Charakterkonzepte

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"Wer bist du? Woher kommst du? Was sind deine Wünsche und Träume...?"

Hier stellen wir einige gängige Konzepte vor, in denen es sich ganz gut einleben lässt. Es gibt noch viele weitere Möglichkeiten, die bei der Anmeldung durchgesprochen werden können, wenn ihr konkrete Ideen habt!







Katholische Geistlichkeit

Die katholischen Geistlichen in Jerusalem sind immens einflussreich. Mit dem Patriarchen steht ihnen der nach dem König vielleicht zweitmächtigste Mann des Königreichs Jerusalem vor, und selbst weniger wichtige Geistliche genießen Einfluss, Ansehen und Wohlstand.

Vorteile:
- Aufstieg in der Kirchenhierarchie und in der Kanzlei am Hof möglich
- Ansehen durch den ersten Stadt
- Spiel in vielen verschiedenen Organisationen (am Hof, in der Pfalz des Patriarchen, am Domkapitel, im Templerorden) möglich
- Möglichkeit zur Einbringung in verschiedenste Situationen

Nachteile:
- Das Zölibat macht das Liebesleben schwer
- Wenig militärische Spielmöglichkeiten

Einheimische christliche Geistlichkeit

Die einheimische christliche Geistlichkeit setzt sich zusammen aus orthodoxen und miaphysitischen (d.h. armenischen oder syrisch-orthodoxen) Bischöfen, Priestern, Mönchen und Nonnen. Zur Zeit können orientalische Priester nur als Diakon oder Vikar in der Grabeskirche arbeiten, wo sie die einheimischen Christen betreuen

Vorteile:
- Kein Zölibat

Nachteile:
- Gesellschaftlicher Aufstieg ist nur schwer möglich

Möglichkeiten für weibliche IDs:
Die Weltgeistlichkeit steht als Karriere zumeist nur unverheirateten katholischen Männern gegenüber offen. Allerdings können in der Grabeskirche auch orthodoxe IDs arbeiten. Orthodoxe Weltgeistliche können verheiratet sein; und in der niedrigsten Stufe können auch orthodoxen Frauen als Diakonissen arbeiten.

Das Patriarchat Jerusalem umfasst, als die Diözese Jerusalems und seines Umlandes, die Weltgeistlichkeit unseres Spielortes. An der Spitze steht der Patriarch; ihm unterstehen weitere Geistliche, die in und um Jerusalem wirken.
Die Weltgeistlichkeit des 12. Jahrhunderts hat drei Ränge. Der höhere Rang der Weltgeistlichkeit ist der Bischof; der niedrigere ist der Diakon. Die meisten Weltgeistlichen jedoch befinden sich im mittleren Rang – dem Priestertum. Mönche, Nonnen und Ordensmitglieder sind üblicherweise nicht Mitglieder der Weltgeistlichkeit.

Die drei Karrieremöglichkeiten in der Jerusalemer Weltgeistlichkeit
1. Die hohen Ränge des Patriarchats: Das sind der Patriarch selber, sowie sein Verwaltungsapparat, inklusive Generalvikar, Archidiakon, Weihbischof usw. Da diese Ränge mit einigen Verantwortungen verbunden sind, kann man nur nach Absprache mit der SL eine ID in dieser Stufe erstellen.
2. Die Grabeskirche: Der Kern der Geistlichkeit bildet das Kapitel, welches aus Kanonikern besteht und von einem Prior geleitet wird. Das Kapitel ist zuständig für Seelsorge, Gottesdienste, Taufen, Trauungen und Beichten in der Grabeskirche. Das Kapitel unterstützen in seinen Aufgaben Vikare (katholische Priester, die in der Grabeskirche arbeiten, aber nicht dem Kapitel angehören) sowie auch katholische Diakone. Außerdem arbeiten in der Grabeskirche eine kleine Anzahl von orthodoxen Priestern und Diakonen, sowie auch weibliche Diakonissen.
3. Ungebundene geistliche IDs: In Jerusalem wohnen eine Anzahl von Priestern, Diakonen und anderen Geistlichen, die kein Amt inne haben. Ohne Bindung an öffentliche Pflichten können diese IDs sich dem Gefolge von anderen Leuten als Kaplane, Notare oder Sekretäre anschließen, oder einfach nur als Pilger, Wanderprediger oder Mendikant durch die Stadt ziehen.

Mögliche Hintergründe für deine ID
1. Du bist Kanoniker, und ein alteingesessenes Mitglied des Kapitels. Du lebst in einem luxuriösen Gemach von der stattlichen Pfründe (dh geistliches Einkommen) eines hochrangigen Geistlichen. Entweder benutzt du das Kapitel, um dort Kirchenpolitik zu betreiben und dich zu höheren Ämtern aufzuschwingen, oder lässt deinen Einfluss spielen, um in emotionell vorgetragenen Predigten in der Grabeskirche das Volk von deinen Ansichten zu überzeugen - du bist wohlhabend und angesehen, die Welt steht dir offen!
2. Du dienst als katholischer Vikar, oder als orthodoxer Priester, an der Grabeskirche. Deine Aufgaben drehen sich um die Seelsorge deiner Gemeinde, egal ob Taufen, Trauungen, Beichten, Messen oder andere Aufgaben. Die Politik des Kapitels ist dir abhold – katholische Vikare aber haben die Möglichkeit, vom Kapitel aufgenommen zu werden, um von dort aus eine brillante Karriere hinzulegen!
3. Du hast keine oder kaum Bindungen an die Grabeskirche – du arbeitet rund um die Uhr als Sekretär und geistlicher Berater eines wichtigen Barons, oder gar am königlichen Hof. Es gibt viele Gelegenheiten, als geistliche ID außerhalb der Kirche in Jerusalem Karriere zu machen – auch wenn dieser Lebenswandel dir kaum Gelegenheiten gibt, dich auf deinen Lorbeeren auszuruhen!
4. Du bist als Pilger neu im Heiligen Land angekommen. Vielleicht bringst du einen Beutel Geld mit oder besitzt nur die Kleider auf deinem Körper. Du hast die Wahl – wirst du zu einem heiligmäßigen und von Almosen abhängigen Bettelpriester, nimmst du in der Grabeskirche oder bei einem der Adligen ein Amt an, oder stürzt du dich hier, wo niemand dich kennt, in gänzlich unchristliche Vergnügungen?
5. Du bist eine einheimische Jerusalemerin aus der orthodoxen oder armenisch-apostolischen Glaubensgemeinschaft, die als Diakonisse in der Grabeskirche arbeitet. Normalerweise gibt es für Frauen in der Weltgeistlichkeit keinen Platz – die Ostkirchen erlauben aber die Ausnahme, dass eine Frau Diakonisse, also Assistentin der Priester, werden kann. Es ist für weibliche IDs nicht möglich, weiter aufzusteigen – da Diakonissen nicht zölibatär sein müssen, leben sie aber zumindest nicht mit denselben Beschränkungen ihres Privatlebens wie ihre katholischen männlichen Kollegen!

Möglichkeiten für weibliche IDs:
In den Templerorden gibt es keinen Einlass für Frauen, ganz gleich in welcher Rolle!

Die Arme Ritterschaft Christi und des Salomonischen Temples zu Jerusalem, kurz der Templerorden, wurde 1118 in Jerusalem gegründet. Anders als der Johanniterorden war der Templerorden von Anfang an eine Gemeinschaft von Kriegern - er vereint die Ideale adliger Ritter mit dem Mönchtum, und ist, trotz seines Status als geistlicher Orden, in erster Linie eine militärische Eliteeinheit. Ursprünglich gegründet zum militärischen Schutz von Pilgern, begann der Templerorden schnell, auch an offensiven Aktionen mit teilzunehmen. Der Templerorden ist zwar enger Verbündeter des Königreich Jerusalems, sieht sich aber als unabhängige Organisation - was in Realität aber oft kaum Auswirkungen hat, da die Krone Jerusalems sich darauf verlassen kann, dass die Templer in jedem Kriegszug gegen Ungläubige folgen werden. Die Templer haben ihren Sitz am Tempelberg, welches ihnen von König Balduin II überlassen worden ist.

Karrieremöglichkeiten im Templerorden
Im Templerorden können nur männliche IDs eintreten. Adlige katholische IDs können im Templerorden als Knappen oder Ritterbrüder einsteigen; bürgerliche katholische IDs können sich den Templern als Sergeanten anschließen; diese stehen Rittern oft in Nichts hinten an und haben auch die Möglichkeit, mit einem Ritterschlag zum Ritterbruder zu werden. Auch einheimische IDs können Turkopolen werden – dies sind Hilfstruppen, oft ausgestattet mit leichterer Rüstung und Pfeil & Bogen.
Die im Königreich Jerusalem bespielten Templer kann man in zwei Teile einteilen: die Kommende Jerusalem, und die Ordensspitze. Die Kommende umfasst die Ritter und Soldaten der Templer in Jerusalem, sowie den Vorstand der Kommende, der sogenannte Komtur. Die Ordensspitze besteht aus dem Großmeister und seinem Stab – dem Großmarschall und den Großkomtur. Es gibt auch eine kleine Anzahl an IDs im unmittelbaren Gefolge der Führungsriege des Ordens; diese fallen außerhalb der Struktur der Kommende.



Mögliche Hintergründe für deine ID
1. Du bist ein neu angekommener Ritter oder Waffenknecht im Heiligen Land, und von deinem bisherigen Leben hast du einige Sünden auf dem Buckel. Welch bessere Möglichkeit gibt es für dich, doch noch eine Eintrittskarte in den Himmel zu erlangen, als bei den Templern, entweder als Ordensritter oder Sergeant, einzutreten? Fällst du im Kampf gegen die Heiden im Dienst des Ordens, so ist dir ein Platz an der Seite Gottes gewiss – und selbst wenn es nicht dazu kommst, wirst du dank den Vorgaben der Templerregeln genug Gelegenheiten haben, zu sühnen und Buße zu tun.
2. Du bist der verwaiste Sohn einer verarmten Adelsfamilie. Mit nichts in deinem Besitz außer deinem Namen, bietet der Templerorden dir die beste Chance, ohne die Anforderungen, die die Gesellschaft an weltliche Ritter macht, zu einem vollwertigen, angesehenen Ritter zu werden, und dazu auch noch Gott zu dienen – und somit trittst du als Knappe im Orden ein, um das ritterliche Handwerk von einem schon existierenden Ordensritter zu erlernen.
3. Du bist ein orthodoxer Christ aus dem Hinterland von Galiläa oder Oultrejourdain. Aufgewachsen bist du mit einem Bogen in der Hand und einem guten Auge, das dir Zielsicherheit verleiht. Du hast das Verlangen nach einer sicheren, stetigen Anstellung bei einem Arbeitsgeber, der nie einen Zahltag versäumt und obendrein noch dafür sorgt, dass dein Heimatland nie wieder in die Hände der Muslime fällt. Im Wissen, dass einheimische Hilfstruppen von den meisten Pflichten des Templerordens ausgenommen sind, triffst du die Entscheidung, nach Jerusalem aufzubrechen, um als Turkopole bei den Templern anzuheuern.

Möglichkeiten für weibliche IDs:
Der Johanniterorden bietet für Frauen Platz. Aktiv bespielen wir den Muristan in Jerusalem, welcher auf der einen Seite ein Krankenhaus darstellt, auf der anderen Seite eine Unterkunft für Pilger. Als Schwester des Johanniterordens ist es durchaus möglich, zur Versorgung der Kranken auch an Kriegsschauplätze entsendet zu werden. Auch hier ist es die normale Hierarchie eines Klosters, die von der Ordensschwester bis zu einer Priorin reicht.

Der Orden vom Spital des Heiligen Johannes zu Jerusalem, kurz der Johanniterorden, hat seinen Ursprung in der Gründung eines Spitals für Pilger in Jerusalem, welches 1048 von Kaufleuten aus Amalfi in Jerusalem gegründet wurde. Offiziell gegründet wurde der Orden 1113. Anders als die Templer war der Johanniterorden ursprünglich ein Orden für Ordensbrüder und -schwestern, die sich um Kranke kümmerten. Allerdings begann der Orden auch militärische Funktionen einzunehmen – Ritter, die dem Johanniterorden beitraten, beteiligten sich am Schutz von Pilgern, an militärischen Operationen, und brachten somit den Johanniterorden in den Status einer militärischen Macht, die an Schlagkraft und Einfluss mit den Templern rivalisieren konnte.

Karrieremöglichkeiten im Johanniterorden
1. Die Ordensspitze: Sie besteht grundsätzlich aus männlichen IDs und bestehen aus der Meister, Seneschall und Marschall; auch das unmittelbare Gefolge der Führungsriege kann bespielt werden.
2. Das Spital: Dem Spital können sowohl weibliche wie auch männliche IDs beitreten. Jede katholische ID kann im Johanniterorden als Ordensbruder/schwester – das heißt, einfaches Mitglied des Johanniterordens - dienen.
Den männlichen IDs im Spital steht ein Prior vor; den weiblichen IDs eine Priorin. Zusätzlich gibt es auch ein Kontingent an Ritterbrüdern und Knappen, welche zwar nominell dem Prior unterstehen, aber meistens den Marschall als Führungskraft ansehen.
Rollenspiel für weibliche IDs im Johanniterorden dreht sich vor allem um Krankenpflege, auch wenn Johanniterinnen manchmal bei Kriegszügen mitkommen müssen, um Verwundete zu versorgen. Bei männlichen IDs hängt der Fokus von der Präferenz des Spielers und der ID selber ab, auch wenn ein Ritter zur Krankenpflege genauso gut eingespannt werden könnte, wie dass einem Ordensbruder ein Speer und ein Schild in die Hände gedrückt werden.

Mögliche Hintergründe für deine ID
1. Du bist ein neu angekommener Ritter im Heiligen Land, und hast von deinem bisherigen Leben einige Sünden auf dich geladen. Welch bessere Möglichkeit gibt es für dich, doch noch eine Eintrittskarte in den Himmel zu erlangen, als bei den Johannitern einzutreten? Fällst du im Kampf gegen die Heiden im Dienst des Ordens, so ist dir ein Platz an der Seite Gottes gewiss – und selbst wenn es nicht dazu kommst, wirst du deine Sünden abbauen können, indem du im Spital aktiv beim Heilen und der Krankenpflege mithilfst.
2. Du bist ein Heiler oder eine Heilerin. Egal, welchem Geschlecht du angehörst, dem Drang danach, Gott durch deine Heilkünste zu dienen, kannst du unmöglich widerstehen. Somit trittst du als Ordensbruder den Johannitern bei. Wenn du eine Frau bist, wirst du die meiste Zeit damit verbringen, dich um Kranke zu kümmern – männliche Ordensbrüder können allerdings vom Marschall des Ordens jederzeit für militärische Operationen eingespannt werden; daher ist es wichtig, dich nicht nur in der Krankenpflege, sondern auch im Kampf zu üben!
3. Du kommst als Pilger ins Heilige Land, erkrankst aber auf deiner Reise schwer. Im Muristan, dem Hauptstützpunkt des Johanniterordens, wirst du gesund gepflegt. Inspiriert von den guten Werken, die du gesehen hast, schließt du dich dem Orden an. Entweder erlernst du die Kunst des Heilens, oder du dienst dem Orden hauptsächlich mit der Spitze deines Speers, oder du bringst gänzlich andere nützliche Fertigkeiten, wie Buchhaltung, Alchemie, Kochen, Nähen, oder einfach nur das Schrubben der Böden, in den Orden mit.

Möglichkeiten für weibliche IDs:
Das Konvent Sankt Anna in Jerusalem ist ein katholisches Nonnenkloster und alle Bewohner des Konvents, von der Äbtissin bis hinab zur Novizin, sind weiblich. Der einzige Mann, der ins Konvent Zutritt hat, ist ein speziell angestellter Priester, der bei spezifischen Gelegenheiten für Glaubenssakramente zuständig ist.
Das Kloster steht an der Stelle, wo der Legende nach die Heilige Jungfrau Maria geboren wurde – im Haus ihrer Eltern, dem Heiligen Joachim und der Heiligen Anna. Es ist demgemäß auch nach der Großmutter von Jesus Christus benannt. Die Nonnen leben im Konvent gemäß der Regeln des Heiligen Benedikt, und gelten damit als Benediktinerinnen.

Karrieremöglichkeiten im Konvent Sankt Anna
Dem Kloster kann ein weiblicher katholischer Charakter als Novizin beitreten. Das Noviziat dauert ein Jahr; danach kann sich die Novizin entscheiden, ob er aus dem Kloster ausscheiden will, oder die Ordensgelübde ablegen und Laienschwester oder Chorschwester werden möchte.
Geleitet wird das Kloster von einer Äbtissin; ihr untersteht eine Priorin, die sie stellvertritt. Die Nonnen beten zusammen in der Kirche der St. Anna, essen zusammen im großen gemeinschaftlichen Saal, verrichten auch Arbeiten zusammen, und teilen denselben Schlafsaal.
Das alltägliche Leben einer Nonne umfasst das gemeinschaftliche Beten in regelmäßigen Intervallen, das Studium von Schriften, das Kopieren von Büchern, die Armenspeisung von Bedürftigen, Waschen und Kochen für die Gemeinschaft, auswärtige Besorgungen, Gärtnerei, Herstellung von Kleidung für Klostermitglieder, Betreibung der Klosterschule und auch andere Aufgaben. Chorschwestern übernehmen vor allem übergeordnete und weniger körperlich anstrengende Aufgaben. Die niedriger rangierenden Laienschwestern sind vor allen Dingen zuständig für dreckige und weniger prestigereiche Aufgaben im Kloster.
Devote Hingabe für Aufgaben und überzeugende Glaubensakte konnten zu besonderen Privilegien führen, wie zum Beispiel Ausgang, oder sogar Erhebung zum Amt der Priorin oder gar Äbtissin.

Mögliche Hintergründe für deine ID
1. Du bist eine Witwe, und leidest sehr unter dem Verlust deines Lebensgefährten, dem Ankerpunkt deines Lebens. Du willst den Rest deines Lebens in Zwiesprache mit Gott verbringen, ohne die Ablenkungen des blutigen Handwerks der Johanniterinnen. Du begibst dich zum Kloster der Heiligen Anna, um dort ein Noviziat zu beginnen und schlussendlich Laienschwester oder sogar Chorschwester im Orden der Benediktiner zu werden.
2. Du bist das achte Kind einer ärmlichen katholischen Familie. Deine Eltern haben keinerlei Option, dich zu füttern, aber können die Äbtissin oder die Priorin davon überzeugen, dich als Novizin in das Kloster aufzunehmen. Das Leben als Novizin im Kloster ist hart, und du hast wenig Aussicht darauf, mehr zu werden als nur Laienschwester - aber du weißt, dass du hier die beste Chance hast, die das Leben dir je geben wird; daher legst du dich ins Zeug, um Gott und dem Kloster so gut zu dienen, wie es dir nur möglich ist.
3. Du bist die Tochter einer wohlhabenden adligen Familie, und wurdest als Chorschwester im Kloster der Heiligen Anna untergebracht. Du hast bereits eine etablierte Rolle im Kloster, und schielst auf höhere Ämter – vielleicht kannst du den Abt durch besondere Hingabe in deine Pflichten davon überzeugen, dass du zu Höherem bestimmt ist? Vielleicht kannst du in Diskussionen in den Versammlungen des Klosters durch stichhaltige theologische Argumente punkten? Oder du gaukelst, ganz einfach, eine Marien- oder Gotteserscheinung vor, um die Welt davon zu überzeugen, dass du die Ausgewählte Gottes bist?
4. Du fühlst dich vom 12. Jahrhundert überrollt, und suchst den Rückzug in eine friedliche Gemeinschaft von Schwestern – ohne zu wissen, ob dies permanent etwas für dich ist. Du trittst daher im Konvent Sankt Anna als Postulantin ein. Das Postulat ist eine Probezeit, welches Laien die Möglichkeit gibt, zeitweilig am Klosterleben mitzuwirken, ohne eine langfristige Verpflichtung einzugehen. Vielleicht gehst du nach dem Abschluss des Postulats wieder deiner Wege. Oder du stellst fest, dass du Nonne werden willst, und lässt dich darauf ein, Novizin zu werden!

Fränkische Adlige

Der Begriff "Fränkische Adlige" bezeichnet den katholischen Adel aus Europa. Die Volksbezeichnung "Franke" (auf arabisch "franj") wird dabei in der Levante auf alle Abendländer angewendet. Diese Gruppe lässt sich in die levantinischen Franken (die im Morgenland geboren und aufgewachsen sind) und die Zugewanderten (die erst kürzlich eingewandert sind) unterteilen. In Jerusalem findet man Adel aus allen Ländern Europas.

Vorteile:
- Ansehen durch die hohe Geburt
- Mögliche Verwandtschaft mit alteingesessenen Adelsfamilien
- Aufstieg in höchste Ämter möglich
- Spiel am Hof und im Militär möglich

Nachteile:
- Gesellschaftliche Einschränkungen

Italienische Stadtadlige

Dies bezeichnet das Patriziat italienischer Städte und Handelsrepubliken. In Jerusalem ist insbesondere Venedig, welches eine eigene Loggia und Teile der Straße des Joschafat besitzt, vertreten. Venezianische Adlige sind vorwiegend im Handel vertreten, und mehrere venezianische Familien besitzen in Jerusalem Handelsniederlassungen.

Vorteile:
- Ansehen durch die hohe Geburt
- Aufstieg in einige hohe Ämter möglich
- Spiel im internationalen Fernhandel möglich

Nachteile:
- Gesellschaftliche Einschränkungen
- Eine Händler-ID verlangt von Natur aus Einiges an Eigeninitiative

Armenische und byzantinische Adlige

Im Königreich Jerusalem gibt es einige armenische Ritter und deren Familien - vor allem solche, die mit Morphia von Melitene, Melisendes Mutter, sowie anderen armenischen Adligen nach Jerusalem gekommen sind. In Jerusalem leben auch einige byzantinische Adlige - manche von ihnen aufgrund ihrer Abenteuerlust, andere, weil sie aus dem Reich der Rhomäer verbannt worden sind.

Vorteile:
- Ansehen durch die hohe Geburt
- Möglichkeit der Bespielung von exotischen Adelskulturen in Jerusalem

Nachteile:
- Gesellschaftliche Einschränkungen
- Ein Aufstieg in hohe Hofämter ist durch die fremde Religion und Kultur nicht ohne weiteres möglich

Edeldamen sind häufig das Zentrum mittelalterlicher Lyrik, nebst dem Heldentum und der Ehre. Sie alle sind adlige Frauen, deren Weg in aller Regel durch Männer vorherbestimmt wird, doch ihr Leben unterscheidet sich je nach dem genauen Stand der Familie noch einmal maßgeblich. Die Gemahlin eines Ritters ist ebenso eine Edle wie die Gemahlin eines Fürsten und es liegen Welten zwischen den Lebensstilen.

Was macht eine Edeldame aus?
Im Idealfall ist eine Edeldame wohlerzogen und damit zurückhaltend, fromm und gütig. Sie wurde im zweiten Stand geboren und kennt die Verpflichtungen, die mit der Angehörigkeit zu diesem einhergehen. Die Erziehung übernimmt häufig eine andere Edeldame, die bereits einen eigenen Haushalt besitzt. Meistens ist dies die Frau des Lehnsherrn, eine befreundete, adlige Familie oder aber entfernte Verwandte. In diesem Hause dient sie dann als Zofe und wird in allen relevanten Disziplinen unterrichtet,spätestens bis sie eines Tages selbst verheiratet wird und einen Haushalt gründet. Grundsätzlich lernen die Damen die Führung des Haushaltes; was das beinhaltet, hängt stark vom Stand und auch vom Willen der ausbildenden Dame ab. Basiswissen sind beispielsweise Weben, Sticken, Nähen (beispielsweise Unterkleider machen sich auch die Adligen häufig selbst) oder Tischmanieren. In höheren Kreisen könnte zusätzlich Wert auf Politik, Allgemeinbildung, Sprache und vielleicht sogar die Schrift gelegt werden - gerade im Orient war der Bildungsstand eher hoch.
Wohlerzogen definiert sich vor allem durch die Einhaltung der Anstandsregeln. Sie sollen sich standesgemäß kleiden und stets ihrem Vater oder Ehemann Gehorsam leisten. Es ist unerwünschtes Verhalten, wenn die Damen fluchen oder sich gar betrinken - erst recht außerhalb des eigenen Hauses. Sie sollen vermeiden, von Fremden berührt zu werden und auch nicht allein das Haus verlassen. Einige dieser Regeln gelten auch für Bürgerinnen, doch der Druck auf Adlige war hier häufig erheblich größer. Sie hatten es, je höher ihr Stand war, naturgemäß auch schwerer, gegen die Auflagen der Familie zu verstoßen.
Ihren Gemahl sucht sie sich nicht selbst aus. Es gibt gewiss Geschichten über die Liebe, doch in der Regel soll eine Vermählung den beiden Familien einen Vorteil verschaffen. Sie ist weit mehr als nur die Schaffung einer Beziehung zwischen Mann und Frau; sie ist ein Vertrag zweier Adelshäuser. Hierbei wird die gute Kinderstube der Ehefrau zunehmend bedeutsamer, wenn sie ihrer Familie keine Schande bereiten möchte.
Auch für sie selbst hängt ab dem Zeitpunkt der Eheschließung einiges von einem guten Verhältnis zu ihrer neuen Familie und zu ihrem Gemahl ab. Sie kann in die Lage gelangen, eigenständig Politik zu machen; sie kann aber auch rasch in Verruf geraten und in ein Kloster geschickt werden. Es gibt dabei noch weniger gnädige Möglichkeiten als das Kloster, wenn die Verfehlungen allzu groß sind.
Alles hängt davon ab, was die entsprechende Edeldame aus sich macht, davon, welches Gesicht sie der Welt zeigt und welches sie tatsächlich besitzt. Von einer Edeldame wird in jedem Fall erwartet, dass sie Haus und Hof in Abwesenheit des Mannes vollumfänglich führen kann - ein Zustand, der im Hochmittelalter und ganz besonders im Heiligen Land nicht selten war. Sie hatten also durchaus ihren Einfluss!

Mögliche Hintergründe einer Edeldame
1. Du lebst im Schoße deiner Familie und sollst diesen nun verlassen, um zu einer höheren Dame gegeben zu werden, welche deine Erziehung nun übernimmt. Ob du schon länger unter Selbstzweifeln leidest oder nicht - vor dieser neuen Aufgabe hast du Angst, denn du bist nicht nur jung, sondern auch noch nie lange von deiner Familie getrennt gewesen. Gleichzeitig bist du aber auch neugierig darauf, den neuen Schritt zu wagen, dich zu beweisen und neue Gefilde kennenzlernen. Einfach, dich selbst und deinen Weg zu finden!
2. Du bist die Zofe einer höheren Dame als du es bist und bedienst sie von vorn bis hinten. Vielleicht behandelt sie dich ungerecht, vielleicht aber seid ihr auch zu guten Freundinnen herangewachsen. Möglicherweise hat sie auch eine eher mütterliche Rolle eingenommen und du versuchst zuweilen aus dem neuen Käfig auszubrechen, in welchem du dich gefangen siehst. Es könnte sein, dass dir eine Ehe kurz bevorsteht; wenn du doch nur wüsstest, mit wem? Magst du dein Leben oder würdest du gern eine andere Bahn einschlagen als jene, die dir vorherbestimmt ist?
3. Du bist die Zofe der Königin und dir wurde somit große Ehre zuteil! Dementsprechend entstammst du höchstwahrscheinlich keiner unbedeutenden Familie; vielleicht bist du sogar hier, um die Gunst und die Freundschaft der Familie zu erzwingen. Dein Alltag besteht aus dem Lernen der wichtigen Dinge, während die Königin selbst nur einen kleinen Teil dieser Zeit mit dir verbringt. Es sind häufig andere Edeldamen bei Hof, die dich lehren und die Stunden mit der bedeutendsten Persönlichkeit des Reiches sind kostbar. Nutze sie weise!
4. Du bist die Gemahlin eines durchschnittlichen Ritters und hättest dir gern mehr für dein Leben erhofft; die Entscheidung lag aber nun einmal nicht bei dir, sondern bei deinem Vater. Ganz die Edeldame, die man in dir sieht, bemühst du dich darum all deinen Pflichten gerecht zu werden, während der Gedanke nach Selbstverwirklichung immer größer wird. Es könnte sein, dass du dich für die Armen engagierst; oder suchst du nach einem reicheren Mann, um sich dessen Gunst zu sichern, ungeachtet der Konsequenzen, die dies nach sich ziehen könnte?
5. Du bist die Herrin von einem beachtlichen Stück Land und alles in allem sehr zufrieden mit deinem Leben. Lediglich der Einfluss deines Genahls könnte doch ein wenig größer sein. So steigst du an seiner Seite in die Politik ein. Vielleicht lässt er sich von dir manipulieren und auf den richtigen Weg lotsen? Oder spinnst du deine eigenen Fäden, indem du Bündnisse schmiedest, von denen er nicht weiß, wem er diese zu verdanken hat?
6. Du bist verwitwet und hast deinen Teil eigentlich schon geleistet. Dein Leben gehört nun dir; sofern du es dir jedenfalls erlauben kannst, es zu bezahlen. Vielleicht hast du ein großes Erbe von deinem Gemahl erhalten, oder aber du regierst für deinen Sohn über Land, da dieser noch zu jung ist? Vielleicht bist du aber auch in der Situation, dich erneut vermählen zu müssen, um deinen Lebensstandard zu sichern? Vielleicht ist dir auch die Einsamkeit zu trist? Es liegt bei dir, was du mit deiner Freiheit anfangen möchtest!

Knappen waren die Lehrlinge der Ritter. Der Großteil der Knappen besteht aus Adligen und werden bei uns daher als Edelknappen bezeichnet; einfache Knappen sind jene, die dem bürgerlichen Stand entspringen. Sie lernten von ihren Herren alles über den Kampf, erhielten aber auch Unterricht hinsichtlich des standesgemäßen Verhaltens und im Idealfall in weiteren Disziplinen, gegebenenfalls auch durch andere Lehrer - das hing ganz vom Wohlstand des Ritters ab. Seine Aufgaben bestanden vornehmlich darin, das Pferd und die Ausrüstung des Ritters zu pflegen, sowie kleinere Aufgaben zu übernehmen.

Wie wird man ein Knappe?
Es braucht nicht viel mehr, als einen Fürsprecher. In aller Regel sprechen wir über Edelknappen, also Jungen und junge Männer, welche in die Dienste eines anderen Adligen unterstellt werden. Häufig ist dies ein familiäres Arrangement. Es kommt gerne vor, dass ein Lehnsherr die Söhne seiner treuen Vasallen ausbildet, aber auch befreundete Familien oder auch andere Verwandte sind eine denkbare und gängige Möglichkeit.
Auch das einfache Volk kann theoretisch in den Rang eines Knappen versetzt werden und durch einen adligen Ritter ausgebildet werden. Hierfür muss lediglich ein glaubwürdiges Szenario gefunden werden, weshalb der Adlige das tun sollte. Dankbarkeit gegenüber der Familie, Mitleid mit dem verträumten Jungen oder einfach eine hohe Geldzahlung durch die reiche Familie wären sinnvolle Begründungen. Reine Nächstenliebe ist vermutlich ein unwahrscheinliches Szenario, denn fortan wird der Ritter für die Ausrüstung, Ausbildung und Verpflegung des Jungen aufkommen müssen. Einem reichen Ritter mag das nicht wehtun, aber der würde sich vermutlich auch eher eines adligen Knappens annehmen. Ein armer Ritter hingegen würde vermutlich eher Interesse an einem günstigen Diener haben, diesen aber nicht zwangsläufig finanzieren können. Die größte Schwierigkeit eines einfachen Knappen ist die, dass der Weg eines Ritters möglicherweise dennoch versperrt bleibt, denn ein Ritter muss vergleichsweise finanzstark sein und hierfür braucht er einen Herrn, der ihm ein angemessenes Auskommen stellt. Es kann also sein, dass man trotz mehrjähriger, anstrengender Ausbildung am Ende nicht mehr ist, als ein gut ausgebildeter Waffenknecht.
Braucht es sonst noch etwas? Eigentlich nicht, denn man befindet sich schließlich in einem Ausbildungsverhältnis. In aller Regel begibt man sich mit 7 oder 8 Jahren in die Ausbildung, aber auch in fortgeschrittener Jugend kann man aufgenommen werden, wenn der Herr damit einverstanden wird. Je schlechter der Wissensstand mit höherem Alter ist, desto weniger Ansehen erhält man, also sollte der Knappe auch sehr engagiert sein.

Einstiegsmöglichkeiten als Knappe
1. Du kommst mit deinem Herrn ins Heilige Land, doch dieses Szenario ist relativ schwierig, da der Herr ja dann auch bespielt sein müsste. In einem Ausnahmefall könnten wir gestatten, dass dieser als NSC bespielt wird, doch besser wäre eine der nachfolgenden Möglichkeiten.
2. Du bist der Edelknappe eines Herrn des Königreichs; hier gibt es mannigfaltige Möglichkeit vom einfachen Rittertum bis hin zu Baronen und Fürsten. Auch der Altersgruppe sind hier keine Grenzen gesetzt, kaum einer würde einen Knappen ablehnen!
3. Du bist der bürgerliche Knappe eines Ritters! Du wirst möglicherweise verächtlich von den Adligen betrachtet, aber davon lässt du dich nicht beeinflussen. Du bemühst dich, mit Fleiß und Geschick aufzufallen um einer Standeserhebung gerecht zu werden. Dir ist bewusst, dass deinen Herrn das eine Menge kosten würde, doch wenn du unverzichtbar für ihn bist, muss er die Gelder einfach aufbringen - oder vielleicht vermittelt er dich wenigstens weiter und kennt jemanden, der Verwendung für dich hat?

Der Knappe ist eine sehr einsteigerfreundliche Spielmöglichkeit in einem historischen Szenario, da man vergleichsweise viele Freiheiten besitzt, gleichzeitig aber auch noch eine starke Betreuung genießt. Allerdings begibt man sich dennoch in ein gewisses Abhängigkeitsverhältnis zu seinem Ritter, bzw. dessen Spieler, auf den man sich verlassen können sollte.

Weiterführende Informationen zum Knappen

Der stark gepanzerte Ritter war das Rückgrat der fränkischen Armeen bei der Eroberung und Verteidigung Jerusalems gegen die Heiden, welche noch nie einem solchen Feind gegenüber standen. Die einzige Chance der Heiden bestand in ihren berittenen Bogenschützen, zu welchen die Ritter im Kampf erst einmal gelangen mussten, um ihrer habhaft zu werden - und in ihrer großen Überzahl, der Ortskundigkeit und guten Strategien.

Was braucht es, um ein Ritter zu sein?
Die Laufbahn eines Ritters in unserem Rollenspiel ähnelt sehr der historischen Laufbahn. Im Grunde genommen kann derjenige ein Ritter sein, der es sich leisten kann. Er braucht ein Pferd, das möglichst gut ausgebildet sein sollte (Destrier sind hier die optimale Wahl, aber sehr teuer), er braucht eine gute Ausrüstung (wenigstens Kettenhemd, Helm, Schwert, Schild und Lanze) und natürlich eine Einkommensquelle um den Lebensstandard zu halten. Neben den genannten Dingen sind ordentliche Kleidung, weitere Pferde und vielleicht auch ein kleines Gefolge ebenfalls Dinge, die dazu gehören.
Fraglos sollte er eine gute Kampfausbildung genossen haben, denn gerade im 12. Jahrhundert ist ein Ritter nicht lediglich ein Ehrentitel, sondern vor allem Berufung. Somit wäre ein langjähriger Waffenknecht, der sich einen gewissen Wohlstand anhäufen konnte, recht prädestiniert um erhoben zu werden - sofern er sich das auch auf längere Sicht leisten kann. Das ist es, was den Ritter als Streiter so kostbar macht, denn es erfordert lange Jahre Ausbildung und Erfahrung sowie finanzielle Mittel, um eine so effektive Waffe zu sein.
In der Regel finanzieren sich Ritter durch ein Land- oder Geldlehen, das sie von ihrem Herrn erhalten. Gerade in Jerusalem wurden viele Geldlehen vergeben, um eine möglichst starke Armee aufrechtzuerhalten. Ein Ritter, der aus dem Okzident in den Orient kam, brauchte sich aufgrund seines enorm hohen Wertes keine Gedanken um ein Auskommen machen.
So bildet sich der traditionelle Weg vom Knappen/Edelknappen zum Ritter, denn als Knappe erhält man eine entsprechende Ausbildung und kann sich direkt in den entsprechenden Kreisen empfehlen. Adlige Familien schicken ihre Söhne meistens direkt zu einem Ritter in die Lehre, um sein Handwerk zu erlernen und auch bürgerliche Familien können diesen Weg wählen, solange sie das Geld aufbringen können und entsprechende Verbindungen haben.
Eine Schwertleite kann bei uns jeder Adlige mit einer Herrschaft an einem Anwärter durchführen. Hierbei macht es natürlich Sinn, wenn eine Verbindung zwischen den Charakteren besteht, denn der Adlige spricht sich in diesem Falle ja deutlich für den angehenden Ritter aus.

Mögliche Hintergründe einer ritterlichen ID
1. Der klassische Weg ist der eines Edelknappen, der bereits in jungen Jahren (etwa 8 Jahre) von seiner Familie in die Obhut eines Ritters gegeben wird. Dieser kann ein Freund der Familie sein, der Lehnsherr oder auch ein Verwandter, seltener gibt es auch andere Konstellationen. Mit etwa 20 Jahren erhält er dann frühestens die Schwertleite. Typischerweise kehrt der nunmehrige Ritter zu seiner Familie zurück, um beispielsweise sein Erbe anzutreten oder aber er stellt sich in die Dienste eines Lehnsherrn, der häufig der ausbildende Ritter, oder auch der traditionelle Lehnsherr der Familie ist.
2. Weniger typisch aber möglich wäre der Weg eines Knappen, der von seinen nichtadligen Eltern in die Dienste eines Ritters gestellt wird. Dies geschieht, anders als beim Edelknappen, weniger durch politische Gefälligkeiten, sondern durch die Zahlung einer höheren Geldsumme oder auch aufgrund persönlicher Gefälligkeiten seitens des Ritters. Diese Laufbahn endet nicht zwangsläufig mit einer Schwertleite, da der Status, wie weiter oben erwähnt, auch finanziert werden muss. Zurück bleibt ein besserer Waffenknecht.
3. Möglich aber sicherlich nicht häufig ist da noch der Quereinsteiger, der sich besonders verdient gemacht hat. In den meisten aller Fälle steht er als Waffenknecht oder, seltener, Söldner in den Diensten eines Herrn und wird aufgrund seines Geschicks oder seiner Treue (oder auch einer hohen Summe) zum Ritter gemacht.

Wenn eine ID des 3. Standes zum Ritter ernannt werden soll, ist die Standeserhebung wenigstens durch einen Baron oder höher vorzunehmen und die einfache Schwertleite durch den Herrn ist nicht mehr ausreichend! Die Königin darf dieses Recht auch an Herren vergeben, doch grundsätzlich ist eine Baronie wenigste Voraussetzung für das Vornehmen einer Standeserhebung.

Einstiegsmöglichkeiten als Ritter
1. Du bist Neuankömmling im Heiligen Land und bringst ein kleines Gefolge mit dir; um für euren Unterhalt zu sorgen, hast du entweder eine Menge Geld bei dir, oder aber du suchst dir schleunigst einen Herren, der dir für deine Dienste Geld zu zahlen bereit ist. Das stellt im Königreich Jerusalem aufgrund des hohen Bedarfs an frischen Streitkräften in aller Regel kein Problem dar. Ein sinnvoller Einstieg wäre, der Krone deine Dienste anzubieten; oder einem der Barone, Grafen oder dem Fürsten. Je nach der Größe deines Gefolges und somit deiner Nützlichkeit erhältst du ein Geldlehen oder sogar heißbegehrtes Land, welches unter Umständen an deine Kinder vererbt werden kann.
2. Du bist bereits der Ritter eines Herrn. Hierfür kann es nützlich sein, sich einmal im Register durch die Familien des 2. Standes durchzuklicken, da der Großteil eigenes Gefolge gebrauchen kann. Sprich dich im Anmeldebereich ab, frag, wer einen Ritter gebrauchen kann.
3. Du bist der Spross eines höheren Herrn und bereits fertig ausgebildet; im Grunde genommen ist dies nur eine Erweiterung des zweiten Punktes, aber die Möglichkeit soll natürlich auch beleuchtet werden. Hierfür eignen sich vor allem ausgeschriebene Gesuche; die Plätze sind allerdings rar.
4. Du kannst dich natürlich auch als Ordensritter dem Templerorden oder dem Johanniterorden anschließen und in die Geistlichkeit übertreten, hierfür empfehlen wir die Artikel zu den beiden Orden.
5. Eine weitere Möglichkeit, in Jerusalem zu starten, ist das Gesuch eines Palatinus zu übernehmen, einer Ehrenwache der Krone. Dieser Rang wurde speziell durch uns geschaffen und ist im Laufenden Rollenspiel ebenfalls zu erlangen, allerdings wesentlich schwieriger.
6. Wenn du als "erweiterter" Ritter einsteigen willst und von vornherein über Land regieren möchtest, bietet sich der Artikel "Herr" an, der auf die Umstände näher eingehen wird. Unsere Gesuche können dir hier bestimmt auch noch Anreize bieten.

Weiterführende Informationen zum Ritter
Die Herren, vor allem die Barone, Grafen und der Fürst, bilden die Oberschicht des Adels. Barone, Grafen und Fürst sitzen gemeinsam mit den Meistern der Ritterorden, dem Patriarchen und der Königin in der Haute Cour und entscheiden hier über das Schicksal des Königreichs. Die einfachen Herren befinden sich in ihrer Bedeutsamkeit noch eine Stufe darunter und regieren über ihre Herrschaften, welche sie zum Lehen von den Oberen erhielten. Ein Ritter, der Land zum Lehen erhält, wird mit diesem Land automatisch zum Herrn. Ihre Bedeutsamkeit varriiert stark von der Größe und Wirtschaftlichkeit des belehnten Landes.

Was macht einen Herrn aus und wie wird man zu einem Herrn?
Ein Herr ist, wer über Land regiert. Dieses Land erhält er von seinem Lehnsherrn, um mit diesem den eigenen Stand und den weiterer Ritter finanzieren zu können und ein standesgemäßes Leben führen zu können. Im Gegenzug schuldet er dem Herrn seine Treue und Kampfbereitschaft. Während die Herren in Europa zusätzlich Geldzahlungen an ihren Lehnsherrn entrichten müssen, entfällt diese Pflicht im Heiligen Land. Die Barone sind in diesem Sinne auch nur bessere Herren mit größerem Land und weiteren Befugnissen, welche der Krone dieselbe Schuld erbringen müssen.
Zum Herrn wird man traditionell durch Erbschaft oder durch Leistung. Gerade in Jerusalem benötigt man jederzeit eine möglichst große Anzahl an gut ausgebildeten Rittern und so wird Land gern als Mittel zum Binden dieser Ressourcen genutzt, wenn es sich lohnt. Treue wird ebenfalls gern durch ein Landlehen honoriert. Hierfür leistet man dem Herrn, dem man dieses Land zu verdanken hat, einen Lehnseid. Theoretisch möglich, aber sehr unwahrscheinlich ist es auch, sich sein Land zu erobern, doch hierfür bräuchte es zum einen eine entsprechende Streitmacht und zum anderen auch häufig die Anerkennung der anderen Adligen.

Einstiegsmöglichkeiten als Herr
1. Du kommst frisch ins Heilige Land und erhältst, weil du nützliche Ressourcen für den Krieg gegen die Heiden bringst, Land von der Krone oder einem der Barone des Landes. Hierbei sprechen wir von wenigstens fünf Rittern und einer nennenswerten Zahl an Waffenknechten. Es ist also wahrscheinlich, dass du in Europa auch schon eine Person von Rang und Namen warst und nicht ein einfacher Ritter.
2. Du lebst bereits eine längere Zeit im Heiligen Land und erhältst zum Dank für herausragende Leistungen von der Krone oder einem der Barone nun Land zum Lohn, auf dem du dich niederlassen kannst. Du bist natürlich nicht mehr blutjung und hast dich der belehnenden Person gegenüber stets als loyal erwiesen. Idealerweise hast du auch sonst ein paar Fürsprecher oder einen guten Ruf aufgebaut, die auf dich aufmerksam machen.
3. Du bist bereits eine längere Zeit ein Herr und verwaltest dein Land ganz nach deinen Vorstellungen. Hierbei stehen die natürlich viele Möglichkeiten offen und es muss vor allem die Frage nach dem Lehnsherrn geklärt werden.
4. Du bist der Nachkomme eines Herrn und beerbst diesen nun, nachdem er vielleicht in einem Scharmützel gegen die Heiden fiel und dir eine Herrschaft hinterließ.
Herren erfordern immer eine Absprache mit der Spielleitung; insbesondere dann, wenn es sich nicht um ein ausgeschriebenes Gesuch handelt, sondern um ein freies Charakterkonzept. Wünschenswert und chancenreicher wäre es, wenn du bereits Erfahrung in unserem Rollenspiel gesammelt hast.

Fränkische Bürger

Im Königreich Jerusalem gibt es neben Adligen auch einfache hinzugewanderte Franken, die Palästina zu ihrem neuen Zuhause machen. Diese Franken kommen aus dem dritten Stand. Sie sind Handwerker, Krämer, Soldaten oder Tagelöhner, und verdienen sich durch harte Arbeit ihr Brot.

Vorteile:
- Möglichkeit zum Ausspielen von Handwerk
- Möglichkeit zum Aufstieg in militärischen Karrieren
- Möglichkeit zum Aufstieg in städtischen Ämtern (Schöffen)

Nachteile:
- Aufstieg am Hof ist schwierig
- Kein sonderlich großes Ansehen

Syrer

Dieser Begriff bezeichnet einheimische Christen - also christliche Araber und Armenier. Sie stellen die Mehrheit der Bevölkerung von Jerusalem.

Vorteile:
- Möglichkeit zum Ausspielen von Handwerk
- Möglichkeit zum Aufstieg in militärischen Karrieren
- Möglichkeit zum Aufstieg in städtischen Ämtern (Rais und Juraten - Syrer stellen normalerweise den Rais und die Mehrheit der Juraten)

Nachteile:
- Wenig gutes Ansehen
- Aufstieg am Hof ist sehr schwierig

Sunnitische Muslime

Die Sunniten stellen innerhalb der muslimischen Minderheit von Jerusalem die Mehrheit. Es gibt in Jerusalem eine Ulama mit einem vorstehenden Mufti, welcher das spirituelle Oberhaupt der sunnitischen Muslime der Stadt darstellt. Trotz ihres Heidentums genießen sie, aufgrund ihrer Kollaboration mit den Lateinern, ein Mindestmaß an Respekt bei diesen.

Vorteile:
- Möglichkeit zum Ausspielen von Handwerk
- Möglichkeit zu einer Karriere im muslimischen Klerus

Nachteile:
- Schlechtes Ansehen, häufige Diskriminierung
- Aufstieg am Hof ist nahezu unmöglich

Schiitische Muslime

Die Sunniten stellen innerhalb der muslimischen Minderheit von Jerusalem die Minderheit. Aufgrund der Feindseligkeit der Sunniten sind sie an den Rand der Gesellschaft gedrängt

Vorteile:
- Möglichkeit zum Ausspielen von Handwerk
- Möglichkeit zu einer Karriere bei den Assassinen

Nachteile:
- Schlechtes Ansehen, sehr häufige Diskriminierung
- Aufstieg am Hof ist nahezu unmöglich

Juden

Die Juden sind unter den Einwohnern Jerusalems eine Minderheit. Obwohl Jerusalem das religiöse Zentrum des Judentums darstellt, sehen sie sich in der Stadt zahlreichen Diskriminierungen und Schikanen ausgesetzt.

Vorteile:
- Möglichkeit zum Ausspielen von Handwerk

Nachteile:
- Schlechtes Ansehen, sehr häufige Diskriminierung
- Aufstieg am Hof ist nahezu unmöglich

Sklaven

Ganz unten in der Gesellschaft stehen die Sklaven. Sklaven finden sich insbesondere bei Muslimen, aber auch christliche Bewohner des Königreichs halten sich heidnische Sklaven.

Vorteile:
- Möglichkeit zum Ausspielen von fremdartigen Kulturen und Religionen
- Möglichkeit zur Freilassung und Aufstieg in der Gesellschaft

Nachteile:
- Schlechte Lebensbedingungen, kein Ansehen
- Sim-on und sim-off-Bindung an die Besitzer-ID
- Einschränkung in der Freiheit der ID

Die Darstellung einer weiblichen ID im Bürgertum bietet wahnsinnig viele Möglichkeiten für geneigte Schreiber und Schreiberinnen. Von einer geliebten Tochter bis hin zu einer einer sittsamen und zurückhaltenden Ehefrau. Von einer selbstständigen Meisterin eines Handwerks hin zu einer Dienerin in einem adligen Haus oder gar der königlichen Pfalz. Du kannst eine Hübschlerin darstellen, eine Bardin, einfach eine Obdachlose, eine Mätresse,... Der Fantasie sind kaum Grenzen gesetzt, solange es eine historische Vereinbarkeit gibt.
Grundsätzlich ist allerdings zu berücksichtigen, dass von einer Frau im 3. Stand erwartet wird, dass sie heiratet. Häufig werden die Ehen schon frühzeitig vom Vater arrangiert, manchmal wird auch erst später um die Hand angehalten. Sie kann nicht gezwungen werden und ihre Ablehnung ist zu akzeptieren, aber da sie somit auch die Unterstützung ihrer Familie verlieren könnte und das Leben als eine auf sich gestellte Obdachlose wenig reizvoll erscheint, ist die Wahl eher von theoretischer Natur. Eine ehrbare Möglichkeit einer Ehe zu entgehen, wäre lediglich das Klosterleben.

Mögliche Hintergründe einer weiblichen ID im Bürgertum
1. Du spielst die Tochter einer Familie, die du dir am besten aus dem Register heraussuchst, die du aber auch gern selbst erfinden kannst. Es steht dir Frei, die restlichen Familienmitglieder als NSCs mitzuschreiben. Aktive Mitspieler machen das Rollenspiel allerdings interessanter und facettenreicher. Grundsätzlich lässt sich sagen, dass das reizvolle Alter für eine solche ID zwischen 4 und 20 liegt. Davor sind die Interaktionsmöglichkeiten einfach sehr gering und danach... ist eine Frau eigentlich so langsam unter der Haube oder wird langsam schief angeschaut - was dir natürlich auch frei steht! Deine ID kann hier im elterlichen Betrieb aushelfen oder ein Handwerk lernen, sofern es nicht gerade etwas wie der Waffenschmied o.Ä. ist.
2. Du spielst die Ehefrau eines bespielten Mannes oder überlegst dir einen NSC-Gemahl, was dir viele Möglichkeiten eröffnet. Auch hier kannst du in seinem Betrieb mitarbeiten und mitgestalten. Du solltest berücksichtigen, dass deine ID in einer Ehe natürlich auch irgendwann Kinder hervorbringen wird. Falls deine ID lieber kinderlos sein soll, überlegst du dir am besten eine Begründung dafür (inaktives Eheleben, Unfruchtbarkeit, noch sehr frisch verheiratet...).
3. Du spielst die Witwe eines NSC-Mannes, vielleicht sogar eines einstmals bespielten Mannes. In diesem Falle bist du keinesfalls dazu gezwungen, erneut zu heiraten. Sicherlich wird die Gesellschaft das irgendwie erwarten, aber im Gegensatz zu einer unverheirateten Jungfrau hast du deinen Teil schon ein Stück weit beigetragen und du bist dein eigener Herr. Behaupten musst du dich natürlich trotzdem allein, aber das hoffentlich mit einer guten, finanziellen Hinterlassenschaft deines Mannes. Du kannst seinen Betrieb weiterführen oder irgendeine Anstellung suchen. Du kannst dir entspannt einen neuen Ehemann erwählen oder ein sündiges Leben führen. Du kannst in den Schoß deiner alten Familie zurückkehren, so sie dich wieder aufnimmt. Du kannst in der Familie deines Mannes verweilen. Dieser Familienstand gibt einem Spieler wohl die meiste Gestaltungsfreiheit.
4. Du spielst eine Verstoßene, einen Schandfleck der Gesellschaft. Du bist obdachlos oder lebst unter sehr ärmlichen Umständen, vielleicht verkaufst du auch deinen Körper im Frauenhaus oder auf der Straße. Du hast kein geregeltes Einkommen und bist auf die Spenden der Kirche angewiesen, die Spenden anderer Menschen - in jedem Fall bist du nicht gern gesehen. Auch hier hast du einige Möglichkeiten. Theoretisch kannst du selbst aus dieser Position heraus in einer guten Stellung landen, wenn du nur die richtigen Menschen triffst. Das Leben ist allerdings wirklich hart und weit weniger romantisch, als man meinen möchte. Im besten Fall bist du die Mätresse eines einflussreichen Mannes, auch wenn du dennoch nicht als ehrbares Mitglied der Gesellschaft angesehen wirst.
5. Du kannst dich für die Geistlichkeit entscheiden. Für diesen Fall bieten wir entweder den vom Johanniterorden betriebenen Muristan an, der sich vor allem auf die Pflege von Kranken und Obdach von Pilgern konzentriert, oder aber das Konvent der Heiligen Anna, inmitten Jerusalems.

Berufliche Möglichkeiten einer weiblichen ID im Bürgertum
Da wir im oberen Text eher auf den familiären und gesellschaftlichen Stand eingegangen sind, möchten wir hier noch einmal über die Tätigkeiten von Frauen zu sprechen kommen. Um den Rahmen nicht zu sprengen, haben wir uns hier für Stichpunkte entschieden.
1. Ehefrau & Mutter, hilft bestenfalls im Betrieb des Mannes aus.
2. Ordensschwester in einem Kloster
3. Lehrling/Meisterin eines Handwerks (Färber, Feinschmied, Gerber, Heiler, Imker, Spengler, Schneider, Weber)
4. Händlerin (Krämer, Händler, Lebensmittel (z.B. Garküche))
5. Dienerin (Haushalte aller Art, von reichen Bürgern, über Adlige bis hin zur königlichen Pfalz)

Der Beruf des Händlers ist vermutlich so alt wie die Menschheit und grade das Königreich Jerusalem hat eine wirklich günstige Lage für den Handel, wenn man schon allein an die Seidenstraße denkt. Akkon ist einer der Hauptumschlagshäfen, aber auch Tyrus, Jaffa, Caesarea und Sidon sind nennenswert. Wer bei uns einen betuchten Händler spielt, sollte eine Niederlassung in Jerusalem selbst haben, kann aber natürlich auch über weitere Handelshäufer verfügen und theoretisch selbst viel reisen. In unser Rollenspiel passen Händler aller kulturellen Hintergründe; lediglich Adlige sind vom Handel ausgenommen. Hier sind wiederum Italiener die Ausnahme der Ausnahme, denn es gibt auch italienische Adlige, die sich dem Handel widmen. Insbesondere sind hier Venedig, Genua und Pisa zu nennen, die sich die Seerepubliken nennen. So vielseitig wie die Städte, mit denen gehandelt werden kann, sind auch die Waren. Teures Tuch, Gewürze und Früchte sind sicherlich besonders hervorzuheben, doch auch Metalle, Hölzer, Schmuck, Töpferwaren und was noch denkbar ist kann umgeschlagen werden. Auch kleine Krämer sind ein denkbares Konzept.

Wie wird man Händler?
Der Beruf des Händlers ist in der Regel durch Erbe erreichbar; grundsätzlich kann aber jeder auch so einsteigen. Allerdings ist zu berücksichtigen, dass ein Anfang schwierig sein dürfte, da einem die Kontakte und Kniffe fehlen. Bessere Händler dürften ihre Buchhaltung selbstständig und schriftlich führen, was für einen gewissen Bildungsstand spricht. Lesen und Schreiben sind ansonsten keine allzuweit verbreiteten Fähigkeiten.

Mögliche Hintergründe deiner ID
1. Du bist der Spross eines muslimischen Händlers und möchtest nun in dem Handelshaus deines Onkels mitarbeiten, welcher sich in Jerusalem niedergelassen hat. Du gehst bei ihm in die Lehre und hegst große Ambitionen. Den fränkischen Besatzern begegnest du mit Misstrauen, schließlich ist es noch nicht lange her, dass sie Jerusalem gewaltsam erobert haben. Umso mehr genießt du es in einem Gefühl heimlicher Genugtuung, ihnen das Geld aus den Taschen zu ziehen!
2. Du entstammst einer italienischen Händlerfamilie und bist frisch ins Heilige Land gesendet worden, um in die in Jerusalem befindliche Loggia zu ziehen und die familiären Geschäfte weiterzuführen; oder dem hiesigen Konsul unter die Arme zu greifen oder von diesem unterstützt zu werden. Die Venezianer sind auch in Akkon sehr stark.
3. Du bist ein Krämer, der nur mit kleinen Dingen handelt und dessen Unterhalt kaum zu mehr als zum Leben reicht - dennoch macht es dir Spaß, den Ramsch unter die Leute zu bringen. Größere Sprünge wirst du wohl niemals machen und deine große Hoffnung sind ahnungslose Pilger, die dir auf den Leim gehen!
4. Du bist königlicher Hoflieferant und als solcher sehr daran interessiert, deine Machtposition auszubauen und zu stabilisieren. Andere Händler, die ebenfalls die Krone beliefern, sind dir hierbei ein Dorn im Auge und möglicherweise versuchst du auch gegen diese zu intrigieren.
5. Du bist ein mittelständischer Händler für bestimmte Waren, der seine Waren vor allem auf dem syrischen Markt anpreist und nicht groß in die Ferne handelt. Deine Kundschaft sind die Einwohner Jerusalems und für diese bietest du Schmuck, Lebensmittel, Tuch oder Kleidung dar.
Handwerker bilden die Basis des Bürgertums in allen größeren Städten. Es gibt sehr ehrbare Handwerke wie beispielsweise die Schneiderei oder die Schmiedekunst, es gibt aber auch weniger angesehene - wenn auch nicht weniger benötigte - Berufe wie die Gerberei oder die Färberei. Ein fertig ausgebildeter Handwerker ist ein Meister. Dieser führt seinen eigenen Betrieb oder ist in einem Betrieb angestellt, was allerdings aufgrund seines Lohns eher selten vorkommt und bestenfalls in Familienbetrieben vorkommt. Ansonsten werden in Handwerksbetrieben noch Lehrlinge und Gehilfen beschäftigt.
Handwerk und Privatleben ließen sich im Mittelalter längst nicht so deutlich voneinander trennen. Man lebte und arbeitete im selben Haus und es war üblich, dass die gesamte Familie im Betrieb mit anpackte. Häufig schliefen auch die Gesellen und Gehilfen im Betrieb und wurden als Teil der Familie behandelt.

Wie wird man Handwerker?
Der gängige Weg ist, dass man eine Lehre im elterlichen Betrieb beginnt und dort einen großen Erfahrungsschatz anhäuft, bis man eines Tages zum Meister ernannt wird. Mit diesem Titel kann man entweder weiterhin im Familienbetrieb arbeiten und ihn irgendwann übernehmen, oder aber man gründet einen eigenen Betrieb. Als Tagelöhner könnte man auch ohne eine entsprechende Ausbildung als Gehilfe in einem Betrieb einsteigen und Hilfsarbeiten gegen einen geringen Lohn verrichten. Besser ist es, als Lehrling angenommen zu werden, doch die Plätze sind natürlich wesentlich begrenzter. Gerade wer nicht in einem familiären Betrieb lernt, sollte sich um seinen Ruf bemühen und mit Fleiß überzeugen.
Es gibt mannigfaltige Berufe. Als besonders ehrbar gelten Berufe wie jener des Schneiders, des Waffenschmieds oder des Feinschmieds. Weniger ehrbar gelten da die Färber und Gerber, deren Handwerke zudem mit enormer Geruchsbelästigung verbunden sind. Weitere Berufsbeispiele wären noch Wagner, Bogner, Imker, Steinmetz, Schreiner, Gießer und Panzermacher. Etwas untypischere, nichtsdestotrotz aber Handwerke, sind der Bader, der Barbier, der Wundarzt und der Scharfrichter. Auch Frauen können Handwerksberufe ergreifen, doch sollten diese einigermaßen passend sein. Ein weiblicher Waffenschmied wäre nicht denkbar.


Mögliche Hintergründe deiner ID
1. Du kommst mit einer begonnenen oder abgeschlossenen Lehre als Pilger in das Heilige Land und suchst nach einer Weiterbeschäftigung. In Jerusalem gibt es eine große Vielfalt an Handwerksmeistern und bei einem wirst du letztlich deine Anstellung finden und deinem Handwerk nachgehen können.
2. Du bist der Spross einer eingesessenen Handwerksfamilie und trittst in die Fußstapfen deiner Vorfahren, indem du ihr Handwerk entweder noch lernst oder es bereits erlernt hast und einen eigenen Betrieb leitest. Vielleicht hilfst du auch weiterhin im familiären Betrieb aus.
3. Du möchtest etwas aus deinem Leben machen; deine Geburtsvoraussetzungen sind nicht gerade die besten. Du bemühst dich intensiv um eine Lehrstelle und, wer weiß, vielleicht erhältst du ja eine Chance?
4. Als Bader stehst du einem der orientalischen Badehäuser vor, die einen großen Luxus bedeuten, den es im Abendland praktisch nicht gab. Du musst stark auf die eigene Körperhygiene achten, doch im Austausch dafür hast du einen angesehenen Beruf, der dir unter Umständen Verbindungen bis in den höheren Adel vermittelt, denn auch Adlige nehmen zuweilen zwei bis drei Bäder in der Woche ein und längst nicht jedes Anwesen verfügt über ein eigenes Bad. Ein komfortables Leben, nicht wahr?
5. Du stehst am Rande der Gesellschaft, denn du bist ein Scharfrichter. Dennoch verfügst du über ein festes Einkommen und auch diese Arbeit muss schließlich jemand verrichten. Dein Beruf gilt als ehrlos und die Menschen werden nicht gern mit dir gesehen. Mittlerweile ist es dir recht geworden.
6. Du bist ein Wundarzt; deine medizinischen und anatomischen Kenntnisse hast du, neben deiner Ausbildung bei einem erfahrenen Wundarzt, unter anderem durch den Einblick in das Handwerk des Scharfrichters erworben. Die Menschen kommen zu dir, wenn sie Hilfe benötigen. Ob du sehr wissenschaftlich oder abergläubisch vorgehst, entscheidet dein bisheriges Leben. Insgesamt ist die Medizin im Morgenland vielseitiger und fortschrittlicher als im Abendland und die meisten sind darüber sehr dankbar. Du auch?
Waffenknechte und Söldner sind Männer, die ihren Lebensunterhalt mit dem Kriegshandwerk verdienen. Der Unterschied zwischen ihnen ist ganz simpel. Ein Waffenknecht dient einem festen Herrn und erhält von diesem auch in friedlichen Zeiten sein Auskommen. Er gehört zum festen Bestand seines Herrn und hat sich in aller Regel sein Vertrauen erworben. Ein Söldner ist auf Krieg angewiesen und dient dem Herrn, der ihn für diesen akuten Fall bezahlt; wenn der Krieg gewonnen oder verloren ist, verliert er seine Anstellung wieder und ist brotlos. Beide erhalten einen Anteil an der Kriegsbeute, wobei ein Söldner, je nach aktueller Lage, mehr Geld verdient - und schneller, da er den Herrn recht schnell verlassen kann, um sich einer neuen Aufgabe zu widmen. Genauso kann er aber auch am Hungertuch nagen und so schnell zur Bettelei oder Kriminalität getrieben werden.

Wie wird man Waffenknecht oder Söldner?
Grundsätzlich ist eine Position als Waffenknecht begehrter und schwieriger zu erlangen als die eines Söldners. Grundsätzlich wird man also in dem Moment zu einem von beidem, indem man eine Waffe in der Hand hält und für Kriegsdienste angeworben wird. Je besser die Ausrüstung, desto besser der Lohn. Als Waffenknecht erhält man im Laufe seines Dienstes als Lohn auch gerne hochwertigere Rüstungsgegenstände, die mit dem normalen Lohn schwierig zu erwerben sind und somit eine besonderes hohe Auszeichnung darstellen.
Waffenknecht kann man eigentlich überall sein. Die Krone hat ein eigenes Heer mit Waffenknechten, die Barone, Herren und Ritter unterhalten eigene und selbst im Haushalt eines reichen Bürgers kann es denkbar sein, als Waffenknecht Anstellung zu finden.
Als Söldner kann man sich einem Söldnerhauptmann anschließen, der für eine recht große Schar steht - oder man verdingt sich eigenständig, was allerdings recht umständlich werden kann. Eine ganze handvoll Männer ist nützlicher als ein einzelner!

Mögliche Hintergründe deiner ID
1. Du warst schon immer ein kleiner Wildfang und branntest darauf, dich in der Schlacht zu beweisen. Sobald du also die Gelegenheit erhältst, eine Waffe in die Hand zu nehmen, bemühst du dich um Anstellung und machst das Kriegshandwerk zu deiner Profession. Vielleicht bist du schon einige Jahre dabei und finanzierst inzwischen nicht nur deine Ausrüstung, sondern mglicherweise auch deine Familie!
2. Du bist ein Knappe gewesen. Kein Edelknappe, sondern ein Knappe - und nach deiner Ausbildung hast du leider keine Möglichkeit für deine Schwertleite gefunden, sodass du nun ein junger und ausgesprochen gut ausgebildeter Waffenknecht bist, über den sich jeder freuen kann, ihn in seinen Diensten zu haben. Immerhin dafür war deine Ausbildung gut...
3. Du wurdest vom Heerbann einberufen und mehr oder weniger unfreiwillig in die Schlacht geschickt. Hierbei hast du mit mäßiger Erfahrung eine ganz gute Figur gemacht und beschließt bei der Sache zu bleiben.
4. Du bist schon eine Weile vom geraden Weg abgekommen und der Kriminalität anheim gefallen. Ein ehrbarer Beruf ist nichts mehr für dich und so verkaufst du deine Waffen an den Meistbietenden. Du bist ein Söldner!
Diener können im Grunde genommen überall auftauchen und mannigfaltige Aufgaben haben. Wer es sich leisten kann, erleichtert sich das Leben durch einen Diener. Während Knappen und Zofen von ihren Herren zwar auch dienen, aber dafür auch Ausbildung und nicht nur Lohn erhalten, hat ein Diener nur seine Aufgaben zu erledigen. Eine Ausbildung hierfür gibt es natürlich nicht, man wächst an seinen Aufgaben. Diskretion wird bei den meisten Lohngebern ein wichtiges Gut sein.
Auch Lohn und Privilegien können sehr stark variieren und hängen zweifellos stark vom Vertrauensverhältnis ab. Wer in den Diensten eines Adligen steht, oder auch eines reichen Bürgers, der hat vermutlich ein stabiles Auskommen - auch ohne eine Ausbildung.
Die Aufgaben sind vielfältig. Häufig geht es um Gesellschaftung, Kleidung anlegen und Körperpflege, um Aufgaben in Haus und Hof. Auch Köche werden bei uns als Diener betrachtet.

Mögliche Hintergründe deiner ID
1. Du bist ins Königreich gepilgert und brauchst dringend ein Auskommen; da du lediglich dem dritten Stand angehörst und auch sonst keine Qualifikationen mitbringst, suchst du nach einer Stelle als Mädchen (oder Junge) für alles. Irgendein Haushalt in dieser großen Stadt wird doch sicherlich Verwendung für einen Diener haben?
2. Deiner Familie geht es finanziell nicht gut und du möchtest unbedingt helfen. So suchst du also nach einer Anstellung in einem wohlhabenden Haus, um die Situation ein wenig zu verbessern! Verstehst du dich mit deinem Herrn oder ist er dir eher suspekt? Solange er dich anständig bezahlt, dürfte das wohl keine Rolle spielen...
3. Du wurdest als Spion von einer adligen Familie, den heidnischen Feinden oder der päpstlichen Rota angeheuert und sollst in dieser Funktion einen reichen Bürger der Stadt aushorchen, vielleicht gar einen Adligen. Da bietet es sich doch an, dass dieser gerade nach einem Diener sucht...
In jeder Stadt gibt es eine Gosse, gibt es Menschen, die ihr Dasein fernab der bürgerlichen Gesellschaft fristen. Jerusalem bietet dafür die idealen Voraussetzungen, denn unterhalb der Stadt liegt ein uraltes und längst nicht erforschtes System von Tunneln und Katakomben. Auch ohne irgendwelche Kenntnisse in diesen Gefilden gibt es viele Einkommensmöglichkeiten - und wenn es die Bettelei bei all den Pilgern ist, die ihre Seele von früheren Sünden reinwaschen wollen und milde gestimmt sind. Es gibt ebenso organisierte Kriminalität, die den einen oder anderen Bürger fest im Griff hat - oder sogar ganze Bereiche der Stadt?

Mögliche Hintergründe deiner ID
1. Du bist obdachlos und ohne ein festes Auskommen. Es ist der Hunger, der dich dazu antreibt, zu betteln und kleinere Gelegenheitsdiebstähle zu begehen. Oft hast du aber Glück und profitierst von der Milde der vermeintlichen guten Christen. In den Straßen Jerusalems kennst du dich gut aus und auch die Katakomben sind dir zuweilen ein Begriff, auch wenn ihre tieferen Tiefen zu gefährlich für dich sind...
2. Das Leben hat es nicht gut mit dir gemeint, also hast du begonnen, dich gegen dein Pech auflzulehnen. Du hast es satt, der Willkür anderer Leute ausgeliefert zu sein und gehst deiner eigenen Wege. Vielleicht bist du ein kleiner Hehler, vielleicht stiehlst und erpresst du aber auch bereits im größeren Stil. Du willst nicht einfach nur satt sein, du willst, dass es dir gut geht und dafür gehst du nötigenfalls über Leichen.
3. Du hast dich einer größeren Gruppe Krimineller angeschlossen und weißt, wenn sie dich erwischen, dann wirst du hängen. Dennoch magst du dieses Leben, magst den Nervenkitzel; eines Tages wirst du gewiss ein so hohes Finanzpolster irgendwo versteckt haben, dass du diese ganze Nummer nicht mehr brauchst.
4. Eigentlich bist du ein gut situierter Mensch gewesen, doch die Reise nach Jerusalem hat dich all deinen Besitz gekostet und du hast einfach nicht mehr Fuß fassen können. Mit der Tagelöhnerei versuchst du dich über Wasser zu halten, doch auf die Armenspeisungen bist du dennoch angewiesen. Du bereust, nach Jerusalem gekommen zu sein und verlierst allmählich den Glauben an deine Gebete...
5. Du bist ein Mörder und gehst dieser Profession möglicherweise auch gern gegen Bezahlung nach. Natürlich trägst du vor dir kein Schild, welches dich als solchen auszeichnet, aber wer gezielt nach jemandem wie dir sucht, weiß, wo er suchen muss...

Die Sklaverei ist im Mittelalter nicht so häufig wie in der Antike oder auch der späteren Kolonialzeit, aber gerade die Levante war ein bedeutender Umschlagsort für Sklaven. Im Abendland ist die Sklaverei nahezu unbekannt, während sie im Morgenland eine alte Tradition darstellt, welche von den Kreuzfahrern übernommen und weitergeführt wurde. Gerade während der Kriegszüge wurden sehr viele Gefangene genommen, die anschließend in der Sklaverei landeten. Wichtig zu wissen ist, dass es in den Kreuzfahrerstaaten partout verboten ist, christliche Sklaven zu halten! Ein Verbot, das gerne missachtet wird. Es ist nicht davon auszugehen, dass jeder Fall des Gesetzesbruchs geahndet wird, die meisten Fälle dürften Niemanden interessieren und nicht immer geht es einem Sklaven so schlecht, dass er um jeden Preis entfliehen möchte. Doch selbst wenn - wohin soll er sich dann schon wenden, dass ihm geholfen wird? Trotzdem sollte jeder Spieler sich darüber im Klaren sein, dass er, sollte er sich christliche Sklaven halten, innerhalb des Rollenspiels dafür belangt werden kann!

Mögliche Hintergründe einer Sklaven-ID
1. Der Charakter könnte schon ein wenig älter sein und während der Eroberung des Heiligen Landes in Kriegsgefangenschaft geraten sein. In diesem Falle wäre er höchstwahrscheinlich muslimischer Abstammung.
2. Der Charakter könnte auch während späterer Kriegszüge gegen die muslimischen Feinde des Königreichs in Gefangenschaft und anschließende Sklaverei geraten sein. In diesem Szenario handelt es sich ebenfalls eher um eine muslimische ID.
3. Möglich wäre ein Nachkomme eines während der Kriegszüge gefangen genommenen Muslimen, wenn die ID ein wenig jünger sein soll.
4. Der Charakter wird auf einem Sklavenmarkt erworben. Hier ist theoretisch jede nur erdenkliche Abstammung und Religion möglich, solange die Geschichte auch logisch ist. Der Händler wird vermutlich nicht offen mit christlichen Sklaven handeln, das wäre sonst schon sehr abgebrüht - unter der Hand ist allerdings einiges möglich!
5. Durchaus möglich wäre auch der Verkauf durch die Familie - oder ein Selbstverkauf, wenn die Verschuldung zu hoch geraten ist. Auch hier wäre, wie unter Punkt 4, im Grunde genommen fast jede Abstammung möglich. Unwahrscheinlich wäre allerdings ein ehemals adliger Charakter, der sich in solchen Fällen eher in ein Kloster oder zu Verwandten flüchten würde. In dem Verkaufsszenario sollte allerdings beachtet werden, dass familiäre Bande im Mittelalter durchaus von Bedeutung waren und die Not ausgesprochen groß sein sollte, damit es zum Äußersten kommt.

Einstiegsmöglichkeiten für Sklaven
1. Du kannst bereits seit längerer Zeit Mitglied in einem Haushalt sein, frage hierzu einfach bei der Familie deiner Wahl während deiner Anmeldung an.
2. Du kannst frisch auf legalem oder illegalem Wege auf einem Markt oder von einem Händler erworben werden; die Spielleitung schreibt dir hierzu auch gerne einen Händler aus, der dich dann innerhalb des Spiels unter die Leute bringt. 3. Wir können gern die Umstände der Verslavung ausspielen, wenn dir ein bestimmtes Szenario vorschwebt. 4. Du reagierst einfach auf ein Gesuch.

Bei der Entscheidung für eine Sklaven-ID sollte dir immer bewusst sein, dass du dich für eine starke Abhängigkeit zu deinen Besitzern entscheidest. Deine ID ist faktisch den Launen der Besitzer ausgeliefert. Du als Spieler bist natürlich ein freier Mensch, aber du hast dich für einen stark eingeschränkten Charakter entschieden und musst eben auch mit den Sim-On-Nachteilen leben, die das mit sich bringt.
Außerdem ist ein weiterer Nebeneffekt dieser Abhängigkeit, dass dein Rollenspiel mit der Aktivität deiner Herren steht und fällt. Bei langer Abwesenheit kann gerne das Gespräch mit der Spielleitung gesucht werden und wir finden dann sicher eine Lösung, die allen gerecht wird. Dennoch ist dies zu bedenken!
Es gibt noch weitere Möglichkeiten, sich im Bürgertum zu beschäftigen.

Wirt/Wirtin: Als Wirt oder auch Schankmaid in einer bestehenden Wirtschaft hast du rege Kontakte und kennst viele Menschen. Vor allem die ansässigen Handwerker, die sich regelmäßig in dem Wirtshaus treffen, sind vertraute Gesichter. Dein Beruf ist, je nachdem in was für einer Spelunke du arbeitest, einigermaßen ehrbar oder recht stark angeschlagen. Du kommst einigermaßen über die Runden und bist mit deinem Leben eigentlich ganz zufrieden.

Hübschlerin: Du bist alles andere als ein ehrbares Mitglied der Gesellschaft. Die Frauen hassen dich und die Männer bezahlen dich für Liebesdienste. Große Sprünge machst du mit dem Lohn nicht und du kannst stets nur aufs neue hoffen, dass du einigermaßen gut behandelt wirst. Vielleicht arbeitest du in einem Frauenhaus und genießt so einen gewissen Schutz und auch Diskretion; vielleicht musst du aber auch auf der Straße um Freier betteln und siehst dein Leben mehr und mehr den Bach runtergehen...

Bauer: Als Bauer bist du im Morgenland in einer erheblich besseren Position als im Abendland, denn es gibt keine Leibeigenschaft. Du bist zwar ein Untertan der Krone und musst ebenfalls den Heerdienst leisten, bist aber ansonsten nicht mehr geknechtet als ein Ritter. Du zahlst für deinen Hof eine Pacht an den Landbesitzer und kannst mit deinem Land nahezu tun und lassen was du willst. Sicherlich hängt dein Auskommen von den Wetterbedingungen und anderen Widrigkeiten ab, doch das ist wohl auf keinem Flecken der Welt anders - dein Leben ist also wirklich gut!