Warum sollen denn Schenken keine Gästezimmer haben? Unten der Schankraum mit Küche im Hinterzimmer und vom Schankraum aus führt ne Treppe nach oben zu den Zimmern. Kann man dann gerne auch Herberge nennen.
Beiträge von Connor O'Neill
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Ja, das mag wohl sein. Kommt halt auf die Auslegung/Rechtsschule, Tradition, Volk bzw Kultur und weiteres an, wie jetzt was ist. Es gibt ja was weiß ich wie viele Strömungen innerhalb des Islam. Genauso banal währe es zu sagen, dass im Christentum generell keine Frauen Geistliche werden können oder so.
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Ich bin mir gerade nicht sicher und hoffe, jemand ist besser informiert als ich, aber was war eigentlich die dominante muslimische Strömung in Jerusalem?
Da das Heilige Land vor Eroberung durch die Kreuzfahrer den Fatimiden gehörte, die ja bekanntlich Shiiten bzw Ismailiten waren, wäre die Shia ja logisch, aber die Religion der Herrscher muss ja nicht die des Volkes gewesen sein. Weiß da jemand was drüber?
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Ich glaub ich habe mich da falsch ausgedrückt, was die Mädchen angeht. Bei Kindern ist Kopftuch oder so meines Wissens nach eher unüblich, sobald dann das, was zur Spielzeit als Frau-sein definiert wird, eintritt, also mit Anfang der Pubertät mit 11, 12, 13, oder so, ab dann dürfte Kopftuch schon dazu gehören.
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Wo ich gerade lese, das Fatima von ihrer Tochter fordert, sich zu verschleiern, dachte ich, ich spreche die Sache mit der Verschleierung, Kopftuch und wie wir damit umgehen etc. hier mal. Ich zähle mal die verschiedenen Kleidungsstücke auf, und sag was dazu.
Hijab: der Hijab (arab. Vorhang) ist so etwas wie der Prototyp des islamischen Frauen-Kleidungsstücks, das es auch in verschiedenen Variationen bzw Auslegungen gibt. Einerseits kann man es Gewand verstehen, dass alles außer Gesicht und Händen bedeckt. Andererseits kann auch einfach ein Kopftuch gemeint sein, die Verbreitung in unserer Zeit an unseren Ort dürfte für beide Varianten recht groß sein. Anzumerken ist, dass es für den Hijab keine wirklich passende Koranstelle gibt, allerdings zB auch in Europa verheiratete Frauen fast immer mit Kopfbedeckung rumliefen, "unter der Haube sein" kommt nicht von ungefähr. Hier könnte sich, falls von irgendwem gewollt, ein Kopftuchstreit oder sowas entfesseln (also zwischen zwei Leuten), da die Textstelle die als Grundlage für das zwanghafte Tragen des Hijab dient eigentlich nur aussagt, dass Männer, die Gattinen Mohammeds um etwas bitten, dies doch gefälligst durch einen Vorhang (Hijab) tun sollen. Dabei ist tatsächlich von einem Vorhang oder einer Trennwand die Rede, keineswegs von einem Kleidungsstück, das Wort wird an anderen Stellen im Koran auch nicht in Zusammenhang mit Kleidung gebraucht.
Tschador: der Tschador ist ein relativ modernes Gewand, das, wie die eine Variante des Hijab, alles außer Gesicht und Händen bedeckt lässt und über der normalen Kleidung getragen wird. Der Tschador stammt aus dem persischen Raum und dürfte in Jerusalem eigentlich nicht vorkommen.
Niqab: der Niqab ist ein Gesichtsschleier, der die obere Gesichtshälfte und teilweise auch nur die Augen frei lässt. Seine Hauptaufgabe ist das Abhalten von Sand und Sonne. Vorallem kommt er auf der arabischen Halbinsel und in Nordafrika vor, eben dort wo es wirklich Wüste gibt. Im Heiligen Land ist es zwar ziemlich trocken, aber nicht so sehr, dass das Tragen eines Niqab notwendig wäre. Seinen Charakter als religiöses Kleidungsstück erhielt der Niqab erst im späten 19. Jahrhundert, wie der Çarşaf.
Çarşaf: Der Çarşaf ist soetwas wie ein Tschador mit einem Gesichtschleier (Niqab), der nur die Augen freilässt. Er ist ein osmanisches Kleidungsstück und wurde erst Ende des 19. Jahrhunderts eingeführt, kommt bei uns also definitiv nicht vor.
Burka: die Burka ist ein Ganzkörperschleier, der auch das komplette Gesicht verschleiert. Sie kommt nur in Afghanistan, Pakistn und Indien vor und dürfte bei uns in Jerusalem unbekannt sein.
So, hier also meine kleine Kostümkunde der islamischen Kleidungsstücke für Frauen. Abschließen kann man wohl sagen, dass das Tragen eines Kopftuches (Hijab) wohl der Standard sein dürfte, eher aber für verheiratete Frauen. Unverheiratete Mädchen trugen ihr Haar normalerweise offen, damit man was von ihr sah und man sie verheiraten konnte, ganz ähnlich wie im europäisch-christlichen Mittelalter. Gesichtsschleier dürfte es bei uns eigentlich kaum geben, und wenn dann als Gebrauchsgegenstand gegen Sonne und Sand, nicht als religiöses Kleidungsstück. Man wird wegen nicht-Tragens eines Schleiers auf jedenfall nicht auf offener Straße gesteinigt oder so, lediglich "konservative" Elemente der islamischen Gelehrten könnten dies wohl überhaupt fordern.
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Auf die Gefahr einen Rüffel erteilt zu bekommen, weil ich mich in einen Anmelde-Thread eingemischt habe: Würde Söldner hier nicht eh besser passen?
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Achja, bevor ich es vergesse. Connor ist seit seinem 21. Lebensjahr, also seit 1108 "natürlich" auch zum Priester geweiht. Das sollte ich noch erwähnen, ist für einen Geistlichen ja recht wichtig.
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Name: Connor O'Neill
Geburtsjahr: 1087
Herkunft: Antrim, Irland
Religion: Christentum (Keltische Kirche)
Stand: Mönch
Historische ID: Nein
Kurzer Hintergrund:
Connor wurde 1087 in Antrim als Sohn seines Vaters Padraic aus dem Clan O'Neill geboren, war also ursprünglich so etwas wie ein Adliger. Schon früh wurde er der Obhut eines Klosters übergeben. Ab 1100 war er Novize, ab 1104 vollwertiger Ordensbruder. 1118 hatte er sich nach Jahren des Dienstes, zum Prior, also zum Stellvertreter des Abtes hochgearbeitet. 1125 entschied er sich, sein Amt niederzulegen, eine Pilgerreise nach Jerusalem zu machen und sich ins sogennante Rote Martyrium zu begeben, eine der Keltischen Kirche eigene Tradition, bei der der Wandermönch bewusst einen Ort aufsucht, wo kriegerische Heiden hausen. 1129 kam er schließlich in Antiochia an und reiste seitdem zu Fuß Jerusalem, wo er nun angekommen ist.
Titel: ähh...Mönch