Ritter und Knappen in unserer Zeit

    • Offizieller Beitrag

    Hallo zusammen,


    ich eröffne diesen Thread aus zwei Gründen:


    1. haben wir einen Spieler der sich gerade einen neuen Knappen anlegen möchte

    2. habe ich in diesem Zusammenhang nochmal Bitte melden Sie sich an, um diesen Link zu sehen. gesehen und bemerkt, dass sich das etwas mit dem Widerspricht, was ich in letzter Zeit gelesen habe. Das Konzept des Edelknappen und Edelknecht scheint mir eher ins Spätmittelalter zu gehören.


    Also allgemein ist es zu unserer Zeit so, dass es keine feste Grenze gibt zwischen dem niederen Ritterstand und dem reichen Bürgertum. Es gibt natürlich den hohen Adel: Könige, Fürsten, Grafen, Barone und Burgherren. Das ist der richtige Adel und diese Menschen haben ein ausgeprägtes Standesbewusstsein. Dann gibt es den Ritterstand und dieser ist noch sehr jung. Die Ritter sind die am besten ausgerüsteten und ausgebildeten Soldaten eines Königs oder Barons und dass mit der Ritterwürde auch ein Standesbewusstsein einher geht entwickelt sich gerade erst. Das bedeutet: Es dürfte eigentlich keine Edelknechte geben, denn jeder gut ausgerüstete und ausgebildete Reiter ist ein Ritter, oder ein "Milites".


    Was die Knappen angeht: Der Ritterstand ist schon so populär, dass auch die hohen Adligen es schick finden Ritter zu sein. Daher sind junge männliche Adlige in der Regel Knappen. Auf der anderen Seite ist aber nicht jeder Knappe ein Adliger, denn ein Knappe ist einfach nur der Diener eines Ritters und ein Ritter hat in der Regel mehrere Knappen. Diese sind dafür zuständig zu kochen, seine Ausrüstung und Pferde zu pflegen usw. Bürgerliche Knappen sind sehr häufig und ein bürgerlicher Knappe wird vermutlich entweder sein Leben lang Knappe bleiben, oder aber Waffenknecht werden. Wenn er besonders tapfer und geschickt ist, hat er vielleicht selber einmal die Chance zum Ritter zu werden. Dafür stehen die Chancen im Heiligen Land besser als überall sonst, denn hier ist der Bedarf an guten Kämpfern hoch.

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    Seine fürstliche Gnaden Guillaume de Bures, Fürst von Tiberias und Herr von Jericho
    Ehemann der Catherine de Grenier
    Adliger von Jerusalem
    Ritter

  • Hallo Guillaume,


    vielen Dank für die ausführliche Erläuterung :) :thumbup: Das ein Ritter mehrere Knappen haben kann, finde ich zudem auch sehr interessant :)

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    Seine Gnaden Cedrick von Cornberg
    Adliger von Jerusalem
    Knappe von Edmund von Westernach

    • Offizieller Beitrag

    Ja genau, ich denke ein normaler Ritter hat vielleicht auch manchmal nur einen Knappen, aber zwei dürften schon eher die Regel sein. Natürlich gibt es bei den Knappen Unterschiede. Es gibt welche die wirklich nur Diener sind, dann gibt es welche die durchaus auch im Kampf ausgebildet werden und dann gibt es die adligen Knappen, die vermutlich eher weniger unangenehme Aufgaben verrichten und vor allem ausgebildet werden. :)


    Ich könnte mir vorstellen, dass ein normaler Ritter vielleicht einen bürgerlichen Knappen hat, der die "Drecksarbeit" macht, also putzt, kocht und eher selten zur Armbrust oder Lanze greift und daneben hat der Ritter noch den Sohn eines Kollegen bei sich, welcher natürlich auch hier und da "dienen" muss, welcher aber vor allem auch ausgebildet wird.

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    Seine fürstliche Gnaden Guillaume de Bures, Fürst von Tiberias und Herr von Jericho
    Ehemann der Catherine de Grenier
    Adliger von Jerusalem
    Ritter

  • So stelle ich es mir auch vor. Oder ein Ritter hat nur einen Knappen dabei, der sich dann um alles kümmert und ausgebildet wird, also der sozusagen das Mädchen für alles bzw. der Knappe für alles ist :D


    Bei anderen Rittern teilten sich die Knappen die anfallenden Arbeiten oder wie Du aufführst ist es nach ihrem Stand unterteilt. Der erste Knappe ist dort tatsächlich hauptsächlich Diener und der andere Lehrling (Ritter in Spee) :) Die Anzahl der Knappen war sicher auch eine Prestigefrage wegen der Kosten :)

  • Wenn bei uns zu Hause Schlachttag war, bin ich aus der Burg geflüchtet, ich hasse Schlachttage! Ein Knappe, der Wild erlegt, ausnimmt und fachgerecht zubereitet, ein solcher will ich nimmer sein, in Sachen Kochen hab ich vermutlich zwei linke Hände. *nicknick* (hunger1) Da würd ich sogar üben einen Morgenstern über meinem Kopf zu schwingen.

  • Du kannst auch andere ganz leckere Dinge kochen, die leicht zuzubereiten sind und Deinem Herrn schmecken werden. Und zur größten Not kann man in ein Gasthaus einkehren, dass heißt, wenn eines in der Nähe ist. Brot und Käse sind auch sehr lecker und machen satt :) :whistling: (yummi1) Nur sollte man seinem Herrn nicht jeden Tag Brot und Käse servieren ^^

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