beschreibung: Dieser Priester glaubt tatsächlich, was er predigt; ihm geht es um das Wohlergehen seiner Schäfchen und er hört sich jedwede Beichte mit großer Geduld an, hoffend, zur Sühne und zur Besserung beitragen zu können. Es gab schon die eine oder andere Beichte, die ihn blass um die Nase werden ließ, doch sein Gelöbnis hat er nicht gebrochen. Er ist eine vertraute Persönlichkeit vieler Frauen und Männer und weiß um ihre Geheimnisse, Sorgen und Schwächen. Wissen, das in den falschen Händen sicherlich großen Schaden anrichten würde!
Einsätze:
Jimena de Roa, eine neugierige Dienerin

Häufig anzutreffen: Handelshaus des Vaters, Königliche Pfalz
Beschreibung: Sie ist die Tochter des Schöffen und Weinhändlers Arrio de Roa und ist dank seiner vorzüglichen Verbindung eine Dienerin am Hofe der Königin geworden. Sie besitzt uneingeschränkten Zugang zu nahezu allen Räumlichkeiten der königlichen Pfalz und genießt ihre Privilegien in vollen Zügen. Im Grunde ein zurückhaltendes und aufgewecktes Mädchen tragen diese Entwicklungen schon zu einem kleinen Höhenflug bei, den sie auch gern in der Öffentlichkeit betont. Sie wird nicht müde zu betonen, welche wichtigen Persönlichkeiten sie regelmäßig um sich herum hat und dass sie sehr vieles von deren Leben mitbekommen würde. Einzelheiten verrät sie allerdings keine; weil sie diese nicht kennt, oder weil sie doch weiß, was Diskretion bedeutet? Sie ist mit ihren siebzehn Jahren noch recht arglos.
Einsätze:
Tabitha, die Geheimnisumwobene

Häufig anzutreffen: Wohnung im jüdischen Viertel
Beschreibung: Mehr als ihren Namen, Tabitha, gibt sie niemandem Preis. Sie ist noch recht jung, obgleich ihr unter all ihrem klimpernden Tand und der Malerei im Gesicht keiner das genaue Alter ansehen können wird; sie ist einundzwanzig Jahre jung. Einst lebte sie auf der Straßen, bis sie durch glückliche und weniger legale Mittel und Wege an eine kleine Wohnung gelangte, die lediglich aus zwei Zimmern besteht. Schnell hatte sie, die Expertin für kreative Improvisation ist, eine Idee für diese Räumlichkeiten entwickelt und wahrsagt den Menschen nun ihre Zukunft. Sie ist hierin sehr fantasievoll und darüber hinaus eine überzeugende Schauspielerin. Ihr Gesicht und ihr Haar sind frei von allen Makeln. Allein ihre Schönheit und der durchdringende, verbindliche Blick ihrer Augen sind in Kombination mit der dunklen Stimme geradezu unwiderstehlich. Neben guten Ratschlägen für die Zukunft und niederschmetternde Prognosen für die Lebensdauer bietet sie außerdem recht berauschende Kräuter und Substanzen an!
Einsätze: