In der von uns bespielten Region war Sklaverei ja durchaus nicht ungewöhnliches und in vielen vornehemen Haushalten wird es Sklaven gegeben haben, welche ihre Herren auf ganz legalem Wege auf dem Sklavenmarkt erworben haben. Ich entsinne mich auch gelesen haben, dass es den Muslimen nach ihrem eigenen Recht nur gestattet war Nichtmuslime zu versklaven, wobei die sklaven durchaus das Recht hatten zum Islam zu konvertieren, was aber nichts an ihrem Sklavenstatus änderte. Ich habe mir gerade die Frage gestellt, was in Jerusalem die offizielle Position zur Sklavenhaltung gewesen ist. Eigentlich muss es der christlichen Oberschicht doch ein Dorn im Auge gewesen sein, Glaubensbrüder versklavt zu sehen. Andererseits gab es sicher auch genügend Christen, die an diesem Geschäft mit verdient haben und denen ihr persönlicher Profit wichtiger war als moralische Einwände. Ich hoffe, es kann hier jemand Licht ins Dunkel bringen.
Sklaverei in Jerusalem
-
-
Aus Norddeutscland wurden während der Christianisierung viele Nichtchristen versklavt und in alle Herren Länder gebracht. Der Sklavenhandel soll für Sachsen gar einst Einnahmequele Nummer eins gewesen sein. Mit der erfolgten Christianisierung gab es dann immer weniger Sklaven, die dann weiter aus dem Osten herbeigeschafft wurden. Es gab außerdem Berichte, dass die italienischen Stadtstaaten, für die der Sklavenhandel sehr lukrativ war und diesen richtig vorantrieben, gar an griechischen Inseln anlegten und die heimische orthodoxe Bevölkerung einfach als Sklaven entführten. Außerdem meine ich gelesen zu haben, dass Kinder aus Deutschland, die nach Rom oder Jerusalem pilgern wollten, in den italienischen Küstenstädte gefangen und als Sklaven in ferne Länder verkauft wurden.
Der Sklavenhandel in der Levante wiederum wurde zunehmenst durch Venedig und Genua dominiert. Aus Europa kamen kaum noch Sklaven, da wie angesprochen die meisten nun Christen waren. Genua konnte mit den neuen Besitzungen im Schwarzen Meer, speziell auf der Krim, neue Bezugsquellen für Sklaven erschließen, die ins KJ und nach Alexandria/Kairo verschifft wurden.
Unterm Strich würde ich also sagen, sozial eingebettete Christen wurden nicht versklavt. Mittellose fremde Christen (siehe die Kinderpilger) wurden es dann wohl doch mal und in muslimische Länder als Sklaven verkauft. Gefangene Muslime im christlichen Land mussten wohl genauso fürchten, als Sklaven zu enden.
Jetzt mitmachen!
Sie haben noch kein Benutzerkonto auf unserer Seite? Registrieren Sie sich kostenlos und nehmen Sie an unserer Community teil!