Beiträge von Lanto z Rolava

    Es rumorte, drückte das Holz um das einfache Bett aus Leinen, indem Lanto lag. Es war eng, die Pferde schrien im Seegang des Schiffes, welches sich nur mühsam über die See quälte. Das heilige Land schien noch nie so fern, wie jetzt. Die Nacht war kalt, stürmisch und es regnete durch viele kleine Öffnungen in der Decke hinab in die Kabine, welche nur mühsam mit Tüchern und Planken vom Rest des Laderaumes getrennt war. Es war keine Weltenbummelei, und auch keine Adelsreise im eigenen Schiff, sondern ein militärischer Transport von Kriegsgerät mitsamt Personal. Ein Ritter reiste nicht allein, auch wenn er oft allein für sich stand. Drei Pferde, ein Knappe und ein Söldner waren sein Gefolge. Sie schliefen bereits. Wie konnten sie das tun? Lanto bangte um sein Leben; nicht selten verendeten Kreuzfahrten schnell im Meer, wenn Gott nicht gewogen war. Das Stroh im Kissen war bereits so nass, dass sein Nacken keinen Halt mehr fand und einsank, wie ein Treibender im Ozean. Angst füllte seine Augen, während er die Schurdecke eng an sich presste. "Herr im Himmel," sagte er leise, um seine Lanzmänner nicht zu wecken. Innerlich sandte er pausenlos Ave Maria in die Holzdecke, von der immer wieder Tropfen auf seine Stirn fielen. Das Schiff bewegte sich auf und ab, mit jeder Welle, in einem unruhigen Takt; eine Melodie des Teufels meinte Lanto. Auch das Schlag von unsichtbaren Fäusten gegen das Holz; unnahbar grausam. Noch nie war er über das Meer gereist und diese Erfahrung brachte ihn an den Rand seiner persönlichen Macht. Er war schlicht ausgeliefert; jenem Schiff und Besatzung. Mühsam versuchte er seinen Blick auf die Deckenplanken zu halten, doch immer wieder sprang er davon. Nein, an Schlaf war nicht zu denken. Nicht mehr. Mehr Beten. Mehr Hoffen. Hier gab es keine andere Hilfe mehr, entweder sie gelangten an ihr Ziel oder vertranken elendig. Unruhig schob er die Gedanken von einem Ort zum anderen. Seine Verfehlungen und den Tod seiner geliebten Frau. Alles, was war, und was kommen möge, schien im Schatten der Sünde zu stehen. Absolution wollte er, aufrechte Vergebung bot er an; mit seinem Schwert oder auch seinem Fleische. Hingabe zu Gott war wahrer Glauben und in dieser Sekunde fand er wieder zu Gott, in jener verlogenen Situation, gefangen im Schiff zu sein; ohne Möglichkeit davon zu reiten. Zittrig fassten die Hände die Decke neu, während man weiter gegen das heilige Land fuhr, um endlich die Frachte an unseeligen Rittern zu entlassen, die ihre Seelen finden wollten. Möglich war auch nur, dass sie ihren Teufel fanden, in der Wüste und im Blute des Krieges. Lanto vergaß, dass auch er nur sterblich war undVergebung nur erbeten werden konnte, niemals verlangt.

    1) Wie lautet Euer Name?


    Lanto z Rolava, Ritter und einstiger Herr von Rolava (Rohlau)




    2) Wann wurdet Ihr geboren?


    1089




    3) In welchen Stand wurdet Ihr hineingeboren?


    2. Stand




    4) Welchem Volk gehört Ihr an?


    Böhmen/Franken



    5) Welche Religion ist die Eure?


    Christentum (katholisch)




    6) Wo wohnt Ihr?


    (bald) Jerusalem




    7) Habt Ihr Familie in Jerusalem?


    Ja, unter anderem Bolka z Medlova (noch unwissendlich)




    8) Gibt es irgendwelche Besonderheiten über Euch zu wissen? Was seid Ihr von Beruf?


    Ritter, ehemaliger Burgherr und (verwunderlich) Gelehrter (sofern man Lesen und Schreiben als gelehrt bezeichnen kann)




    9) Was ist Euer Begehr in unserem Königreich?


    Eine neue Zukunft zu finden und Erlösung von meinen Sünden. Denn wir alle haben gesündigt und müssen uns vor ewigem Feuer retten. Die Hölle ist real.




    10) Wer ist Euer Gesicht?


    Sean Connery