Die Hand zwang sich um den Griff seines Schwertes wie eine Schlinge um den Hals eines Verurteilten, als dieser vom Block in die Tiefe stürzt. Sie verkrampfte sich nahezu, denn um keinen Preis wollte Yvain diesen Kampf verlieren, indem er entwaffnet wurde. Solches passierte ihm in der Vergangenheit zu oft. Er... er konnte einfach auf Dauer keinen starken Druck ausüben, um die Waffe auch in einem anhaltenden Kampf in der Hand zu behalten. Aber es musste sein. Es musste sein, wenn er dem ständigen Triezen des Barons d'Hébron entgehen wollte. Sein höhnisches Lachen, wenn Yvain einen Fehler beging, und die Enttäuschung, wenn er es trotz Hilfestellungen nicht schaffte.
Zweifelsohne war er ein guter Kämpfer, aber auch nur unter der Voraussetzung, dass er seine Waffe überhaupt in der Hand behielt.
Es musste sein, um zu überleben. Und dann fiel ihm ein, dass Henry ein Leben damit unterhielt, Yvain zu entwaffnen. Nur er... "Ha!", stieß Henry aus, der leider den Partner für den Schwertkampf stellte. Das Holzschwert sauste schnell auf Yvain hinab, welcher sein eigenes hoch riss, um dem Schlag zu begegnen, doch er war zu langsam. Der Hieb traf direkt von oben, sodass sein Schwert beinahe aus der Hand fiel, jedoch biss er die Zähne zusammen und hielt es fest, ohne anhaltenden Erfolg. Zwar verblieb das Schwert in seiner Hand, jedoch nutze Henry den Moment, umging Yvains kaum vorhandene Verteidigung, und konnte ihn somit mühelos erstechen. "Du passt nicht auf", beschwerte sich Henry. Yvain schüttelte bloß den Kopf. Yvain passte auf, aber es fehlte ihm an Fokus für das gesamte Geschehen. Er durfte sich nicht nur auf eines konzentrieren. Die Füße spielen mit... auf die Position achten...
Wie hatte er es gelehrt bekommen? Dem Feind in die Augen schauen? Nein...
Erneut ein Schlag, aber dieses Mal von der Seite. Yvain parierte, drehte das Schwert nach unten, nutzte die Parierstange seines eigenen Schwertes, um das von Henry weiter nach unten zu treiben, setzte mit einem Schritt nach und trat nach Henry, der gekonnt auswich. Ohne Zweifel war Henry schneller als er, aber trotzdem waren sie von Zeit zu Zeit ebenbürtige Gegner. Wohl, wenn Henry nicht aufpasste. Fokus!
Yvain setzte schnell nach, stach etwas halbherzig zu, um sich nicht zu sehr zu entblößen, und wurde wie erwartet abgeblockt, in dem Henry Yvains Schwert mit einem seitlichen Hieb ablenkte, sich seitlich zu Yvain drehte und ihm mit dem Knauf des Schwertes in den Bauch schlug. Ein unterdrückter Schmerzlaut von Yvain war zu hören, und er hoffte inständig, dass ihn niemand außer Henry hören konnte. Um den Übungsplatz herum herrschte zwar auch Betrieb, aber sicher hatte der ein oder andere entschlossen, zuzusehen. "Ich bin sehr enttäuscht, und letztens sagtest du noch, du wärst besser geworden." Henry grinste ihn an, sichtlich belustigt über den Treffer, den er landete. Yvain hingegen brauchte noch kurz, um sich vom Schmerz zu erholen. "Ich bin besser geworden..." Noch rieb sich Yvain über die Magengegend, und der Schmerz verschwand langsam, aber nicht komplett. Doch aufhalten lassen würde er sich davon nicht. "Noch ein Mal."
Beide gingen erneut in Ausgangsstellung, Yvain war die Verbissenheit deutlich ins Gesicht geschrieben, während Henry sich das ganze eher als Spaß erlauben zu schien.
Dieses Mal ging der erste Angriff wieder von Henry aus, ein Hieb von unten, den Yvain gekonnt parierte, dann ein Hieb von oben, und Yvain lenkte ihn mit einem kräftigen Schlag zur Seite, der selbst Henry überraschte und landete die Klinge kurz vor Henrys Hals. Ein selbstgefälliges Grinsen zeichnete sich auf Yvains Gesicht ab. Henry aber schien nicht überzeugt, auch, wenn er sich der Bedrohung durch die Klinge bewusst war. Er hob lediglich einen Finger und wackelte mahnend damit. Was war das?
Ein Druck in der Seite und... "Ist es das wirklich wert? Wir wären doch nur beide gestorben", beschwerte sich Yvain. "Manchmal ist der Tod des einen unerlässlich, wenn er damit auch den Heerführer des Feindes mit nimmt", entgegnet Henry schließlich. Yvain seufzte. Er wollte ja nicht behaupten, dass Yvain sehr viele unterlegen sind, aber... aber Henry, der konnte sich auch keine Niederlage eingestehen. "Aber im Gefecht denkt kein einfacher Soldat daran." Wohl ein Aufmunterungsversuch. Yvain zuckte mit den Schultern. "Wenn du das sagst."
Beide bemerkten wohl erst nach kurzer Zeit, dass sie immer noch in dieser Position verharrten. Einen merkwürdigen Blick später senkten beide die Waffen. "Wein?", schlug Henry vor, grinsend, doch Yvain war nicht nach Alkohol zumute, obwohl er selten ablehnen konnte. Praktisch gesehen sagte er nur zu, wenn der Monsieur es ihm erlaubte. Und da das Training zu seinen festen Einplanungen gehörte, war es keine Freizeit, in der er dem Genuss von Wein frönen konnte. "Nein." Eine Knappe Antwort, aber Henry verstand damit alles wichtige. Schließlich musste sich Yvain oft genug erklären, bis Henry endlich verstand, warum er nicht mitkommen konnte und wollte. Seufzend drückte Henry seine Waffe in Yvains Hände und klopfte sein Leder frei von Dreck.
Nickend verabschiedeten die beiden sich und Yvain brachte beide Waffen zurück zum Waffenständer. Gut, dass er sich nur um die Ausrüstung des Barons und die seine kümmern musste. Es gab wohl immer noch einen Ärmeren, der die Arbeit erledigen konnte.
Beiträge von Yvain de Coucy
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1) Wie lautet Euer Name?
Yvain de Coucy
2) Wann wurdet Ihr geboren?
11133) In welchen Stand wurdet Ihr hineingeboren?
2. Stand
4) Welchem Volk gehört Ihr an?
Franke
5) Welche Religion ist die Eure?Römisch-Katholisches Christentum
6) Wo wohnt Ihr?
Hébron
7) Habt Ihr Familie in Jerusalem?
Das Haus de Coucy
Thomas De Coucy, Vater
Mélisende de Coucy, Mutter
Mélisende II de Coucy, Schwester
Gibt es irgendwelche Besonderheiten über Euch zu wissen? Was seid Ihr von Beruf?ich bin der Zweitgeborene Sohn im Haus Coucy und Knappe des Baron d'Hébron
9) Was ist Euer Begehr in unserem Königreich?
das Leben leben, welches Gott für mich auserkoren hat und meiner Familie die Ehre erweisen, die sie verdient hat, indem ich meinen Dienst gewissenhaft verrichte
10) Wer ist Euer Gesicht?
Eugene Simon
(Probepost folgt)