Damals...
- Geburtsjahr
- 1113
- Geburtsort
- Monaghan (Irland)
- Namenstag
- 16. September
- Volk
- Lateiner
... Heute
- Stand
- 3. Stand
- Glauben
- Christlich (katholisch)
- Altersgruppe
- Adultus (ab Mündigkeit bis 35)
Familie
- Vater
- Hoyt O'Duff (Bedeutung: Hoyt Enkel/Nachfahre des Duff) - Handelsmann und Fischer
- Mutter
- Sorcha Bean O'Duff geborene Ni'Brian (Bedeutung: Sorcha Frau des Enkels des Duff geborene Nachfahrin des Brian) - Hausfrau - Mutter - Geschickt in Näh- und Stickarbeiten
- Status
- ledig
- Kinder
- keine
- Geschwister
- Fiona Ni'Duff (11 Jahre) - versprochen an Cian McCostello
Larkin O'Duff (15 Jahre) - Schreinerlehrling
Glenna Ni'Duff (18 Jahre) - verheiratet mit Connor O'Reagan (Sohn: Darragh O'Reagan, bereits wieder schwanger)
Aussehen
- Größe
- klein
- Körperbau
- schlank
- Erscheinungsbild
- elegant
- Haarfarbe
- blond
- Augenfarbe
- grün
- Auffälligkeiten
- auffällige Augenfarbe
- Aussehen
- Coira ist eine kleine, zierliche Frau, wovon man sich aber nicht täuschen lassen sollte. Ebenso drahtig wie ihr Charakter, ist auch ihr Körper. Sie kann Männer halten, wenn sie Pfeile aus dessen Körper zieht und ihre Finger zittern nicht, wenn sie einen Patienten näht. Aber Beginnen wir von unten. Coira hat ihrer Körpergröße entsprechend kleine Füße, sowie schlanke Beine, die zwar ausdauernd aber nicht besonders schnell tragen können. Ihre Oberschenkel sind ganz die einer Frau etwas kurviger und gehen in ein (für sie) doch recht breites Becken über. Die Taille ist sehr ausgeprägt und betonen ihre zarte Erscheinung. Ihr Busen ist nicht besonders üppig, aber übersehen kann man(n) ihn auch nicht. Sie hat schmale Schultern, ein ausgeprägtes Schlüsselbein und dünne, drahtige Arme. An den rauen, meist mit Erde beschmierten Händen hat sie sehr lange und filigrane Finger. Ein langer, schlanker Hals führt zu ihrem ausgeprägten Kinn. Ihre Nase ist klein und knollenartig, ihre Wangen sind rosig und haben wenige, aber stark ausgeprägte Sommersprossen. Coira hat große, leicht schräg stehende Augen, die wach und klar wirken. Aber zumeist blicken sie nur verächtlich drein. Coira hat dunkelblonde Haare die hier und da etwas heller und dunkler sind, fast braun wirken. Offen fallen sie ihr bis zur Mitte des Rückens, aber meistens trägt sie sie zu einem Zopf geflochten über der Schulter.
Lebenslauf
- Lebenslauf
- Sommer 1113
Coira kam in einer heißen Sommernacht zur Welt
Die Geburt machte ihrer Mutter Sorcha stark zu schaffen, da es ihre erste war
Frühjahr 1115
Coiras Schwester Glenna erblickte das Licht der Welt
Sommer 1118
Larkin, der erste Sohn der O'Duffs kam zur Welt
Coira ist mittlerweile 5 Jahre alt. Sie ist gut zu ihrer Schwester Glenna, auch wenn sich die beiden Mädchen von Grund auf unterscheiden.
Während Glenna sich mit der einfachen Begründung abgibt, dass es so ist wie es ist, will Coira wissen warum es so ist und ob man es nicht ändern kann.
Glenna ist Folgsam und brav und weitaus nicht so anstrengend, wie Coira es in diesem Alter war.
Bereits in diesem Alter zeigte Coira mehr Interesse an Ungewöhnlichen und suchte oft die Dorfälteste auf, um von ihr zu lernen (Kräuterkunde)
Herbst 1120
Coira ist sieben Jahre alt und geht offiziell mehr oder weniger von den Eltern gestattet bei der Dorfältesten in die Lehre.
Glenna ist hilfsbereit und übernimmt viele Aufgaben im Haushalt freiwillig. Sie ist der ganze Stolz der Familie während Coira mit ihren seltsamen Ambitionen belächelt wird.
Larkin ist ein verwöhnter Lausebängel, der für Untaten wesentlich schwächer bestraft wird als die Mädchen. Glenna kümmert sich liebevoll um ihren kleinen Bruder und trägt zur Verwöhnung bei.
Winter 1122
Die wohl schwerste Geburt von Sorcha. In einem schrecklichen Schneesturm bringt sie ihre Tochter Fiona zur Welt.
Die neunjährige Coira half der Dorfältesten, die ihr gesamtes Wissen einsetzen um beiden das Leben zu retten.
Die Dorfälteste offenbarte Sorcha eine Tinktur die sie nehmen und ihrer Fruchtbarkeit berauben soll. So würde sie alt werden und ihren Kindern und Enkelkindern eine Stütze sein. Sie könnte weiterhin das Bett mit ihren Mann teilen ohne Leid davon zu tragen.
Die Dorfälteste sagte voraus, dass Sorcha keine weitere Geburt überleben würde. Sorcha schickte sie fort und bezeichnete die Dorfälteste als Hexe die mit ihrem Handwerk fern von ihrem Haus bleiben sollte (ungeachtet der Tatsache, dass die Dorfälteste ihr Leben rettete)
Sie verbat Coira zu ihr zu gehen, aber ganz nach Coiras Temperament, war dieses Verbot nicht von langer Dauer.
Das Jahr 1124
Coira bekommt bemerkt die ersten Werben und ihr Vater unterhält sich auffällig oft mit den Vätern von Jungen in ihrem Alter.
Sie lernt viel und gern bei der Dorfältesten und übernimmt Hilfsarbeiten bei Kranken und Verletzten.
Coira kennt bereits viele Kräuter und ihre Eigenschaften, verwechselt aber untereinander noch einiges.
Ihre Pflichten im Haushalt kommt sie nicht nach, was Sorcha ärgert. Glenna hingegen ist die perfekte Hausfrau und redet gern unfein von ihrer älteren Schwester.
Larkin zeigt mit seinen sechs Jahren geschickte Hände im Bereich des Handwerks, er ist ganz stolz dass er seinen Vater bei einigen Aufgaben helfen kann und wird auch nicht müde, dies zu betonen.
Fiona ist mit ihren zwei Jahren viel kleiner und zarter als ihre Geschwister in dem Alter. Coira verabreicht ihr häufig stärkende Tränke, da Fiona zu vielen Krankheiten neigt.
1127
Das schwerste Jahr für die vierzehnjährige Coira, die Dorfälteste starb und somit hatte sie keinen Lehrmeister mehr. Auch ihre Aufgaben im Haushalt steigern sich nun, da sie keinen Ort mehr hat, an den sie flüchten kann.
Die jungen Männer in ihrem Dorf nahe Monaghan beginnen sich für Coira zu interessieren. Ihr Körper wird langsam der einer Frau. Außerdem war sie bei weitem nicht hässlich mit ihrem Honigfarbenen Haar und ihren grünen, klug schauenden Augen. Dennoch hatte Coira meist nur einen verächtlichen Spruch auf den Lippen, während sie sich gern in den naheliegenden Wald stahl um Kräuter zu sammeln und zu erforschen. Im Garten hinter ihrem Haus zog sie sich ihre eigenen Kräuter.
Nun nach dem Tod der Dorfältesten wurde Coira öfters um Rat gefragt und sie fühlte sich toll, anderen Menschen helfen zu können.
Glenna war nun zwölf und weitaus interessierter an den jungen Knaben, beim Abendessen sprach sie offen mit ihren Eltern, welcher wohl in wenigen Jahren ein guter Mann für sie wäre. Sie sagt es zwar nicht, aber sie neidet Coira um ihr schönes Haar. Auch wenn sie die gleichen Augen haben, so ist ihr Haar dunkel und fad, während Coiras so schön glänzte.
Larkin war nun neun Jahre und spielte sich auf wie der Herr im Haus. Er lobte Glenna für ihr Voraussehen bei der Wahl eines Ehemannes, während er über Coira schon sprach, als würde sie gern als alte Jungfer sterben.
Fiona ist über die Jahre kräftige geworden, sie ist lieb und freundlich wie Glenna, aber auch schlauer und interessiert an den Dingen, die Coira kann. Fiona ist ein liebenswürdiger Sonnenschein und sieht in allem das Gute, sorgt in jeder schweren Stunde für einen sonnigen, unbeschwerten Moment.
1129
Coira ist nun ganz offensichtlich zum Außenseiter geworden. Die Mädchen in ihrem Alter sind bereits verheiratet oder zumindest verlobt. Sie lässt sich davon nicht beirren und zieht weiter ihre Kräuter, kuriert einige Kranke.
Ihre Aufgaben im Haushalt erledigt sie stumm aber stetig, um nicht noch mehr Missmut von ihren Eltern auf sich zu ziehen.
Glenna wurde nun verlobt, im nächsten Sommer soll sie Connor O´Reagan heiraten, diese Nachricht gibt sie nur ungefähr hundert mal am Tag bekannt und stichelt Coira, warum ihre ältere Schwester immer noch einsam ist, ob diese vielleicht zu hässlich für die Männerwelt wäre.
Larkin ist mit 11 Jahren bereits ein kräftiger Bursche und arbeitet gern bei seinem Vater um sich wichtig zu tun. Während er Glenna ebenso häufig am Tag zur Verlobung gratuliert, wie diese die Nachricht verkündet, spricht er nicht mehr mit Coira, seit er sagte, dass sie eine Schande für die Familie wäre.
Fiona ist immer noch die Liebste in der Familie und Coiras einzige Freundin. Sie gibt zwar ihre Bedenken bekannt, aber auf ganz andere Art und Weise als der Rest ihrer Familie. Coira traut sich ihr als Einzige vollständig an.
1130
Sorcha verlor ein Kind und war für lange Zeit schrecklich krank. Coira umsorgte sie und rat immer wieder zu der Tinktur, die auch die Dorfälteste ihrer Zeit zu empfehlen pflegte.
Glenna heiratete ihren Connor und Coira war unendlich erleichtert, als diese nun endlich das Haus verlassen hatte.
Fiona sorgte sich schrecklich um ihre Mutter und wurde sehr trübselig.
Ende des Jahres war Sorcha gesund, auch wenn sie mit Coira bezüglich der Tinktur furchtbar zankte.
Die Schlimmste Nachricht des Jahres war, dass Glenna bereits ein Kind erwartete. Der Druck auf Coira baute sich auf und Larkin wurde ihr gegenüber unerträglich.
1131
Im Frühjahr floh Coira nach einem schrecklichen Streit mit ihren Eltern.
Ihr war bewusst, dass sie so nicht weiterleben konnte und dass auch ihr Haus mit Scherzen und Beleidigungen aufgrund ihres Verhaltens belastet wurden.
Fiona erwischte sie bei ihrer Flucht, versprach ihr aber, sie nicht zu verraten. Coira verabschiedete sich, stahl Mór aus dem Stall und Dílis aus der Stube und ritt in den Dunklen Wald.
1133
Coira erreicht Jerusalem nach zwei Jahren Reisens quer durch die Welt.
Fähigkeiten & Eigenschaften
- Primäre Attribute
- Rebell (<i>Der Charakter fügt sich nicht in das für ihn vorgesehene gesellschaftliche Muster und bricht aus diesem Muster aus - der eine heimlich, der andere öffentlich.</i>)
- Charaktereigenschaften
- arrogant
dominant
ehrgeizig
extrovertiert
fantasievoll
impulsiv
intelligent
neugierig
ordentlich
pflichtbewusst
reizbar
stur
tapfer
tierlieb
wissbegierig
Eigenschaften2
- Vorteile / Stärken
- Affinität (<i>Tiere</i>)
Ausdauernd
Durchsetzungsvermögen
Gutes Gedächtnis
Konzentration
Ruhige Hände
Scharfe Augen
Unabhängigkeit
- Nachteile / Schwächen
- Hemmungen
Minderwertigkeitskomplexe
Phobiker (<i>Höhe</i>)
Starrkopf
Unbelehrbar
- Ergänzungen
- Coira hat keinen eigenen Mann, keine eigene Familie aus einem sehr, sehr wichtigen Grund.
Sie eignet sich nicht dafür.
Coira hat ihren eigenen Kopf und ein freches Mundwerk. Einem Mann würde sie niemals unterwürfig oder gar devot entgegen treten.
Sie will selbst die Welt erforschen und ihre eigenen Fehler machen (die sie niemals zugeben würde) und lernt meistens aus ihrer Erfahrung.
Auch wenn hundert Leute ihr sagen "Tu es nicht", tut sie es.
Coira ist sehr neugierig, wissbergierig und hat sich aus diesem Grund der Kräuterkunde zugewendet.
So geht Coira ihren eigenen Weg und spezialisiert sich ganz und gar auf Kräuterkunde und Heilkunst.
Da in ihrer Geburtsheimat Monaghan einige Stimmen gegen sie und ihrer Familie lauter wurden, brach Coira eines Nachts mit dem alten Wallach Mór und dem Irischen Wolfshund Dílis auf. Sie zog immer weiter, quer durch das Land von Dorf zu Dorf. Sie blieb, wo sie länger bleiben wollte, ging, wo sie hingehen wollte. Verabreichte Tinkturen und versorgte Wunden gegen ein Stück Brot und Käse.
So kam sie nach Jerusalem.
Eigenschaften3
- Beherrschte Sprache
- französisch
gälisch
- Fähigkeiten
- dressieren (<i>Hunde</i>)
erzählen
heilkundig
jagen (<i>Bogen</i>)
kräuterkundig
Besitz
- Grundbesitz
- -
- Besonderer Besitz
- Eine angelaufene Messingwaage sowie ein gebrauchter Stößel mit Mörser.
Diverse Fläschchen mit Tinkturen und Beutel mit getrockneten Kräutern.
- Tiere
- Ein (gestohlenen) alten Wallach ihres Vaters - Mór der Starke. Ein Irish Draught Horse.
Ein (gestohlenen) Rüden ihres Vaters - Dílis der Treue. Ein Irischer Wolfshund.
Aus dem Leben...
- Familie
- Coira liebt ihre Familie und sie ist sich sicher, dass auch sie geliebt wird. Aber dennoch kann sie nicht verhindern wer sie ist. Sie ist nicht unterwürfig, sie will keinen Mann, kein Kind im Leib und einen Topf über dem Feuer. Sie will selbst lernen, selbst sehen. Deswegen ist sie fortgegangen. Zum einen, weil sie sich kaum mehr herausreden konnte, zum anderen, um ihre Familie zu beschützen. Ihr Vater war immer der Gutherzige, aber auch er war am Ende seiner Geduld angelangt, als Coira jeden Werben abgewiesen hat.
Ihre Mutter war etwas strenger und zog Coira schnell im Haushalt und bei den jüngeren Geschwistern mit ins Geschehen.
Zu ihren Schwestern hat Coira ein sehr gutes Verhältnis gehabt, sie war immer die Äteste mit den tollen Geschichten und diejenige, die bei Zahnweh helfen konnte.
Das Verhältnis zu Larkin war angespannt, da Coira der Meinung war, dass er im Vergleich zu den Mädchen bevorzugt und verwöhnt wurde. Sie sah es nicht ein, ihm eine Sonderbehandlung zukommen zu lassen, nur weil er eines Tages ein Mann werden würde. Dennoch liebte sie natürlich ihren kleinen Bruder, auch wenn dieser sie mit den Jahren immer mehr wie eine Bedienstete behandelte und ebenso den Ratschlag zur Heirat erteilte wie ihre Eltern.
- Vertraute
- Die einzigen Freunde, die Coira hat, sind vierbeinig. Schon immer mochte sie es auf Mór auszureiten und Dílis dabei an ihrer Seite zu wissen. Mit Männern ihren Alters kam sie nie sonderlich in Kontakt und die Frauen waren ihr immer zu albern und dümmlich gewesen.
Wenn sie mal Freunde hatte, entfernten diese sich spätestens nach der Hochzeit oder der Schwangerschaft von ihr. Sie wurde nur noch aufgesucht, wenn bestimmte Beschwerden nicht von Dannen gingen.
Unter Gleichaltrigen war Coira ein Außenseiter, eben weil sie weder Mann noch Kind hat und auch keinerlei Ambitionen zeigte, dies zu ändern. Sie musste sich üble Scherze und einen schlechten Ruf annehmen, nur um so zu sein, wie sie sein will.
Geschichte
- Geschichte
- 1131
"Der kleine Ciaran ist jetzt schon ein stattlicher Bursche", träumt Sorcha beim Abendessen. Innerlich verdreht Coira ihre Augen. Ciaran ist gerade mal etwas über ein Jahr und sabbert mehr als die Schweine im Stall und dennoch wird er gepriesen, als wäre er das größte Glück der Welt. Seit Glenna diesen Kleinen zur Welt gebracht hat, gibt es kein anderes Thema am Tisch. Ihr erstes Kind - und gleich ein Junge! Welch Glück! Coira schmollte. Kaum einer weiß wie schrecklich die Geburt war. Wie auch? Immerhin war Coira fast die ganzen Stunden bei ihr und für jeden Schmerz, für jede Stunde die hinzukam, wurde sie von Glenna verantwortlich gemacht.
DU bist doch Heilerin!
DU verstehst doch was von Kräutern.
Warum tust DU nichts, damit es mir besser geht?
Es war ein Alptraum. Und dennoch blieb Coira die ganze Nacht bei ihrer Schwester, versorgte sie und half Ciaran zur Welt zu bringen. Kaum war er da wurde Coira mehr oder weniger aus dem Haus gedrängt - SIE hat ja kaum etwas zur Geburt beigetragen oder? Coira schnaubte. Und der ach so Gute Connor hat sich verkrümelt anstatt dem Geschrei seiner Frau zuzuhören und ihr eine Stütze zu sein.
"Glenna kann stolz sein, einen gesunden Sohn bekommen zu haben. Er wird ein guter Junge", sprach Larkin weise. Coira knurrte. Er mit seinen kümmerlichen dreizehn Jahren führte sich auf, als würde er alles von der Welt verstehen.
Sie aßen weiter, ohne zu reden.
"Ich würde dich morgen gern mit auf das Schiff nehmen, Larkin", sprach Coiras Vater Hoyt. Larkin erstrahlte: "Gern, Vater"
Ja Vater, äffte Coira ihren Bruder in Gedanken nach. Stiefellecker.
"Dann solltest du jetzt zu Bett gehen um Morgen Kraft zu haben", sprach er weiter.
Larkin verzog schmollend das Gesicht und Coira feixte innerlich.
"So spät ist es doch noch gar nicht"
"Wer auf das Schiff will, muss schlafen", sprach Hoyt entschlossen und Larkin verabschiedete sich grummelnd.
Fiona schläft schon länger, sie ist mal wieder etwas kränklich und muss sich schonen.
Coira half ihrer Mutter den Tisch abzuräumen. Hoyt zupfte an seinem kurzen Bart und stierte ins Feuer. Innerlich fragte sich Coira bereits, was ihn bedrückt, denn seinen Bart zupft er nur, wenn er schwer nachdenkt.
Sie stellte das Geschirr zusammen und trug es in die Küche, kehrte wieder zum Tisch und begann die Bänke zu richten.
"Ich habe gehört der junge Hacon hat dir Blumen gebracht", sprach ihr Vater sie an.
Das war es also.
"Ja, zerpflückte Butterblumen die am Wegesrand zwischen seinem und unseren Haus wachsen. Da hat er sich besonders viel Mühe gegeben, nicht wahr?", sprach sie ärgerlich und rückte die bereits gerade stehenden Bänke etwas grober hin und her.
"Der Wille zählt", sprach Sorcha kühl. Sie war immer noch blass und viel zu mager nach der Fehlgeburt ihres letzten Kindes. Wieder eine Fehlgeburt.
"Aber Arthurs Sohn Aidan hat dich eingeladen, ein Spaziergang mit ihm zu machen."
"So wie bereits zwanzig andere Mädchen im Dorf.", entgegnet Coira genervt.
Hoyt atmete schwer: "Owen hat mich gefragt, er hätte auch nichts gegen deine alberne Liebe zu deinen Kräutern."
"Er ist sechszehn!", entgegnet Coira beleidigt. Wohl kaum ein Mann für sie!
Hoyts Faust donnerte auf den Tisch: "Eines Tages musst du wählen!"
Coira zuckte zusammen, es war selten, dass Hoyt O'Duff die Beherrschung verlor.
"Zur Auswahl stehen aber nicht wirkliche Prachtexemplare oder?"
"Coira!", schreitet Sorcha ein: "Rede nicht so mit deinem Vater - und erst recht nicht über die guten Männer Monaghans!"
"Gute Männer", grummelt Coira.
"Gut, wenn du nicht entscheidest, entscheide ich.", sprach Hoyt wieder etwas ruhiger.
Coira blickte ihn entsetzt an: "Wie bei Fiona?!", fragte sie vorwurfsvoll. Anscheinend hatten ihre Eltern sorge, dass Fiona wie Coira der Männerwelt nichts abgewinnen konnte und haben frühzeitig die Verlobung mit der Familie McCostello abgesprochen.
"Wir tun nur, was das Beste für sie ist."
"Ihr lasst ihr keine Wahl!", entgegnet Coira zornig.
"Als wir dir die Wahl gelassen haben, war es ein Fehler", antwortet Sorcha.
Coira blickt sie verletzt an: "Aber ich bin Kräuterkunding, das ist mehr, als die meisten aufweisen können!"
Sorcha schnaubt: "Diese Hexenkunst... wir hätten das nie zulassen dürfen"
"Genug!", sprach Hoyt: "Du wirst Hacon O'Ceallaigh heiraten. Das ist mein letztes Wort. Ich werde morgen mit Candamir sprechen, ob sein Angebot noch steht und dann werden wir es Bindend machen."
Sorcha nickt zustimmend.
"Nein", antwortete Coira: "Niemals."
"Es ist doch egal was wir sagen, oder Coira? Wenn wir dir eine Wahl lassen? Du wirst nie zur Besinnung kommen und unseren Namen weiterhin Beschmutzen!", entgegnet Hoyt wütend, er ist aufgesprungen: "Du wirst eine Außenseiterin bleiben, wenn wir dich nicht zwingen das Richtige zu tun!"
"Das Richtige?!", fragte Coira empört.
"O'Brian Blut fließt in deinen Adern. Du respektierst deine Herkunft nicht", spricht Sorcha.
O'Brian, die große Familie aus dem Westen Irlands.
Coira wusste nicht was sie antworten sollte. Was hat ihre Herkunft mit ihrem Herzen zu tun? Sie weiß ganz tief im Inneren, dass weder Hacon noch Aidan und erst recht nicht Owen sie glücklich machen können.
"Wie auch immer, ich war zu nachsichtig mit dir. Du wirst Hacon zum Mann nehmen und wenn du jetzt auch nur noch einmal widersprichst werde ich Owens Angebot annehmen."
Tränen des Zorns und der Angst brannten in Coiras Augen. Sie war das Tuch auf den Tisch, stand auf und ging auf ihr Zimmer.
Im ersten Moment übermannte sie die Angst und sie musste sich krümmen und auf dem Bett winden, um diesem Gefühl stand halten zu können. Sie dachte irgendwann, irgendwann würde sie das hinter sich haben. Keine Fragen, keine Andeutungen... dass ihre Eltern akzeptiert haben, wie sie ist. Aber darin hat sie sich wohl getäuscht.
Was sollte sie nur tun? Hacons Frau werden? Nein! Vielleicht sollte sie doch Owen nehmen... denn er ist jung, unbedarft und ausgesprochen dumm. Bestimmt kann sie sagen was sie will und er würde tun was sie von ihm wollte... Coira ekelte vor sich selbst. Nein, das stand alles außer Frage... Was sollte sie tun? Wo sollte sie hin?
Erschrocken sprang Coira auf. Genau, wohin? Alles, alles war besser als das hier. Sie musste hier fort. Jetzt. Sofort.
Sie ging bereits zur Tür, zwang sich aber zurück auf das Bett, nein, noch nicht
Spielerdaten
- ID-Status
- Inaktiv
