[Geschlossen] Stephan z Medlova

  • 1) Wie lautet Euer Name?


    Stephan z Medlova


    2) Wann wurdet Ihr geboren?
    1095


    3) In welchen Stand wurdet Ihr hineingeboren?


    1. Stand


    4) Welchem Volk gehört Ihr an?


    Böhme, aber hierzulande werde ich wohl unter Lateiner oder Franke fallen.


    5) Welche Religion ist die Eure?


    Römisch-Katholisches Christentum


    6) Wo wohnt Ihr?


    Jerusalem


    7) Habt Ihr Familie in Jerusalem?


    Ja, nur weiß ich das noch nicht


    8) Gibt es irgendwelche Besonderheiten über Euch zu wissen? Was seid Ihr von Beruf?


    Ehemals stolzer und mächtiger Herr von Mödlau in Mähren, nunmehr einfacher Pilger und Kreuzritter auf der Suche nach Erlösung. Ritter bin ich auf jeden Fall noch immer.


    9) Was ist Euer Begehr in
    unserem Königreich?


    Gott um Vergebung für meine Sünden zu bitten. Und zu sehen, ob an diesem Gerücht, von wegen Bolka würde leben und sich in Jerusalem rumtreiben, etwas dran ist. Nicht, dass ich es glaube.


    10) Wer ist Euer Gesicht?


    Jon Finch

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    Seine Gnaden Stephan z Medlova
    Adliger von Jerusalem
    Ritter

  • Trott. Trott. Langsam, mit fast schon grimmiger Entschlossenheit und ohne seinem Reiter Geborgenheit durch einen schonenden Zeltergang zu bieten, trabte das Pferd zwischen meinen Schenkeln vor sich hin. Ich bereute es nicht, es gekauft zu haben, als wir in Akkon angelegt hatten. Einen Namen hatte ich nicht für den Gaul. Wäre zuviel Arbeit gewesen. Ich fühlte mich nicht kreativ. Fühlte mich selten kreativ dieser Tage. Vielleicht wäre ich, wenn Gott es nicht anders gewollt hätte, ein großer Künstler geworden, der mit seiner Kunst… pah, schnitt ich meinen Gedanken in meinem Kopf ab. Nein, ich würde mich anlügen, wenn ich dachte, ich wäre ein großer Kunstgenießer. Und ich hatte zu viel Respekt vor Künstlern, als dass ich mich Sünder unter ihre Reihen zählte.


    Staub wirbelte auf. Ich hob meine behandschuhte Hand und wedelte sie weg. Es dürfte nicht mehr weit sein bis nach Jerusalem. Zumindest hatte man es mir gesagt. Man… wie hieß der Typ? Ich hatte mir nicht die Mühe gemacht, mir diesen Namen zu merken. Irgendwas, was mit A anfing. Fast alles fing in diesen Landen mit A an. Ich nannte ihn insgeheim Vseslav, das war ein ordentlicher, aussprechbarer böhmischer Name. So, wie jeder ordentliche Mensch ihn zu tragen hatte.


    Vseslav der Orientale, ein kleiner brauner Mann in einem weiten braunen Kaftan, führte unsere Karawane an. Mit Karawane meinte ich vor allem eine Horde von blökenden Kamelen – Gott, waren die hässlich – ein paar weitere braune Männchen, und eine kleine Anzahl von Pilgern. Der eine, der hieß Dietrich, war aus Regensburg und pflegte Gott und die Welt mit Schwachsinn vollzuschwafeln. Dummkopf. Der andere war irgendein Französling, Pierre oder so, und da waren noch zwei Italiener und ein… woher zum Henker der auch immer her war. Graubünden hieß das? Was der für einen Schmarren daherplauderte, halb deutsch, halb italienisch, ging auf keine Kuhhaut.


    Und natürlich waren da die Leute, die mit mir mitgekommen waren. Alles kernige Böhmen und Mähren, wie sie sonst nur im Bilderbuch vorkamen. Da waren Gernot und Buschek, Waffenknechte, die mit mir mitgekommen waren, um in den Himmel zu kommen. Und Alfons, ein Kerl aus Prag, eigentlich ein Diener im Palais des Haus Medlova, der sich aber als recht guter Bogenschütze entpuppt hatte und der mich gebeten hat mitzukommen. Freilich fehlte da auch nicht mein Edelknappe. Schon alleine, wenn ich ihn anblickte, verging mir alles. Otto von Prschitz, ein Neffe von jenem elenden Versagertypen Viktor von Prschitz, den meine Schwester sich da einst aufgegabelt hatte. Oberstburggraf von Prag, und nunmehr Futter für die Würme. Ich hatte ihn als Knappen aufgenommen, nicht nur als allerletzten Gefallen für Agnes, sondern auch, weil ich gehofft hatte, er würde meine Erwartungshaltung erfüllen, aber nein, weit gefehlt. Eine wahre Enttäuschung, aus Gründen, welche ich hier nicht einmal aufzählen wollte.


    Und zu guter Letzt gehörte zu der Karawane ich. Stephan z Medlova. Einst Herr von Mödlau in Mähren, nunmehr, da ich Mödlau meinem Bruder Jimram hinterlassen hatte, einfacher Pilger und Kreuzfahrer. Ich hatte viel aufgeben, um in dieser nach Kamel stinkenden Karawane dahinzutrödeln – doch welchen Preis hätte ich dafür im ewigen Leben bezahlt, wenn ich nicht versuchen würde, mich von meinen Sünden reinzuwaschen? Der Bismarckfäller, so hatte man mich genannt in Böhmen, doch Bismarck war nur einer von den vielen Leuten gewesen, die ich abgeschlachtet hatte. Blut klebte an meinen Händen, ich sah es fast lebhaft vor mir, wenn ich mir meine Hände ansah, auch wenn jene in Handschuhe gekleidet waren.


    Geschwitzt habe ich in diesem Land schon genug, um mehrere Morde zu büßen, und dabei war es noch gar nicht einmal Sommer. Das Land hatte nicht die Wälder meiner geliebten Heimat, nicht die saftigen Wiesen und den Schnee… aber ich würde mich damit abfinden müssen. Ich würde hierbleiben, bis ich meine schweren Sünden abgestottert hatte, und ich würde nicht versuchen, mich auf die einfache Art mit dem Kauf einer Ablassschrift freizukaufen. Nein, Gott wollte, dass ich meine Seele auf die harte Tour abwusch, das wusste ich. Und wer mich kannte, wusste, dass die harte Tour für mich etwas Normales war.


    Zibrid stimmte mir da zu. Darin, dass ich meine Sünden am Besten damit büßen konnte, Jerusalem gegen die Heiden zu verteidigen. Er war mein Vetter, und Priester, und wenn er es sagte, musste es doch stimmen, oder? Nicht, dass Zibrid kein Eigeninteresse hatte. Seine Schwester Bolka war spurlos verschwunden, schon vor 9 Jahren, und er hatte irgendwo mal das Gerücht aufgeschnappt, dass sie nun in Jerusalem lebte. Ich bezweifelte das stark. So große Verzweiflung der Gedanken auch in mir auslöste, ich wähnte Bolka tot irgendwo verrotten, meuchlings niedergestreckt von Reitern aus Hals, zusammen mit ihren nutzlosen Edmund, der sie nicht beschützen konnte.


    Grimmig verzog ich mein Gesicht und trieb meinen Gaul an, in die Richtung der Kuppe des Passes, der vor uns lag und den wir anstrebten. Wir galoppierten zur Spitze der Karawane, und erreichten den höchsten Punkt des Passes zur selben Zeit wie Vseslav der Araber, der ganz vorne auf einem Kamel trabte. Und somit kam ich in den Genuss seines gurgelnden Jubels, als sich die Sicht einer Stadt vor mir offenbarte.


    Türme, Mauern, Kuppeln. Welch Stadt. Welche konnte sich an ihr messen? Ich hatte andere große Städte gesehen, Prag, Venedig, Akkon und… na ja, das war es schon. Doch jene Stadt hatte etwas, was selbst andere, selbst größere Städte nicht hatten. Die Aura eines Versprechens – des Versprechens, das die Seele hier heilen konnte. Ich verzog keine Miene, wandte meinen Kopf stattdessen zu Vseslav hin, welcher neben mir noch immer grinste wie ein Idiot. Ich sprach kein Arabisch, kein Armenisch, Aramäisch, oder wie die Sprachen hier alle sonst noch hießen, erhoffte mir aber die Universalität eines einzigen Wortes. “Jerusalem?“ “Jerusalem!“, entgegnete der Karawanenführer, voller Freude seine fauligen Zähne entblößend.


    Wunderbar. Ich schien angekommen zu sein.

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    Seine Gnaden Stephan z Medlova
    Adliger von Jerusalem
    Ritter

  • Zusammenfassung:
    Name: Stephan z Medlova
    Geburtsjahr: 1095
    Stand: 2. Stand
    Volk: Lateiner
    Religion: römisch-katholisches Christentum
    Wohnort: Jerusalem
    Familie: z Medlova
    Zusätze: Ritter
    Avatar: Jon Finch


    Schon wieder ein Böhme! Nur rein mit dir!
    Herzlich Willkommen!


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    Dinge, die vor dem Start ins Rollenspiel noch Beachtung finden sollten:
    - Die Bitte melden Sie sich an, um diesen Link zu sehen.: Damit die Reihenfolge der Handlungen nicht durcheinander gerät und immer klar ist, welches Wissen man zu welchem Zeitpunkt schon haben kann, haben wir diese Timeline angelegt. Neue Threads oder Änderungen eines bestehenden Threads bitte immer Bitte melden Sie sich an, um diesen Link zu sehen. kundtun.
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  • Herzlich Willkommen, Cousin. :)


    Die Familienangelegenheiten regelt nun wieder Stephan als das neue (alte) Oberhaupt!

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    Ihre Gnaden Bolka z Medlova, Herrin von Caymont
    Ehefrau des Edmund von Westernach
    Adlige von Jerusalem

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