Beiträge von Perceval de Chastel Neuf
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Die Familie Chastel Neuf
Lux ex tenebris
‚Ein Licht aus der Dunkelheit‘Stammbaum: (folgt?)
Geschichte:
Die erst seit einer Generation im Heiligen Land ansässige Adelsfamilie der de Chastel Neuf wurde von Remon dem Sohn eines normannischen Kreuzfahrers gegründet. 1191 in Coutances an der Meerenge zum Land der Angeln und Sachsen geboren, kam Remon im Gefolge seines Vaters bereits als sechsjähriger Knabe in die Levante und nahm später als Knappe und Ritter an den Kämpfen teil.
Zum Lohn für die Taten seines Vaters - welcher eigene Ehren und Belehnung wegen einer Kriegswunde nicht mehr erlebte - wurde Remon bereits in jungen Jahren mit der Herrschaft Chastel Neuf im Fürstentum Galiläa belehnt.
Mit der reichen Kriegsbeute seines nicht eben ‚zimperlichen‘ Vaters baute Remon das steile Plateau im Herzen seiner Besitzung zu einer starken Befestigung aus.Remon ist seinem letzten Lehnsherrn, Guillaume de Bures, immer ergeben gewesen und hat fest an dessen Seite gestanden. Dafür und in Anerkennung seiner Durchsetzungskraft war er vom Fürsten zu dessen Konstabler berufen worden.
Nun folgt ihm der junge Perceval in der Herrschaft über das Lehen und die Familie. Der neue Herr wird sich in den Augen Guillaume de Bures beweisen müssen.
Stammsitz der Familie ist die starke Burg Chastel Neuf.
Aktuelle Mitglieder:Perceval, Herr von Chastel Neuf (* März 1111)
Erbe des vor kurzem verstorbenen Familienoberhaupts und Begründers des Geschlechts Remon de Chastel Neuf (* 1091 - + 1133)
Remon hat nicht nur Perceval als seinen Erben sondern auch noch dessen jüngeren Bruder Pépin (*1113) und die Witwe Magdalène (* 1095) hinterlassen.Perceval wurde als der älteste Sohn seines Vaters und dessen Erbe in Bezug auf dessen Titel und Besitz. Er ist ein im Alltagsleben eher ruhiger und introvertierter Mann der eher in Zeiten kämpferischer Auseinandersetzungen und besonders bei der Jagd ‚aus sich herausgeht‘ und Lebensfreude entwickelt.
Die Verwaltung der Ländereien, die Führung der Bücher und den Kontakt zu den Bauern seines Lehens überlässt der neue Herr weitgehend seinem jüngeren Bruder und der Mutter.Perceval ist bemüht in die ‚großen Fußstapfen‘ seines Vaters zu treten der bis zu seinem Tod einer der führenden Vasallen des Fürsten von Tiberias und auch dessen Konstabler gewesen ist.
Den jungen Mann verbindet eine persönliche Freundschaft mit Bernard de Safet, dem Herrn von Safet, bei dessen ebenfalls verstorbenen Vater er einst in Ausbildung war.
Die Feindseligkeit gegenüber den weiteren Nachbarn aus dem Hause Toron hat dagegen eher ‚traditionelle Gründe‘.
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Einstiegsmöglichkeiten:
Pépin de Chastel Neuf, * 1113, jüngerer Bruder Percevals und Verwalter der Herrschaft
Magdalène de Chastel Neuf, * 1095 Mutter Percevals und Witwe des kürzlich verstorbenen Remon
Eventuelle Halb-Geschwister und gegebenenfalls eine zukünftige Ehefrau für Perceval
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1) Wie lautet Euer Name?
-> Perceval de Chastel Neuf
2) Wann wurdet Ihr geboren?
-> Im Jahre des Herrn 1111 in der Herrschaft Chastel Neuf, an einem noch kühlen Tag im März
3a/b) In welchen Stand wurdet Ihr hineingeboren/lebt ihr?
-> 2. Stand
4) Welchem Volk gehört Ihr an?
-> Lateiner
5) Welche Religion ist die Eure?
-> römisch-katholisches Christentum
6) Wo wohnt Ihr?
-> In der Burg Chastel Neuf
7) Habt Ihr Familie in Jerusalem?
-> Nein, meine Mutter und mein Bruder leben in unserer Herrschaft in Galiläa, mein Vater ist vor kurzem an einer Kampfwunde verstorben
Gibt es irgendwelche Besonderheiten über Euch zu wissen? Was seid Ihr von Beruf?-> Ich werde versuchen in den großen Spuren meines Vaters als Herr von Chastel Neuf zu wandern und mich dort zu bewähren. Ich führe die Krieger der Herrschaft und verwalte deren Ländereien - zusammen mit meinem Bruder Pépin und meiner Mutter Magdalène.
9) Was ist Euer Begehr in unserem Königreich?
-> Unseren Lehensherrn, den Fürsten von Tiberias, bei seinem Trachten in jedweder Form zu unterstützen und so unseren Einfluß, unsere Macht und unsere Herrschaft zu erweitern.
10) Wer ist Euer Gesicht?
-> Michael Praed
Probepost:
Es war ein schwerer Gang gewesen - aber es war endlich auch der letzte! - Diesen letzten Gang hatte er dem Mann noch geschuldet ...
Remon de Chastel Neuf war gestorben wie er sicher nie hatte sterben wollen. Als gescheiterter Mann, jämmerlich eingegangen an einer schwärenden Wunde - weil ein offener Bruch aus den Kämpfen gegen irgendeine zweitrangige Räuberbande im Feld nicht ordentlich versorgt worden war.
Nein, jämmerlich war sein Vater nicht gegangen! Endlich fand er die Milde den Mann wieder so zu nennen - auch für sich selbst - 'Vater'. Seit Jahren hatte er ihn nur wenn notwendig so angesprochen, und es nicht mehr gemeint.
Doch jetzt war der Herr von Chastel Neuf gegangen, aufrecht - zumindest aufrecht sitzend, gestützt von etlichen Kissen im Bett - und hart, hart zu sich selbst - so wie er es auch der Familie und seinem Gefolge gegenüber gewesen war, besonders seinem Erben gegenüber ...
'Hart aber gerecht' ließ man immer wieder hören, doch Gerechtigkeit hatte Perceval selten erkennen können in den Worten und Entscheidungen seines Vaters für ihn und über ihn.
Nun war Remon de Chastel Neuf also endlich tot und von den Tagen des Leidens erlöst welche seine Haltung gefährdet hatte und das Ansehen seiner Person welches ihm stets so wichtig gewesen war.
Die Mitglieder seiner Familie hatten sich um sein Lager versammelt, er hatte sie rufen lassen und auch der Kaplan der Burg war an das Sterbebett beordert worden.
Einiges an Wein aber wie stets und auch in seiner letzten Stunde nicht zuviel hatten der Stimme des Burgherren ein letztes Mal Kraft und Autorität gegeben als er sein Erbe geregelt und seinen letzten Willen geäußert hatte.
Perceval hatte nahe dem Bettpfosten knien müssen damit Remon de Chastel Neuf seinem älteren Sohn die Ritterwürde verleihen konnte - mit dem Schwert welches Perceval künftig führen sollte. Für die Familie, für die
Herrschaft und für den Mann dem sein Vater die Treue gelobt hatte.Einen Moment war der Erbe Remons fast von Panik übermannt worden und aufgesprungen als der Sterbende mit dem blanken Schwert seine Schultern nahe, so nahe! des Halses berührte. Was wenn er doch noch Pépin ...
aber dieser absurde Gedanke - allein der 'harten Schule' geschuldet durch die sein Vater ihn hatte zu einem aufrechten, furchtlosen und ebenso harten Mann machen wollen - war zu Percevals Glück rasch vergangen wie der Flügelschlag einer Motte.Als er sich erhob war er nun also Ritter, von dem Mann in diesen Stand erhoben den er nicht mehr wirklich hatte 'Vater' nennen können.
Remon hatte dann alle Zeugen und auch seine Frau und den jüngeren Sohn nach draußen geschickt, um die letzten Worte allein mit Perceval zu teilen. 'Stolz', 'Mut', 'Unnachgiebigkeit', 'Ehre' und auch 'Härte' - zu allererst gegen sich selbst- das waren Dinge, über die der Sterbende noch meinte sprechen zu müssen. 'Vergebung' kam darin nicht vor - das blieb Perceval de Chastel Neuf vorbehalten.
Später ...