Ich möchte einmal eine Frage in die Runde stellen, die sich vor allem an die Historiker unter uns richtet, bei der aber natürlich auch jeder andere seine Meinung sagen kann. Ich suche mir im Internet nur langsam einen Wolf. ![]()
Aus dem Frühmittelalter sind zahlreiche Namen von Schwertern überliefert: Durendal und Joyeuse aus dem Rolandslied um nur mal zwei zu nennen. Natürlich kennt auch jeder Excalibur und dann gibt es noch das Schwert Siegfrieds. Natürlich sind das alles Schwerter von bekannten Helden, welche im Hochmittelalter dann ja geradezu verehrt wurden. Den Schwertern wurden zum Teil magische Fähigkeiten zugesprochen und man hat um die Herstellung eines Schwertes haufenweise Hokuspokus betrieben. Soweit ich weiß war es im Frühmittelalter so, dass richtig gute Schwerter sehr aufwändig herzustellen waren und auch nicht jeder Herstellungsprozess zu einem gleich guten Ergebnis geführt hat. Weil das Ausgangsmaterial eben sehr unterschiedliche Qualität hatte und der Schmied dies aber mit den damaligen Mitteln nicht unbedingt erkennen konnte. Daher war man froh, wenn man ein richtig gutes Schwert erschaffen hatte und jenes ging dann auch eher an einen König, als an einen einfachen Krieger.
Im Hochmittelalter hatte man bessere Öfen, die das Eisen auf höhere Temperaturen erhitzen konnten. Daher war das Schmieden guter Schwerter einfacher und ein richtig gutes Schwert war nichts so extrem besonderes mehr. Dennoch frage ich mich, warum die Ritter in einer Zeit, in der sie eigentlich alle Roland oder Karl den Großen als Vorbild hatten, ihren Schwertern keine Namen gegeben haben? Es ist ja nichts überliefert, zumindest finde ich nichts. Nicht einmal über Könige wie Richard Löwenherz... Oder hatte ich bei meiner Suche einfach nur Pech? ![]()