Beiträge von Romain du Puy

    Ich habe mal in die Fortsetzung geschaut und ein paar Namen rausgeschrieben. Dies ist die Schreibweise verschiedener Namen, wie sie in einem französischsprachigen Werk des 12. Jahrhunderts zu finden ist. Wenn du nun genau wissen willst, wie man diese im 12. Jahrhundert ausgesprochen hat, musst du dich an einen romanistischen Philologen wenden. In dem Punkt kann ich dir leider nicht weiterhelfen.


    Amauri
    Balian / Balyan
    Baudoyn
    Conrat
    Girart
    Guillaume
    Guy
    Hanfrei
    Henri
    Hue
    Jaque
    Jocelin
    Johan
    Phelippe
    Reimont / Reymont
    Renaut
    Richard


    Agnes
    Elienor / Elynor
    Marie
    Sebille
    Ysabel

    Nun bin ich weder Namens- noch Sprachforscher, aber wenn dich das Thema so umtreibt, will ich versuchen, einige Punkte historisch einzuordnen.


    Nach der lateinischen Version des Namens, wie er uns aus den Quellen entgegen tritt, können wir uns für die Allltagssprache nur bedingt richten. Hier handelt es sich um das gelehrte Latein der Historiographen, dass sich deutlich von der Sprache des Alltags abhebt. Ein gutes Beispiel hierfür ist Karl der Große. In den Quellen findet sich durchgehend die Bezeichnung Carolus bzw. Karolus. Aber aus der Vita Einhards wissen wir, dass Karl der Große muttersprachlich ein deutsch-germanisches Idiom gesprochen hat, wenngleich er auch das romanische Idiom verstand, das im Westteil seines Reiches gesprochen wurde. Es ist also davon auszugehen, dass er sich selbst Karl genannt hat.


    Schaue ich auf meine universitären Quellen, so sind die Namen zumeist lateinisiert. Allerdings sind hier deutliche Hinweise zu finden, dass man sich durchaus bewusst war, dass es von ein und demselben Namen je nach Herkunft und Sprache verschiedene Versionen gibt. Dem wurde auch Rechung getragen. So finden sich in den Prokuratsbüchern von Paris die Schreibweisen Guillaume, Guillermus und Willehelmus. Allerdings befinden wir uns mit diesen Quellen schon im 14. und 15. Jahrhundert.


    Für unsere Zeit wäre eine andere Quelle interessant. Es gibt eine anonyme Fortsetzung der Chronik Wilhelms von Tyrus, die in Altfranzösisch verfasst worden ist. In dieser wird über den Fall Jerusalems berichtet. Ich müsste mal schauen, ob wir eine Edition derselben in unserer Bibliothek haben. Wohlgemerkt eine Edition des Originaltextes und keine Übersetzung ins moderne Französisch. Dann könnte ich schauen, wie dort die Namen geschrieben werden.


    Grundsätzlich schließe ich mich aber Mina an, dass ich es weiterhin jedem freistellen möchte, welche Version des Namens er oder sie verwendet.

    Ich glaube nicht, dass ein Monarch so einfach das Recht besaß Burgen und Festungen in den Gebieten seiner Vasallen zu berichten. Allerdings kommt es wie so oft auf den jeweiligen Hintergrund an. Da der Fürst von Tiberias zu den mächtigsten Kronvasallen gehört, auf den der König angewiesen ist, kann ich mir schwerlich vorstellen, dass er dort einfach so und ohne Rücksprache eine Burg hingesetzt hat. Bei einem kleineren Vasallen könnte man es hingegen versuchen es durchzudrücken und der muss es dann zähneknirschend schlucken , weil er es sich nicht mit dem König und den Templern verscherzen möchte und zudem in ein schlechtes Licht gerückt wird, wenn er sich dem Bau einer strategisch sinnvollen Wehranlage verschließt.


    Ich könnte dir noch ein Beispiel aus dem Langedoc anbieten. Dort musste sich der Graf von Toulouse nach dem Albigenserkreuzzug verpflichten einige seiner Wehranlagen an den König von Frankreich abzutreten, die mit königlichen Garnisionen belegt wurden. Der Graf von Toulouse musste sich sogar Vertraglich verpflichten für den Unterhalt dieser Garnisonen aufzukommen. Allerdings liegt hier der Fall so, dass der Graf von Toulouse mit dem Rücken zur Wand stand. Im gleichen Zuge musste er sich auch verpflichten eine Universität zu stiften und diese zu unterhalten.


    Hilft dir das erst mal weiter?

    Eine derartige Verwendung als Signalhorn ist durchaus denkbar. Einerseits, dass von einem Türmer via Horn gemeldet wird, dass sich ein größerer Trupp der Burg nähert, andererseits, dass sich dieser schon akustisch über ein bestimmtes Hornsignal zu erkennen gibt.

    Die Lösung kann der Haus- und Hofhistoriker leider auch nicht präsentieren. Ich werfe mal zwei Ansätze in den Raum, die in der Forschungs diskutiert werden, und die ich ganz plausibel finde.


    Einserseits wird die Schnecke, die gegen eine Ritter kämpft, als Parodie gedeutet. Einfach etwas zum Lachen während der Lektüre. Und dann gibt es noch die These, die Schnecke symbolisiere das Langsame, wodurch suggeriert werden soll, der Text sei nicht einfach schnell hingeschrieben sondern wohl durchdacht.

    Richtig, ein Kastellan ist - ähnlich wie ein Burgvogt - der Verwalter einer Burg. Er ist jedoch kein Lehnsträger, sondern nur ein Amtmann, der jederzeit abberufen werden kann. Dem entsprechend ist eine Kastellanei auch kein Lehen, sondern nur der Amtsbereich des jeweiligen Kastellan. Es kam jedoch durchaus vor, dass eine Kastellanei - wie etwa Bethsan - zum Lehen erhoben wurde.


    Bethsan ist auch spieltechnisch ein interessanter Fall. Adam II. de Bethune, der Baron von Bethsan, ist einer Kommando-Aktion des Hauses Bures zum Opfer gefallen und wurde im Nachhinein als Verräter an der Krone denunziert. In Wirklichkeit ging es wohl eher um Handels- und Zollrechte, aber Melisende hat die Sache geschluckt, weil sie ihren mächtigsten Vasallen nicht verprellen wollte, mit dem es gerade kriselte. Dem entsprechend wurde die Baronie als erledigten Lehen eingezogen und wieder zur Kastellanei. Bei der Hochzeit von Hodierna von Jerusalem mit Godefroy de Bures hat dieser Bethsan als Mitgift erhalten. Allerdings nur als Herrschaft und nur den westlichen Teil. Der östliche Teil wie auch die Zollrechte für die Furt sind bei der Krone verblieben.

    Achso, ich dachte, du hättest ihn noch mal überarbeitet.


    Hatten wir das Problem mit der Formatierung nicht schon mal? Wenn du den Text einfügst, darfst du das nicht unter der Option Editor, sondern unter der Option Quellcode machen. Rechts daneben. Du müsstest Absätze und Lehrzeilen noch mal neu justieren, aber ansonsten solltest du dann keine Probleme mit der Formatierung haben.


    Ich finde dein Konzept überaus gelungen, müsste jedoch noch einmal kurz mit den anderen Admins Rücksprache halten. Sowas entscheiden wir hier gemeinsam. Eventuell entfällt dann auch der Probepost. Die Hintergrundgeschichte zeigt ja schon sehr eindrücklich, dass du durchaus in der Lage bist dich in einen mittelalterlichen Edelmann hineinzuversetzen.

    Entschuldige, dass es schon wieder so lange gedauert hat. Wenn es die Zeichenlimitierung verhindert, dass du deine Hintergrundgeschichte in einem postest, mache einen Doppelpost draus und schicke sie in zwei Teilen ab.

    Euer Wunsch ist uns wie stets Befehl, werte Dame. (verbeugen)



    1) Wie lautet Euer Name?(= Jeder Charakter hat natürlich einen Namen. Nähere Informationen zur Namensgebung findest du in unserer Wikipedia, wie auch unsere Bitte melden Sie sich an, um diesen Link zu sehen. mit vielen Vorschlägen.)


    2) Wann wurdet Ihr geboren?
    (= Bedenke bei der Wahl des Alters, dass die Zeit in unserem Forum 1:1 mit der realen Zeit verläuft und wir das Alter nachträglich nur in seltenen Ausnahmefällen ändern. Jeder Charakter unterliegt in verschiedenen Altersgruppen natürlichen Vor- und Nachteilen, die bei der Wahl unbedingt berücksichtigt werden sollten.)


    3) In welchen Stand wurdet Ihr hineingeboren?
    (= Der Stand ist sehr aussagekräftig was den sozialen Status deiner ID angeht. Du hast die Möglichkeit, den Bitte melden Sie sich an, um diesen Link zu sehen. (= Geistlichkeit), den Bitte melden Sie sich an, um diesen Link zu sehen. (=Adel/Wehrstand) und den Bitte melden Sie sich an, um diesen Link zu sehen. (=das Volk) zu bespielen. Achtung! Aktuell haben wir eine Bitte melden Sie sich an, um diesen Link zu sehen. für ID's des 2. Standes.)


    4) Welchem Volk gehört Ihr an?
    (= Du hast die Möglichkeit, die klassischen Europäer zu spielen, die wir unter dem Begriff 'Lateiner' zusammenfassen (beispielsweise Franzosen, Deutsche, Spanier oder Italiener) und welche in Jerusalem die herrschende Gruppierung darstellen, aber dich auch für eine der einheimischen Volksgruppen wie Syrer (Christen), Armenier (Christen) und Muslime (Muslime) zu entscheiden. Dir stehen selbstverständlich auch andere Völker zur Auswahl, doch beachte hierbei bitte unsere Bitte melden Sie sich an, um diesen Link zu sehen..)


    5) Welche Religion ist die Eure?
    (= Dein Charakter gehört, zumeist entsprechend seines Volkes, natürlich auch einer Religion an. Benötigst du bei der Auswahl Hilfe, helfen wir dir natürlich gern.)


    6) Wo wohnt Ihr?
    (= Aktuell gibt es die Möglichkeit, sich für Bitte melden Sie sich an, um diesen Link zu sehen., die Heilige Stadt, oder Bitte melden Sie sich an, um diesen Link zu sehen., einer fatimidischen Hafenstadt, zu entscheiden. Bedenke bei deiner Wahl, dass diese beiden Städte sich in einem Kriegszustand befinden. Die Hauptparteien bei diesem Konflikt sind die Fatimiden (Muslime/Askalon) und die Franken (Christen/Jerusalem).


    7) Habt Ihr Familie in Jerusalem?
    (= Es bietet sich für dich an, dir eine Familie zu suchen. Es ist kein Zwang, doch dir sollte es eine Erleichterung darstellen, um schnellen Anschluss im Rollenspiel zu finden. Eine Auflistung der möglichen Familien findet sich Bitte melden Sie sich an, um diesen Link zu sehen.. Über eine Aufnahme entscheidet immer die Familie selbst. Auch die Gründung einer eigenen Familie steht dir offen, aber beachte hierbei bitte die Einschränkung für den Adel.)


    8) Gibt es irgendwelche Besonderheiten über Euch zu wissen? Was seid Ihr von Beruf?
    (= Wenn du einer bestimmten Bitte melden Sie sich an, um diesen Link zu sehen. nachgehen möchtest, solltest du das hier erwähnen. Bitte melden Sie sich an, um diesen Link zu sehen. findest du Stellengesuche der Spieler für einen möglichen Einstieg, doch kannst du natürlich auch deinen ganz eigenen Weg beschreiten.)


    9) Was ist Euer Begehr in unserem Königreich?
    (= Wo soll der Weg deiner ID hinführen, was hast du für sie gedacht? Es ist keine zwingende Angabe, aber vielleicht eine Bitte melden Sie sich an, um diesen Link zu sehen. für dich, bei der wir dich beraten können.)


    10) Wer ist Euer Gesicht?
    (= Wer ist auf deinem Avatar zu sehen? Jedes Gesicht darf nur einmal vergeben werden. In Ausnahmefällen auch ein zweites Mal, dies aber nur in Rücksprache mit dem Spieler, der den Avatar schon länger hat und bei einem gravierend unterschiedlichen Aussehen. Auf Bitte melden Sie sich an, um diesen Link zu sehen. ist ersichtlich, wer bereits vergeben ist.)

    Charakter-Eckdaten


    Name: Robin du Puy
    Geburtsjahr: 1119
    Stand: 2. Stand
    Volk: Franke
    Religion: römisch-katholisch
    Wohnort: Jerusalem, im Haushalt seines Ausbildungsritters Edmund von Westernach


    Aussehen:
    Robin ist mit seinen 14 Jahren noch eher klein und schmächtig, aber etwas an Größe hat er bereits wettgemacht. Seine Haare sind dunkelbraun, die Augen ebenfalls von einem Braunton. Die Kleidung, die er trägt, lässt seinen Stand erkennen, fällt aber bei ihm als Knappe nicht allzu edel aus.


    Bisheriger Avatar war Skandar Keynes, bekannt aus den Narnia Verfilmungen, den ich gerne beibehalten möchte.



    Charakter-Hintergrund

    Familie:

    Robin du Puy ist der Sohn Roland du Puys, des Herrn von Dhiban, einer Herrschaft im Hinterland des Königreiches. Seine Mutter, Flore, entstammt dem Hause Hébron. Er hat noch eine ältere Schwester, Helene. Wie es halt so ist zwischen Geschwistern, man kabbelt und ärgert sich, aber wenn es hart auf hart kommt, halten die beiden zusammen.


    Die Familie du Puy, von denen Robins Zweig eine Nebenlinie darstellt, gehört zu den großen Häusern des Königreiches. Als Grande gebietet Romain du Puy, das Familienoberhaupt, über eines der vier großen Territorien Jerusalems. Die Familie mischt in der hohen Politik des Königreiches ganz oben mit und gehört zu den treuesten Unterstützern von Königin Melisende.


    Verhältnis zum Suchenden:
    Für Romain du Puy ist Robin wie ein Neffe. Robin genießt die Patronage seines einflussreichen Verwandten, wenngleich sich dieser meistens im Hintergrund hält und sich damit begnügt, den Werdegang des Knappen zu verfolgen.


    Vergangenheit der gesuchten ID:
    Als ältester Sohn wird Robin eines Tages die Herrschaft seines Vaters übernehmen. Doch ehe es an ihm ist zu herrschen, muss er zunächst die Schule eines Ritters durchlaufen und alles erlernen, was von einem Mann seines Standes erwartet wird. Aus diesem Grund vermittelte ihn Romain an Edmund von Westernach, niemand geringeren als den Vizegrafen Jerusalems, auf dass dieser die Ausbildung des Jungen übernimmt.


    Wissenswertes zur gesuchten ID:
    Robin ist ein aufgeweckter Bursche, der jede Menge Flausen im Kopf hat. In seinem jugendlichen Überschwang kommt er bisweilen auf ziemlich dumme Gedanken, wenngleich er es niemals böse meint. Ein Ausflug auf die Burgmauer des Davidsturms beispielsweise, handelte ihm eine saftige Strafe ein. Inzwischen ist Robin mehr und mehr von diesen Streichen weggekommen, und widmet sich ernsthafter seiner Ausbildung.


    Erwartungen an die ID/Das Konzept:
    Robin ist eine ID, die mitten drin steht im Spielgeschehen Jerusalems. Als Knappe des Vizegrafen ist er voll ins Geschehen im Davidsturm, der Jerusalemer Stadtfestung, eingebunden und hat mit Edmund von Westernach, dessen Frau Bolka z Madlova, deren Tochter Blanka und dem dortigen Hauptmann feste Anspielpartner. Darüber hinaus besteht mit Romain du Puy, dessen Gemahlin Eleonora familiärer Anschluss an eines der großen Häuser Jerusalems. Nicht zu vergessen seine Schwester Helene, welche in Jerusalem derzeit als Zofe tätig ist.



    Über die Spieler


    Anforderungen an den Spieler:
    Vor allem Freude und Spaß am Rollenspiel. Doch darüber hinaus möchte ich einen Spieler, dem wirklich etwas an der Rolle gelegen ist und der bereit ist, auch über einen längeren Zeitraum am Ball zu bleiben und den Charakter mit Leben zu füllen.


    Informationen über den Suchenden:
    In Jerusalem bin ich ein Spieler der ersten Stunde. Bei meinen Mitspielern gelte ich als verlässlicher Spielpartner. Natürlich kann es auch mir passieren, dass ich zwischendurch mal etwas kürzer treten muss - RL geht immer vor - doch dann melde ich dies an. Von daher habe ich kein Problem damit, wenn euch das selbe passiert, so lange ich nur bescheid weiß.

    Im Lexikon des Mittelalters habe ich diesbezüglich leider nichts gefunden. Das ist doch nicht normal, dass die Allzweckwaffe versagt. Sowas blödes aber auch.


    Ich kann noch mal schauen, ob ich woanders was finde. Aber ich hoffe du wirst es mir nach sehen, dass ich momentan nicht die Zeit habe, diesbezüglich eine groß angelegte Recherche zu starten und dabei alle Register zu ziehen.

    Die Videos sind wirklich sehr interessant. Ich persönlich wäre ja nie auf die Idee gekommen, mit blanker Hand eine Schwertklinge zu umfassen. Aber wie man sieht, es geht. Recht gut sogar.


    Die Einteilung der Hiebe habe ich von jemandem gelernt, der selbst mittelalterlichen Schwertkampf betreibt. Ich weiß gerade nicht, ob er sich dabei auf ein ganz bestimmtes Schwertkampfbuch eines Meisters bezieht, oder ob die von ihm vermittelten Grundlagen eine Gesamtschau der gängigen Schwertkampfliteratur sind. Bei Zwergschlag und Dachschlag ist es gut möglich, dass es sich dabei nach Meisterhäue nach Liechtenauer handelt. Das müsste ich noch mal überprüfen. Aber die Ochser sind so grundlegend, dass sie mit Sicherheit zum Standartprogramm eines jeden Schwertkämpfers gehörten.


    Und vielen Dank für die Links. Da ist doch einiges an Zusatzinformationen bei.

    Wirklich sehr schöne Artikel muss ich sagen. Vielen Dank dafür. Du hast nicht zufällig einen Teil deiner Quellen und Literatur digital vorliegen und könntest mir diese zukommen lassen? Das Thema finde ich sehr interessant und bin stets offen für neues Material.


    Was Halbschwert und Mordhau angeht, kann ich mich Balian nur anschließen. Das sind Techniken, die eher später aufkommen, wenngleich ich nicht abstreiten will, dass es sie vereinzelt auch in unserer Zeit Anwendung fanden. Übringens wurde das Halbschwert nicht nur zum Stechen eingesetzt. Wenn man sich ineinander verhakt hatte, wurde die Technik auch verwendet, um dem Gegner die Klinge zu entreißen. Die eigene Parierstange wurde dann wie ein Haken verwendet. Und wenn das nicht half, konnte der Schwertknauf wie ein Rammbock verwendet werden. Vor allem ist es auch eine Frage der eigenen Handschuhe. Die müssen schon ziemlich Robust sein, um in eine Schwertklinge zu fassen.


    Du unterscheidest beim Schwertkampf zwischen drei Arten von Hieben und zwar nach der Stärke. Mir ist noch eine andere Aufteilung geläufig, die mehr nach der Ausführung des Hiebes unterscheidet. Nach dieser gibt es drei bzw. sechs Grundhiebe. Man kann sich darüber streiten, ob es sich bei den vier Ochsschlägen um jeweils einen eigenen Hieb, oder nur um eine Variante handelt.


    Der Ochsschlag:
    Beim Ochsschlag wird der Hieb diagonal geführt. Es bieten sich vier Varianten an. Entweder als Oberhau von links oben nach rechts unten bzw. von rechts oben nach links unten, oder als Unterhau von links unten nach rechts oben bzw. von rechts unten nach links oben. Hierbei handelt es sich um den absoluten standartschlag. Im Kampf gingen sie fließend ineinander über.


    Der Zwergschlag:
    Bei diesem Schlag geht man leicht in die Knie. Die Klinge wurde waagerecht geführt. Dieser Hieb zielte vor allem auf auf den Hals oder die obere Brustpartie. Er wurde mit einem Ausfallschritt nach vorne oder aber mit einem Schritt nach hinten verbunden. Mit letzterem lud man den Gegner zum Nachrücken ein, der dann genau in die heransausende Klinge lief.


    Der Dachschlag:
    Beim Dachschlag wird das Schwert über den Kopf geschwungen, um es dann senkrecht auf den Gegner niedersausen zu lassen. Dieser Schlag ist besonders wuchtig, doch kostet er vergleichsweise viel Zeit. Zeit, die das Gegenüber nuten konnte, um einen schnellen Stich anzusetzen.


    Das aber nur als Ergänzung, der vollständigkeitshalber. Da es damals keine Weltverbände gab, die über einheitliche Regeln und Klassifizierungen wachten, ist es wenig überraschend, dass unterschiedliche Schwertkampfschulen unterschiedliche Unterscheidungen vornahmen. Ich hoffe trotzdem, dass sich meine Ergänzungen dem ein oder anderen als hilfreich erweisen.

    Name der gesuchten ID: Tarik ibn Khalid


    Volks-/Religionszugehörigkeit der gesuchten ID: Sunnitischer Muslim


    Historisch oder fiktiv: fiktiv


    Verwandtschaftsgrad/Bekanntschaftsgrad:


    Tarik ist der muslimische Leibarzt des Barons. Als solcher steht er seinem Brotherrn sehr nahe. Romain hält große Stücke auf ihn, was nicht allein seinen medizinischen Fertigkeiten geschuldet ist. Er schätzt ihn auch als überaus belesenen und kultivierten Gesprächspartner. Wenn die beiden Männer bei einem freundschaftlichen Plausch zusammen sitzen, diskutieren sie buchstäblich über Gott und die Welt.


    Befristet oder unbefristet: unbefristet


    Konzept der ID:


    Tarik ibn Khalid stammt aus einer Dynastie von Ärzten. Schon sein Vater und Großvater gingen dieser höchst ehrenwerten Beschäftigung nach. Sein Handwerk lernte er von Pike auf. Zunächst bei seinem Vater. Später zog es ihn nach Isfahan, um am dortigen Maristan seine Studien zu vollenden, wo schon der berühmte Ibn Sina gewirkt hatte.


    Er ist ein wahrer Meister seines Faches. Er versteht sich auf die Heilkraft der Pflanzen und das Herstellen von Salben und Tinkturen, wie auch auf das Behandeln offener Wunden und das Richten gebrochener Gliedmaßen. Doch damit nicht genug, interessiert er sich auch für Astronomie, Philosophie und Naturkunde im allgemeinen. Sein großer Traum ist es, eines Tages ein eigenes Werk zu verfassen, was sich mit dem Einfluss der Gestirne auf die Heilkraft von Medizin auseinandersetzt.


    Als Muslim unter Kreuzfahrern hat es Tarik nicht immer einfach, denn in gewissen Kreisen ist es gar nicht gern gesehen, wie nahe er dem Baron von Oultrejordain steht. Doch kann er sich stets auf die Protektion seines Gönners verlassen, der schützend seine Hand über ihn hält.


    Ich biete dem Spieler:


    Ich biete dem Spieler aktives und interessantes Rollenspiel im Gefolge eines der großen Adelshäuser des Königreiches. Mehr zum Haus du Puy findet ihr Bitte melden Sie sich an, um diesen Link zu sehen. .


    Ich verlange vom Spieler:


    Von meinem Gegenüber erwarte ich ernsthaftes und verlässliches Rollenspiel. Natürlich kann es immer schon mal vorkommen, dass man Aufgrund von zeitlichen Engpässen kürzer treten muss. Das ist völlig in Ordnung. Doch niemand hat es gern wochenlang nichts mehr von seinem Spielpartner zu hören. Vor allem aber erwarte ich die Bereitschaft des Spielers diesen Charakter für einen längeren Zeitraum zu übernehmen und nicht schon nach kurzer Zeit das Handtuch zu werfen.

    Name der gesuchten ID: Joséphine


    Volks-/Religionszugehörigkeit der gesuchten ID: Fränkin, Römisch-katholisches Christentum


    Historisch oder fiktiv: fiktiv


    Verwandtschaftsgrad/Bekanntschaftsgrad:


    Joséphine ist die Haushälterin des Barons. Als solche ist sie die Vorsteherin des Hausgesindes und unmittelbar der Baronin untergeordnet.


    Befristet oder unbefristet: unbefristet


    Konzept der ID:


    Joséphine ist zupackend und resolut. Bei allem ist sie überaus kritisch, dass es nicht gerade einfach ist, ihren hohen Erwartungen gerecht zu werden. Denn für die Herrschaften nur das beste, wie sie stets betont. Und wehe dem, der ernsthaft ihren Unmut erregt. Der arme Tropf hat verloren bis zum Tag des Jüngsten Gerichts.


    Im Haus du Puy gehört sie fast schon zum Inventar. Über lange Zeit war sie die uneingeschränkte Herrin über die Haushaltsführung im Anwesen des Barons. Sie koordinierte die Dienerschaft, behielt die Vorräte im Auge und kümmerte sich auch sonst um all die anderen Dinge, die nötig sind, um einen Haushalt wie den des Barons am Laufen zu halten. So sorgte sie stets dafür, dass alles seinen gewohnten Gang nahm.


    All dies änderte sich, als Romain heiratete und Eleonora die Pflichten einer Hausherrin übernahm. Anfangs war Josephine äußerst kritisch, ob so ein "Junges Ding" den Zahlreichen Aufgaben, die so ein Haushalt mit sich brachte, wirklich gewachsen war. Mitttlerweile hat sie sich mit der neuen Situation arrangiert und steht der neuen Herrin mit Rat und Tat zur Seite, wo sie nur kann.


    Ich biete dem Spieler:


    Ich biete dem Spieler aktives und interessantes Rollenspiel im Gefolge eines der großen Adelshäuser des Königreiches. Mehr zum Haus du Puy findet ihr Bitte melden Sie sich an, um diesen Link zu sehen. .


    Ich verlange vom Spieler:


    Von meinem Gegenüber erwarte ich ernsthaftes und verlässliches Rollenspiel. Natürlich kann es immer schon mal vorkommen, dass man Aufgrund von zeitlichen Engpässen kürzer treten muss. Das ist völlig in Ordnung. Doch niemand hat es gern wochenlang nichts mehr von seinem Spielpartner zu hören. Vor allem aber erwarte ich die Bereitschaft des Spielers diesen Charakter für einen längeren Zeitraum zu übernehmen und nicht schon nach kurzer Zeit das Handtuch zu werfen.