Beiträge von Frédéric de Milly

    Here I am!


    Ähm, ja, ich hab das ganze hier etwas aus den Augen verloren, vom Auto angefahren, Auszug aus der alten Wohnung, zwei Monate gar keine Wohnung, Einzug und einleben in die neue Wohnung... so das übliche ^^
    Jetzt bin ich wieder hieeeer, sofern gewünscht versteht sich ^^

    Wie gut das ich das Zeug eh nicht mag :D


    Am verbreitetste dürfte wohl mit Abstand schlichtes Wasser sein, dazu dann so sachen wie Wein, Bier, Met, Säfte, Aufgüsse oder Milch (anders als heut weniger frisch sondern eher Buttermilch und Molke? ^^ wäre jetzt das was mir so einfällt.

    Pferde von Besuchern die net versorgt werden *lach* du bist vllt doch keine so gute Königin Madam :P Gastfreundschaft sollte nicht nur Personen sondern auch deren Pferden zuteil werden :D :P :P


    PS: Ich tippe mal unter drei persönlichen Pferden kommt die Königin kaum weg, schon nen "normaler" Ritterbruder bei den Templern hat ja drei persönliche Pferde zur Verfügung zum Beispiel :o da wird die Königin sicher n bisschen was gutes stehen haben :D

    Ich hatte es jetzt vor allem so verstanden das es um originale Dokumente aus der Zeit geht, was doch wesentlich niedriger anzusiedeln ist, weil die meisten Sachen nichtmehr in Originalform vorhanden sind sondern zumeist spätere, erweiterte Abschriften, was zB Wilhelm von Tyrus angeht ist soweit ich weiß kein Original erhalten? Weiß ich grad bei der Chronica garnicht, wobei die ja bis ins 13 Jahrhundert erweitert wurde, wo er längst tot war aber die Chronik des dritten Laterankonzils zum Beispiel ist soweit ich weiß nicht erhalten.


    Was Ungenauigkeiten angeht, so ziemlich alles aus der Zeit weißt ja nu Ungenauigkeiten auf, Wilhelms Ausfzeichnung sind dazu halt noch "geschönt", aber allgemein handelt die den Zeitraum ab 1095 oder so ab und er selber ist erst, ich glaub 1130 rum geboren ^^, das sind ma gut 35 Jahre die er Erzählt die vor seiner Geburt stattgefunden haben, von seinem Aufwachsen und studium etc ganz zu schweigen, da müssen ja Ungenauigkeiten entstehen ^^


    Wäre die Frage, erhaltene Quellen aus der Zeit gibt es zwar auch nicht "viele", aber doch wesentlich mehr als tatsächlich erhaltene Originaldokumente die auch zu dieser Zeit geschrieben wurden und nicht kopiert sind.

    Okay, ich müsst mich zwar für genauere schlau machen, aber erstmal allgemein gesagt gibt es durchaus Dokumente aus dem 12 Jahrhundert ja, ich würd jetzt aus meinem Gefühl her raus sagen sogar gar nicht so wenige, aber hauptsächlich Latein hier halt, Französisch hab ich mal eins gesehen aus der Zeit, insofern muss es das auch geben, aber ich schätze da wird nicht viel sein, da war wohl eher Latein unterwegs :)


    Konkret wüsste ich gerade die Geschichte des Erzbistums Hamburg, jetzt frag mich wie das auf Latein nochmal hieß, kA grad :D aber da weiß ich das die älteste erhaltene Abschrift davon um 1100 datiert war, auch recht bekannt weil es ein sehr bedeutendes Werk ist was Nordeuropa zur damaligen Zeit angeht (11 Jahrhundert) und die erste Erwähnung Amerikas, als von den Wikingern entdecktes Vinland, wobei da viel Mist drin steht, aber Werke aus der Zeit sind eh immer mit Vorsicht zu genießen :D


    Insofern, geben ja, unter anderem setzte ja die Übersetzung von Schriften aus dem arabischen ins lateinische im 12 Jahrhundert ein, ob nun aber "viel", schätze das kommt auf die Definition von viel an, ich würd es wohl nicht als viel bezeichnen, aber total wenig isses auch irgendwie nicht ^^

    Wer sind denn diejenigen? :D


    Und meinst du damit präzise Dokumente aus dem christlichen Bereich, also Europa und Kreuzfahrerstaaten, oder ist das weiter gefasst, wenn man über sowas spricht meint man ja eher selten Dokumente aus dem fernen Asiatischen Raum, selbst arabische Stücke sind meist nicht gemeint, willst du das also ganz allgemein wissen oder zielst du auf einen bestimmten Bereich ab aus dem die Schriftstücke kommen? :)

    Okay, in dem Fall habe ich mich offensichtlich missverständlich ausgedrückt, vor allem im schriftlichen Diskurs passiert das ja doch gerne mal ^^, aber ich denke das habe ich dann mit dem letzten Post aufgeklärt was ich meine, ich entschuldige mich für die Verwirrung ^^


    Edit sagt: Jap, stimmt, das kann man natürlich diskutieren was nun "freiwillig" ist und was nicht ^^



    Kleine Anekdote am Rande, wo wir ja 1033 spielen, soweit ich mich erinnere, das bezieht sich aber jetzt auf die Geschichte im deutschen Raum, war ab 1100 allgemein erst der Zeitraum in dem zB Bauern sesshaft wurden und tatsächlich feste Dörfer bildeten, an die Felder angeschlossen waren die nach dem Drei-Felder-System bewirtschaftet wurden und unter der Lehnsherrschaft eines Herren standen, davor gab es das kaum, weil man nur ein Feld bewirtschaftete und wenn das nachlies weiterzog und sich ein neues suchte, damals waren die Bauern noch relativ "frei".
    Als dann die "Unterdrückung" der Bauern einsetzte und das neue System es ermöglichte an einem Ort zu bleiben ohne das die Furchtbarkeit nach längerem Anbau nachlies entwickelten sich die Ortschaften die wir als Dörfer bezeichnen würden, mit ihren angegliederten Anbauflächen ^^


    PS2: Ja, wir können wieder auf Jerusalem kommen, ich entschuldige mich, aber relativ fundierte Aussagen kann ich halt eher über den Europäischen Raum treffen, Jerusalem ist nicht grad mein SPezialgebiet, wenn auch sehr intressant ^^ (sonst wär ich ja net hier :D)

    Wenn du das bist (was hier tatsächlich recht wichtig sein dürfte ;) )dürfte dir ja klar sein das du mir das nicht erklären musst, weil ich ebenso lesen kann und dementsprechend deinen Einwurf mit Flüssen etc bereits im ersten Post gesehen habe :P


    Was die Gründe angeht, damals war die erzwungene Auswanderung allgemein verbreiteter als die freiwillige, andersrum konnte man natürlich vor allem als Adeliger ohne Land in Jerusalem einfacher an ein eventuelles Lehen kommen, was auch ein Grund war, andere Gründe für den "normalen" Menschen waren Kriege im Heimatland, Probleme mit der Obrigkeit dort, ein schlechtes Leben allgemein.


    Natürlich waren die Grenzen wichtig, ich wollte ja nicht behaupten das da Kilometerweit nichts war, zwischen Baronen zB gab es da oft Streit, sei es um Jagdgebiete oder ähnliches, ich halte nur den Streit um einzelen Felder eher für Ausnahmen, tatsächlicher Streit war da eher im mittleren Herrschaftsrahmen zu erwarten, aber allgemein sollte man beachten das zB Deutschland selbst HEUTE noch zu gut 1/3 von Wald bedeckt ist, was damals eher mehr war, es waren keineswegs überall Felder und Wiesen, sondern eben eher Wald und der brachte eben eher Streit um die Jagdrechte der Adeligen, bzw deren Jäger hervor als um die Felder ihrer Bauern, die ja meistens eher massiert in Gegenden mit guter Fruchtbarkeit lagen ^^




    PS: Und ich fürchte ich kann nicht alles was ich in meinem Studium lerne aus dem Kopf mit Quellen belegen, genausowenig wie ich behaupte zu 100% richtig zu legen, weil ich hier aus dem Kopf argumentiere, für genauere Details etc müsste ich die entsprechenden Dinge nachschlagen, aber da das hier meine Freizeit ist gehe ich da nicht so verbissen ran ;)

    Nya, das hatte er ja auch gesagt, Streit gab es ja damals quasi alle halbe Stunde und bei den kleineren Ländereien untereinander war der Lehnsherr quasi Schlichter, bzw Richter und wie gesagt, wie es in Jerusalem zB war weiß ich nicht, hier mag das etwas kritischer gewesen sein wegen der Fruchtbarkeiten, ich hatte halt von Europa gesprochen, wo ich mich etwas besser auskenn als bei Jerusalem :x ^^ da war ein direktes aneinandergrenzen von Feldern aneinander eher die Ausnahme, außer vllt bei einfachen Bauern in einem Dorf, aber schon von zwei unterschiedlichen Dörfern kam das nicht mehr oft vor.


    Kann mir gut vorstellen das das in Jerusalem schlimmer ist ^^

    Eigentlich waren die Grenzen damals seltenst genau definiert (zB halt da wo Flüsse, Straßen etc als Abgrenzung vorhanden waren), allgemein war die Bevölkerungsdichte viel geringer, die Felder unterschiedlicher Herren grenzten seltenst überhaupt aneinander, meist musste man mindestens einige Stunden reisen um von der Ansiedlung des einen Herrschers in eine des nächsten zu kommen ^^


    Edit: Da war Guilli schneller :D aber stimmt, gesetzte Grenzsteine zu verschieben war nen heftiges Verbrechen, aber die Grundaussage bleibt gleich, obwohl das zB in Jerusalem aufgrund des an der Küste massierten fruchtbaren Landes anders gewesen sein mag, das weiß ich net, aber in England, Frankreich und so ^^

    Jo, die alten Karten sind schon recht interressant, das sich der Unsinn mit der flachen Erde immernoch hälts verstehe ich eh nicht, um 1100 war das selbst im normalen Volk bekannt (sofern man überhaupt eine Meinung dazu hatte, als normaler Bürger war es so unwichtig das die meisten garnicht erst darüber nachdachten :D)


    Ist ganz gut an solchen Sachen wie dem Reichsapfel zu sehen, als Reichinsignie, der ja die Erde darstellt und keineswegs ein Teller, sondern eben ne Kugel ist :D


    Villeicht hält sich das wegen dem Disput zwischen der katholischen Kirche und Galileo Galilei immernoch, obwohl es da ja eigentlich um die Frage ging ob sich die Sonne um die Erde dreht oder andersrum, denn im damaligen Weltbild tatsächlich noch fest verankert war das die Erde Mittelpunkt des Universums war ^^



    Aber das schweift ab :D was das Reisen angeht stimme ich vollkommen zu, Reisen wurden hauptsächlich durch Wege und nachfragen bestimmt, man kannte sich auf seinem eigenen Land aus und wenn man reiste musste man eben schauen, obwohl schlichte Karten wohl durchaus von reicheren Leuten genutzt wurden um eine ungefähre Ahnung zu haben.


    Und die von Claudius Ptolemäus is ja für die Zeit wirklich eine seeehr detaillierte, die hatte wohl kein normaler Mensch zu hause hängen ja xD

    1) Wie lautet Euer Name?
    = Frédéric de Milly


    2) Wann wurdet Ihr geboren?
    = 1108


    3a) In welchen Stand wurdet Ihr hineingeboren?
    = 2. Stand


    3b) Welchem Stand gehört ihr an?
    = 1. Stand


    4) Welchem Volk gehört Ihr an?
    = Lateiner


    5) Welche Religion ist die Eure?
    = römisch-katholisches Christentum


    6) Wo wohnt Ihr?
    = Jerusalem


    7) Habt Ihr Familie in Jerusalem?
    = Ich bin der Neffe von Guy de Milly und damit Cousin von Sidonie de Milly


    8) Gibt es irgendwelche Besonderheiten über Euch zu wissen? Was seid Ihr von Beruf?
    = Ich bin ein Ritterbruder der armen Ritterschaft Christi und des salomonischen Tempels zu Jerusalem und dabei sehr viel mehr Kämpfer als Geistlicher


    9) Was ist Euer Begehr in unserem Königreich?
    = Ich bin hier geboren und will die Schwachen schützen.


    10) Wer ist Euer Gesicht?
    = Ich suche noch, ich schätze Zeichnungen sind nicht erwünscht? ^^


    Leseprobe
    Mit zusammengekniffenen Augen blickte Frédéric gen Horizont, die tief stehende Sonne trübte seinen Blick, doch die Staubwolke in der Ferne vermochte sie nicht vollständig zu verbergen. Mit schnellen Schritten trat er von der Düne herunter auf die kleine Oase zu an der der mitreisende Bruder gerade ihre Pferde tränkte.
    "Wenn nicht bald etwas mehr Wind aufkommt werden sie uns noch tagelang verfolgen können, in dieser Gegend lassen sich unsere Spuren kaum verwischen und es sind immernoch mindestens sieben Reiter."
    Sein Gegenüber nickt nachdenklich mit dem Kopf und tätschelte dem trinkenden Pferd den Hals. Obwohl er sein Gesicht absolut unter Kontrolle hatte konnte Frédéric aufgrund der ungesunden Hautfarbe des Bruders leicht erkennen das sie eigentlich eine wesentlich längere Rast gebraucht hätten, die Unterschenkelwunde war kaum richtig versorgt, geschweige denn verheilt und hatte sich offensichtlich entzündet, doch auf seinen Blick hin schüttelte der Ritter energisch den Kopf.
    "Du weißt das wir nicht länger rasten können, wenn sie uns einholen verlieren wir beide unsere Köpfe, wenn wir weiterrreiten überleben wir... nunja, wenigstens einer von uns, aber selbst meine Chance ist höher wenn wir nicht hier bleiben."
    Seufzend schöpfte sich Frédéric noch ein paar Schlucke Wasser und stieg dann wieder aufs Pferd, das nächte größere Dorf musste noch etwa zwei Tage entfernt sein, bis dahin würde es für seinen Begleiter zu spät für eine Versorgung sein, aber mit Glück konnte eine Amputation ihm zumindest noch das Leben retten und für Verwaltungsangelegenheiten konnte man als gebildeter Templer auch mit nur einem Bein noch eingesetzt werden und das war wohl besser als in einem sinnlosen Kampf zu sterben. Nuja, nur ne kleine, wenn da mehr gewünscht ist denk ich mir irnen vollständigen Post aus ^^